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Richtfest in St. Peter

"Ein Haus fĂŒr Leib und Seele"

In St. Peter hat die Gemeinde zum Richtfest geladen

Ende MĂ€rz haben die Bauarbeiten fĂŒr die neue Kirche begonnen, in dieser Woche haben Handwerker, Architekten und die Gemeinde Richtfest in St. Peter auf dem Memberg in Bad Cannstatt gefeiert. Pfarrer Martin Kneer sprach von einem "Leuchtturmprojekt fĂŒr das Stadtdekanat und die Diözese", der Architekt Stefan Kamm von einem "Haus fĂŒr Leib und Seele". In gut einem Jahr soll die neue Kirche samt Gemeindezentrum und KindertagesstĂ€tte eingeweiht werden.

Renate Schad steht auf dem Rohbau, zwischen vielen GerĂŒsten und Betonmauern und lauscht den Reden. Die Cannstatterin gehört seit Jahrzehnten zur Gemeinde St. Peter. Sie freut sich ĂŒber den Neubau und die Chance, die sich der Gemeinde bietet: "Man kann schon jetzt erahnen, dass die Kirche ein besonderer Raum werden wird", sagt  Renate Schad und blickt nach oben. Dann zieht sie plötzlich ihren SchlĂŒsselbund aus der Tasche. "Hier sind noch die SchlĂŒssel zum alten Gemeindezentrum", erzĂ€hlt die Cannstatterin. Noch trĂ€gt sie ein StĂŒck aus der Vergangenheit mit sich.

WĂ€hrend Renate Schad beim Richtfest in Erinnerungen abtaucht, schaut der Stuttgarter Architekt Stefan Kamm in die Zukunft. "Die Kirche hat eine Raumhöhe von bis zu zehn Metern, das wird fĂŒr eine außergewöhnliche AtmosphĂ€re sorgen." Es ist die NĂ€he zwischen dem Sakralen und dem Profanen, die dem Neubau seinen besonderen Charakter gebe. Der GebĂ€udekomplex enthĂ€lt nicht nur eine Kirche, sondern auch ein integriertes Gemeindezentrum, eine grĂ¶ĂŸere KindertagesstĂ€tte sowie das PfarrbĂŒro. Die Kirche kann zum Foyer hin geöffnet werden, auch die GemeinderĂ€ume sollen flexibel nutzbar sein. "St. Peter neu wird ein Haus fĂŒr Leib und Seele", versichert Stefan Kamm. 

Seitens der Gemeinde blickte Manfred Wörle auf die Tradition der Richtfeste bis ins 14. Jahrhundert zurĂŒck. "Damals gingen Handwerker und Bauherren morgens gemeinsam in die Kirche, um den Schutz und Seegen Gottes fĂŒr das Haus zu erbeten", erzĂ€hlte der zweite Vorsitzende der Kirchengemeinde St. Peter. Wörle ist dankbar, dass der Rohbau ohne ZwischenfĂ€lle und ohne große zeitliche Verzögerung steht. "Ich freue mich auf den ersten Gottesdienst, der in der neuen Kirche voraussichtlich Ende nĂ€chsten Jahres gefeiert werden kann." Auch der leitende Pfarrer der Gesamtkirchengemeinde Neckar, Martin Kneer, sieht den Neubau als große Chance: "Bald werden wir das neue Gotteshaus mit Leben fĂŒllen."  Er sieht St. Peter neu auch als Ort der Begegnung fĂŒr den Stadtteil.

Die Kosten fĂŒr den Neubau belaufen sich auf 6,4 Millionen Euro, die vom Stadtdekanat, der Diözese und der Stadt Stuttgart getragen werden. Die Kirchengemeinde St. Peter muss insgesamt 1,42 Millionen Euro aufbringen. FĂŒr die Kirchenfenster und die Ausstattung des kirchlichen Innenraumes sammelt die Gemeinde Spenden. Neben der neuen Kirche mit integriertem Gemeindezentrum und Kita baut die Stiftung Liebenau ein Wohnheim und WerkstĂ€tten fĂŒr Behinderte.

(Nicole Höfle, katholisches Stadtdekanat 22. November 2017)


 
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