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Werner Laub und Matthias Haas

Kirche investiert in Kindertagesstätten

Stellvertretende Stadtdekane übernehmen neue Aufgaben

Die katholische Kirche investiert in den nächsten Jahren weiter in den Um- und Neubau ihrer Kindertagesstätten. Auch in St. Elisabeth, der größten Gemeinde in Stuttgart, wird derzeit das gleichnamige Kinderhaus umgebaut und erweitert. Die Gemeinde plant zudem in der Schwabstraße den Neubau eines Gemeinde- und Wohnhauses. Die Baumaßnahmen wurden in der jüngsten Sitzung des Stadtdekanatsrates am Dienstagabend im Haus der katholischen Kirche vorgestellt.

Vor der Sitzung aber wurde erst einmal auf die neuen stellvertretenden Stadtdekane Matthias Haas und Werner Laub angestoßen. Die beiden waren bereits Anfang Februar vom Stadtdekanatsrat zu Stellvertretern gewählt worden, gestern nun wurden ihre Geschäftsbereiche vorgestellt. Matthias Haas, seit 2002 Pfarrer der katholischen Hochschulgemeinde in Stuttgart, wird sich um Jugend-, Schul- und Hochschulpastoral, Ökumene und interreligiösen Dialog kümmern. Werner Laub, seit September 2012 leitender Pfarrer in der Seelsorgeeinheit Stuttgart-West, ist zuständig für die konzeptionelle Entwicklung der katholischen Kindertagesstätten, das Hospiz St. Martin und die Sozialstation. Weiterhin stellvertretender Stadtdekan bleibt Heiko Merkelbach, leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit 10. Er betreut die Kategorialseelsorge, die Ordensgemeinschaften und hält den Kontakt etwa zum Marienhospital und zur Partnerdiözese Brünn.

In der anschließenden Sitzung skizzierte der Stadtdekan Christian Hermes den aktuellen Stand im Prozess Aufbrechen. Der Stadtdekan, der noch bis Mai allen Seelsorgeeinheiten einen Besuch abstattet und sich mit den Haupt- und Ehrenamtlichen der Gemeinden an einen Tisch setzt, zog eine positive vorläufige Bilanz seiner Pastoralvisitationen: „Ich sehe eine große Bereitschaft über pastorale Themen zu sprechen und eine hohe Verantwortung, am Wandlungsprozess mitzuwirken.“ Viele Gemeinden haben die neue Ortskirchensatzung bereits verabschiedet. Ziel ist es, bis Januar 2017 die Seelsorgeeinheiten rechtlich zu Gesamtkirchengemeinden zu verbinden. Die Finanzen der Kirchengemeinden werden dann in zwölf statt bisher 42 Einzelhaushaltsplänen gemanagt. „Die Bildung der Gesamtkirchengemeinden ist weit vorangeschritten“, so der Stadtdekan.

Wichtiges Thema in der katholischen Kirche in Stuttgart ist die Modernisierung der Kindertagesstätten. Das kirchliche Verwaltungszentrum hat bei der Stadt Stuttgart Investitionsmaßnahmen für Kitas und Waldheime für 45 Maßnahmen in einer Höhe von 16,7 Millionen Euro beantragt. Im städtischen Doppelhaushalt 2016/2017 wurden 40 Baumaßnahmen mit einem Volumen von 11,8 Millionen Euro genehmigt. 75 Prozent der Investitionskosten trägt die Stadt Stuttgart, das katholische Stadtdekanat steuert 2,5 Millionen Euro bei und die betreffenden Gemeinden bringen insgesamt rund eine halbe Million Euro auf. Zu den größeren Vorhaben zählt der Umbau der Wilden Wanne in St. Josef für 900 000 Euro. Dort werden Hort- in Kitaplätze umgewandelt, außerdem steht eine Fassadensanierung an. Das Kinderhaus Herz Jesu im Stuttgarter Osten wird für knapp zwei Millionen Euro umgebaut und erweitert. Es fehlt an einer Küche, einem Essbereich und einem Mehrzweckraum für die Kinder. Auch im Kinderhaus Regenbogen in der Vogelsangstraße im Westen steht ein größerer Umbau an, der auf 3,5 Millionen Euro veranschlagt wird. Neu gebaut wird für 2,5 Millionen Euro die Kita St. Franziskus der Gemeinde St. Barbara in Hofen. Entstehen soll in der Hartwaldstraße eine dreigruppige Kita. Nach deren Fertigstellung soll die Einrichtung in der Walchenseestraße aufgelöst werden, in dem Neubau werden dann die Kinder aus bisher zwei Einrichtungen betreut.

Das Kinderhaus St. Elisabeth im Westen wird bereits für 4,6 Millionen Euro umgebaut und erweitert, die Rohbauarbeiten sind im Gange, die Arbeiten sollen in gut einem Jahr abgeschlossen sein. Die Kita ist übergangsweise im Gemeindezentrum in der Schwabstraße untergebracht. Aber auch für dieses gibt es weitergehende Pläne: Das Gemeindezentrum soll abgerissen und auf dem Grundstück ein neues Gemeinde- und Wohnhaus gebaut werden.

Der Stadtdekanatsrat hat am Dienstag sein grundlegendes Einverständnis zu dem mit 10,3 Millionen Euro Investitionskosten veranschlagten Projekt signalisiert hat. Das Erdgeschoss und das erste Stockwerk des Neubaus sollen für die Gemeinde reserviert werden, in den drei Geschossen darüber sind Mietwohnungen vorgesehen. Ob es nicht möglich sei, Sozialwohnungen zu bauen, wollte Angela Riße, die Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen in Stuttgart, wissen. „Würden wir dort sozialen Wohnraum schaffen, könnten wir dieses Projekt in diesem Rahmen, mit diesem Gemeindezentrum nicht realisieren“, machte der Stadtdekan Christian Hermes deutlich. Werner Laub als leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit wies darauf hin, dass die Kirche gerade im Stuttgarter Westen viel günstigen Wohnraum für sozial schwache Menschen zur Verfügung stelle.

(Nicole Höfle, katholisches Stadtdekanat, 27. April 2016)


 
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