Kitaalltag unter Pandemiebedingungen

Kitas sind ab 29. Juni wieder offen für alle Kinder

Die Kindertagesstätten werden vom 29. Juni an weiter geöffnet. „Unser Ziel ist es, wieder alle Kinder aufzunehmen, die einen Platz in unseren Einrichtungen haben. Wir sind froh, dass wir die Familien stärker entlasten können. Die Erzieherinnen freuen sich darauf, die Kinder wiederzusehen. Aber klar ist auch, dass der Alltag unter Pandemiebedingungen weiterhin anders aussehen wird als vor Corona“, sagt Ulrike Jans, die im katholischen Verwaltungszentrum für die Kindertagesstätten verantwortlich ist. So werden teils Gruppen kleiner ausfallen und neu eingeteilt werden müssen. Ein offenes Konzept ist nur in ein- und zweigruppigen Kitas möglich. In größeren Einrichtungen können sich Kinder und Erzieherinnen aus zwei Gruppen  mischen. „Die Teams freuen sich auf die Kinder und werden ihnen ein herzliches Willkommen bereiten. Viele Kinder waren jetzt drei Monate lang nicht in der Kita und haben ihre Kitafreundinnen und -freunde nicht mehr gesehen“, so Ulrike Jans.

Infektionsschutz beeinflusst den Kitaalltag

Da das Ansteckungsrisiko möglichst gering gehalten werden soll, sind auch weiterhin viele Hygiene - und Infektionsschutzmaßnahmen zu beachten, die den Alltag der Kinder und der Erzieherinnen beeinflussen. Viele Veranstaltungen und besondere Aktivitäten werden nicht möglich sein. Dazu zählen gemeinsame Sommerfeste mit den Eltern genauso wie die Abschlussfeiern der Vorschulkinder mit den Eltern oder die gemeinsamen Gottesdienste. Auch Abhol- und Bringzeiten müssen je nach der Situation in der Kita gegebenenfalls geändert oder gestaffelt werden. Auch abweichende Öffnungszeiten sind möglich. Aufgrund des Infektionsrisikos kann ein Teil der Erzieherinnen nicht mit den Kindern arbeiten, so dass es zu personellen Engpässen kommen kann. „Wir setzen alles daran, den Eltern die gewohnten Betreuungszeiten anzubieten. Dennoch kann es zu Einschränkungen kommen. Die Einrichtungsleitungen informieren die Eltern vor Ort über die Situation“, sagt Ulrike Jans. Die jüngste Corona-Verordnung erlaubt einen geringeren Personalschlüssel und sieht auch den Einsatz von Nichtfachkräften wie FSJ-ler oder Sprachförderkräfte bis zu einer gewissen Quote vor. „Diesen Spielraum werden wir natürlich nutzen, dabei aber immer schauen, dass die Kinder gut betreut sind“, so Ulrike Jans.

„Familien haben Unglaubliches geleistet“

„Die Familien haben in den vergangenen Wochen große Herausforderungen bewältigt und dabei Unglaubliches geleistet. Wir sind froh, dass wir wieder unserer Aufgabe nachkommen können und die Kitas wieder komplett öffnen dürfen“, sagt Ulrike Jans. In den nächsten Tagen werden die Elternbeiträge für den Monat Juli eingezogen. Familien, die coronabedingt ihre Kinder im Juli nicht betreuen lassen, bekommen die Beiträge im Nachgang wieder erstattet. Für die Notfallbetreuung und die Betreuung im reduzierten Regelbetrieb wird für die Monate Mai und Juni eine deutlich reduzierte Betreuungsgebühr erhoben. Falls in den Kitas während dieser Zeit wieder gemeinsames Essen angeboten worden ist, fallen zusätzlich Beiträge für das Essensgeld an. Die Eltern- und Essensgeldbeträge für die Notfallbetreuung und den reduzierten Regelbetrieb für Mai und Juni werden in einem Gesamtbetrag im August erhoben.

Kennen Sie unseren Newsletter?

Wir informieren Sie gerne über unsere aktuellen Themen. Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an.

ANMELDEN