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In St. Elisabeth haben 54 Kinder ihre Kerze angezündet.

900 Kinder feiern in Stuttgart ihre Kommunion

Am Weißen Sonntag und den darauffolgenden Sonntagen feiern in den katholischen Kirchen in Stuttgart etwa 900 Mädchen und Jungen ihre Erstkommunion. Traditionell empfangen die Kinder an diesem Tag zum ersten Mal das heilige Brot in Form einer Hostie. Damit werden sie in die Mahlgemeinschaft mit Jesus und der Gemeinde aufgenommen. Der Weiße Sonntag fällt in diesem Jahr auf den 23. April. 

In der Regel gehen die Jungen und Mädchen in der dritten Klasse mit neun Jahren zur Erstkommunion. In den Wochen vorher bereiten sie sich in kleinen Gruppen auf den Tag vor. Bei den Vorbereitungstreffen beschäftigen sich die Kinder mit zentralen Fragen des Glaubens und der Gottesdienstgestaltung: Wer ist dieser Gott? Warum bin ich getauft? Wie hat Jesus gelebt? Wie ist eine Messe aufgebaut?

Der Name Weißer Sonntag leitet sich von den weißen Gewändern ab, die die Neugetauften in der Frühzeit des Christentums trugen. Nach dem Konzil von Trient im 16. Jahrhundert wurde die Bezeichnung Weißer Sonntag immer öfter und nach vielen Jahrzehnten dann ausschließlich auf den ersten Sonntag nach Ostern bezogen. Als Datum für die Erstkommunion setzt sich der Weiße Sonntag, der in diesem Jahr auf den 23. April fällt, im 17. Jahrhundert durch. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde er verbindlich als Tag der feierlichen Erstkommunion festgesetzt.

In Stuttgart finden nicht nur am Weißen Sonntag, sondern auch an den darauffolgenden Sonntagen Erstkommunionfeiern in den Kirchen statt. Die Gemeinden St. Maria Königin des Friedens in Büsnau und St. Antonius in Zuffenhausen machen in diesem Jahr mit Gottesdiensten am 14. Mai um 10.00 Uhr den Abschluss. Über die größte Gruppe an Erstkommunionkindern kann sich St. Elisabeth im Stuttgarter Westen freuen. Dort werden am Weißen Sonntag 28 Mädchen und 26 Jungen ihre erste Hostie empfangen. „Die Kinder und ihre Familien erfahren, dass die Kirche eine große Gemeinschaft ist. Am Tisch des Mahles zu sein, hat eine Bedeutung für das Leben und ist für die Kinder etwas ganz Besonderes“, sagt der stellvertretende Stadtdekan Werner Laub, der zugleich Pfarrer von St. Elisabeth und Leiter der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-West/Botnang ist.

Die Erstkommunikanten tragen wie die Täuflinge bis heute an ihrem Festtag weiße Gewänder. Diese symbolisieren die Brautschaft mit Christus. Da die Kleidung gegenüber dem eigentlichen Anlass immer stärker in den Vordergrund gerückt ist, sind viele Gemeinden dazu übergegangen, in Anlehnung an die frühchristlichen Täuflinge, die Kinder in ein einheitliches weißes Gewand, die so genannte Albe, zu kleiden.

(Nicole Höfle, 19. April 2017)


 
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