Reduzierter Regelbetrieb in den Kitas

Eltern müssen Antrag stellen

Die Landesregierung hat beschlossen, die Kindertagesstätten wieder für einen reduzierten Regelbetrieb zu öffnen. Möglich ist eine Öffnung auf höchstens 50 Prozent der eigentlichen Gruppengröße. Ob diese Zahl in einer Einrichtung voll ausgeschöpft werden kann, hängt jeweils von der personellen und der räumlichen Situation vor Ort ab. So muss in jeder Kindertagesstätte beispielsweise geprüft werden, ob beim gemeinsamen Essen die erforderlichen Sicherheitsabstände eingehalten werden können. Der Infektionsschutz muss in Corona-Zeiten im Kita-Alltag immer mitgedacht werden. Der reduzierte Regelberieb ist am 25. Mai gestartet.

Infektionsschutz muss gewährleistet sein

Die Kinder, die bereits in der Notbetreuung sind, können ohne weiteren Antrag bleiben. Zusätzlich aufgenommen werden nach der neuen Corona-Verordnung jetzt auch Kinder, bei denen ein besonderer Förderbedarf vorliegt, den zum einen die Jugendhilfe, zum anderen jetzt auch die Einrichtungsleitung feststellen kann. Auf Grundlage der neuen Verordnung haben die Stadt Stuttgart, die evangelische und die katholische Kirche vereinbart, dass bei noch vorhandenen freien Plätzen bestimmte Kriterien als Entscheidungsgrundlage dienen. Demnach können Kinder zum Zuge kommen, bei denen der oder die Alleinerziehende im Homeoffice arbeitet. Ein entsprechender Tätigkeitsnachweis muss vorgelegt werden. Ebenfalls Berücksichtigung finden können Familien, bei denen Mutter oder Vater in der kritischen Infrastruktur tätig ist und der jeweils andere mit Tätigkeitsnachweis im Homeoffice arbeitet. Berücksichtigt werden können bei freien Kapazitäten zudem Kinder, die in diesem Sommer eingeschult werden.

„Familien haben Unglaubliches geleistet“

„Die Familien haben in den vergangenen Wochen große Herausforderungen bewältigt und dabei Unglaubliches geleistet. Wir sind froh, dass wir wieder mehr Familien eine Betreuung anbieten dürfen“, sagt Ulrike Jans, die Leiterin der Abteilung Kindertagesstätten beim Katholischen Stadtdekanat. Sie macht aber auch deutlich, dass es sich noch immer nicht um einen Normalbetrieb handelt - mit der Folge, dass nicht alle Familien zum Zug kommen werden:  „Die Entscheidung, ob ihr Kind einen Platz in unserer Einrichtung erhält, hängt in erster Linie von den Vorgaben der Corona-Verordnung sowie den Regelungen zur Einhaltung des Infektionsschutzes ab“, so Ulrike Jans. 

Formulare nehmen die Kitaleitungen entgegen

Zugang zur Notbetreuung haben bereits die Familien, in denen beide Elternteile in systemrelevanten Berufen arbeiten, beispielsweise im Gesundheitswesen, beim öffentlichen Nahverkehr oder der Polizei. Ebenfalls über die Notbetreuung abgedeckt sind auch Familien, bei denen das Jugendamt feststellt, dass ein Kitabesuch für das Kindeswohl erforderlich ist. Mit der Erweiterung der Notbetreuung im April sind bereits diejenigen Familien in der Notbetreuung dazugekommen, bei denen beide Eltern eine Präsenzpflicht an ihrem Arbeitsplatz nachweisen können - unabhängig von der Berufsgruppe. Als alleinerziehend gelten auch Mütter und Väter, bei denen das andere Elternteil aus schwerwiegenden Gründen an der Betreuung gehindert ist, zum Beispiel wegen eines Klinikaufenthalts oder der Betreuung eines Pflegefalls in der Familie.

Nachweis des Arbeitgebers darf nicht fehlen

Wichtig ist: Der Platz im reduzierten Regelbetrieb muss beantragt werden und wird nur auf Widerruf erteilt. Wer einen Platz in der reduzierten Regelbetreuung braucht, muss folgendes Formular ausfüllen und der jeweiligen Kindertagesstätte zukommen lassen. Wichtig ist, dass Sie das ausgefüllte Formular zusammen mit den entsprechenden Nachweisen (Arbeitsverträge, Unabkömmlichkeitsbescheinigung des Arbeitgebers, Eigenbescheinigung) per Mail oder persönlich in der jeweiligen Kindertagesstätte abgeben. Betreut werden nur Kinder, die bereits eine der 65 katholischen Kindertagesstätten besuchen. Je nach der familiären Situation sind unterschiedliche Nachweise zu erbringen. Welcher Nachweis im Einzelfall erforderlich ist, klären Sie am besten mit der Einrichtungsleitung vor Ort. Die unterschiedlichen Formulare finden Sie unten auf dieser Seite.

Elternbeiträge für Mai werden nicht eingezogen

Da trotz Notbetreuung die meisten Kitakinder im Moment zuhause betreut werden, wird die katholische Kirche in Stuttgart auch im Mai die Elternbeiträge nicht einziehen. Allerdings ist der Verzicht auf die Elternbeiträge daran gekoppelt, dass die Stadt Stuttgart wie bereits im April den freien Trägern eine Ausgleichszahlung für die ausgebliebenen Beiträge leistet. Ein entsprechender Beschluss des Gemeinderats der Stadt Stuttgart steht noch aus.

Formulare

Fallgruppe 1b 1: Kritische Infrastruktur

Fallgruppe 1 b 2: Präsenzpflichtige berufliche Tätigkeit

Fallgruppe III

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