© Konstantin Fischer

Weihe

Berufen zum Dienst für andere

Sein Leben einer bestimmten Aufgabe zu „weihen“ ist mehr, als nur einen Job zu machen. Jesus selbst war sehr entschieden in der Berufung seiner Jünger, weil er Menschen suchte und brauchte, die es ernst meinen und sich ganz in seinen Dienst stellen. In den ersten Jahrhunderten bildeten sich besondere Weiheämter in der Kirche heraus. Ziel dabei war nicht, die Menschen so zu besseren Christen zu machen, sondern sie mit ihrem ganzen Leben zu verpflichten, sich in die Nachfolge und den Dienst Jesu, seiner Botschaft und seiner kirchlichen Gemeinschaft zu stellen.

Besondere Weiheämter

Während durch die Taufe alle Christen im gemeinsamen Priestertum von Gott berufen sind, sollen die Geweihten ihn in der Gemeinschaft wirksam werden lassen und dieser dienen. Als besondere Weiheämter haben sich das Amt des Diakons herausgebildet, dem insbesondere der Auftrag zur Nächstenliebe übertragen ist, das Amt des Priesters, dem ganz besonders die Feier der Eucharistie, die Verkündigung und das Gebet übertragen ist, und als höchste Weihestufe das Amt des Bischofs, der allein selbst Weihen spenden kann und besonders den Auftrag zur Leitung einer Ortskirche hat, also einer Diözese. Neben diesen amtlichen Berufungen gibt es noch viele andere Berufungen und auch Berufe in der Kirche: vom geweihten Leben der Ordensleute, über Katecheten oder Religionslehrer bis zu den pastoralen Berufen der Gemeindereferenten oder Pastoralreferenten, die in der Gemeindearbeit mit den Geistlichen zusammenarbeiten.

Intensive Ausbildung

Dass in der katholischen Kirche bis heute nur Männer geweiht werden können, mit Ausnahme der Diakone sogar nur unverheiratete Männer, ist auch für viele Mitglieder der katholischen Kirche nur noch schwer verständlich und eine große Herausforderung für die Kirche: Frauen und Männer, Unverheiratete und Verheiratete wollen und sollen wichtige und vollgültige Berufungen in der Kirche haben und auch Leitungsfunktionen übernehmen können. Der Zulassung zur Weihe geht eine intensive, bei Priestern auch wissenschaftliche und philosophisch-theologische Ausbildung voraus. Erfahrene und bewährte Priester können vom Papst zu Bischöfen ernannt werden. In Stuttgart finden regelmäßig die jährlichen Diakonen- und Priesterweihen der Diözese Rottenburg-Stuttgart statt, in der Regel in der Domkirche St. Eberhard.

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