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Das Aschenkreuz als Zeichen von Umkehr und Buße

Mit dem Aschenkreuz fängt alles an

Am Aschermittwoch ist alles vorbei – aber nur für die Hästräger und Karnevalsfreunde. Für Christen beginnt mit dem Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit und damit die Vorbereitung auf Ostern.

 

Wer die Fastenzeit bewusster und gemeinsam mit anderen erleben möchte, für den gibt es zahlreiche Angebote: zum Beispiel die „SpiriTime“ und die Lectio Divina im Haus der Katholischen Kirche, ein Fastenimpuls in der Gesamtkirchengemeinde Johannes XXIII., eine Fastenwoche in Botnang und die Woche der Kirchenmusik in Cannstatt. „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst“ – das sind die Worte, die gesprochen werden, wenn den Gläubigen am Aschermittwoch im Gottesdienst das Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet wird. Die Fastenzeit soll einstimmen auf Ostern als dem zentralen christlichen Fest, an dem die Auferstehung Jesu von den Toten gefeiert wird und damit der Aufbruch zu Neuanfang und neuem Leben.

 

SpiriTime im Haus der Katholischen Kirche

„Es geht darum, bewusster zu leben und zu hinterfragen, was ist wirklich wichtig in meinem Leben“, sagt Beatrice Dörner, Pastoralreferentin der Gesamtkirchengemeinde Mitte. Die Theologin bietet zusammen mit der Domkantorin Lydia Schimmer an den Freitagen in der Fastenzeit (3., 10., 17., 24. und 31. März sowie 7. April), jeweils um 12.10 Uhr unter dem Titel „SpiriTime - im Gespräch mit Gott“ einen spirituellen Impuls in der Domkirche St. Eberhard. Was die Besucher in den 15 Minuten erwartet, sind Musik, Gesang und kurze Gedanken zu Themen, die im Alltag der Menschen eine Rolle spielen, wie „Weniger ist mehr“, „Geduld, eine Herausforderung“ oder „Täglich neu anfangen“.

 

Lectio Divina: Bibellektüre in der Fastenzeit

Ebenfalls im Haus der Katholischen Kirche lädt die Vinzentinerin Nicola Maria Schmitt an fünf Donnerstagabenden zur Lectio Divina, zu einer meditativen Lesung der Bibel. „Diese sehr alte Leseform sucht die Begegnung mit Gott in der Schrift und im aufmerksamen Leben“, sagt die Ordensschwester. Wichtig an den Abenden sind die stillen Phasen nach dem Lesen. „Wir wollen die Texte nicht zerreden, sondern in die Tiefe gehen“, sagt die Ordensfrau. Gelesen wird in der Apostelgeschichte, die den Blick auf die Anfänge der Kirche, auf die jungen christlichen Gemeinden richtet. Gemeinsam gelesen wird am 2., 9., 16., 23., 30. und am 6. April, jeweils von 18.30 Uhr bis 20 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Fastenprojekt Ruhepunkt Gott in Degerloch, Sillenbuch, Heumaden und Hohenheim

Haben Sie fünf Minuten Zeit? Das ist die Frage, mit der sich die Initiatoren des Fastenprojektes Ruhepunkt Gott an Interessierte wenden. In den Kirchen St. Michael in Sillenbuch, St. Thomas Morus in Heumaden, Mariä Himmelfahrt in Degerloch und St. Antonius von Padua in Hohenheim erhalten die Gottesdienstbesucher an den Fastensonntagen kleine Kärtchen in Visitenkartengröße mit auf den Weg, auf denen ein bis drei Worte zu lesen sind, die aus den alttestamentlichen Lesungen der fünf Fastensonntage und des Palmsonntags stammen. „Im ersten Jahr habe ich die Kärtchen am Abend angeschaut und versucht, den Worten einige Minuten nachzuspüren. Inzwischen schaue ich sie mir morgens vor dem Weg zur Arbeit kurz an und versuche, tagsüber Bezüge zum Alltag herzustellen. Abends versuche ich, noch einmal in Ruhe zu reflektieren“, erzählt Daniela Naumann, eine der Initiatorinnen des Fastenprojekts, das es seit fünf Jahren gibt. Wer zusammen mit anderen über die biblischen Worte nachdenken will, für den gibt es an den Montagabenden im Gemeindehaus St. Michael in Sillenbuch (Kleinhohenheimer Straße 15) von 19 bis 19.45 Uhr Gelegenheit zum Austausch. Daniela Naumann hat sich für die Fastenzeit neben den täglichen Impulsen noch etwas anderes vorgenommen: „Ich möchte meinen Handykonsum reduzieren und mich von der permanenten Verfügbarkeit lösen, auch wenn es mir schwer fällt“, sagt die engagierte Katholikin und stellvertretende zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderates von St. Michael.

   

Botnanger Fastenwoche

Seit 30 Jahren leitet Elisabeth Müller Fastengruppen in Stuttgart. Gefastet wird unter der Anleitung der 73-Jährigen nach der Methode Buchinger. Man nimmt zehn Tage lang nur Flüssiges zu sich. „Leib und Seele stellen sich darauf ein, die Nahrung für eine bestimmte Zeit nicht von außen, sondern von innen aus dem eigenen Vorrat zu beziehen“, erklärt Elisabeth Müller. Gespräche in der Gruppe und Entspannungsübungen begleiten das gemeinsame Fasten. Die Botnanger Fastenwoche, die die katholische Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-West/Botnang anbietet, dauert von Mittwoch, 15. März bis Samstag, 25. März. Die Teilnehmer treffen sich  an sieben Abenden jeweils um 18 Uhr im Eugen-Bolz-Haus in der Belaustraße 5 in Botnang. Noch sind Anmeldungen bei der Fastenleiterin Elisabeth Müller unter Telefon 0711/ 69 56 58 möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt 40 Euro. Vielen Menschen gehe es um die Gesundheit, wichtig für Elisabeth Müller ist aber auch die spirituelle Seite des Fastens: „Es ist die Chance, das Leben zu entschleunigen und achtsamer zu werden.“


Kirchenmusik in der Fastenzeit

Schlicht, klar und reduziert auf das Wesentliche, so soll die Fastenzeit in der Liebfrauenkirche in Bad Cannstatt (Wildunger Straße 55) klingen. Bei der neunten „Woche der Kirchenmusik“ vom Samstag, 11. bis Sonntag, 19. März, führen verschiedenen Ensembles und Solisten deshalb ausschließlich A-cappella-Chorwerke auf. „Wir wollen damit musikalisch-spirituelle Impulse setzen“, sagt der Kirchenmusiker Ulrich Hafner. Zu hören sind der Knabenchor collegium iuvenum, die Domkapelle St. Eberhard und der Bachchor Stuttgart. Das gesamte Programm der Woche der Kirchenmusik in Liebfrauen findet sich auch auf der Internetseite www.kirchenmusik-in-stuttgart.de, zusammen mit den Angebote der beiden anderen Kirchenmusikalischen Zentren St. Eberhard und St. Fidelis.  

 

(Nicole Höfle, katholisches Stadtdekanat, 27. Februar 2017)


 
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