Gesamtkirchengemeinde Stuttgart Johannes XXIII.

Ein Papst des Aufbruchs
als Namensgeber

Sie haben sich für einen reformfreudigen Papst als Namensgeber entschieden: Die vier Kirchengemeinden St. Antonius in Hohenheim, Mariä Himmelfahrt in Degerloch, St. Michael in Sillenbuch und St. Thomas Morus in Heumaden. Es ist Johannes XXIII., der für die Gesamtkirchengemeinde mit ihren knapp 14.000 Katholiken auf den Fildern steht: Der Papst, der das Zweite Vatikanische Konzil einberufen und der im übertragenen Sinne die Fenster der Kirche weit geöffnet hat.

Älteste Gemeinde auf den Fildern

Erbaut in den 1920er Jahren ist Mariä Himmelfahrt die älteste katholische Gemeinde auf den Fildern. In Mariä Himmelfahrt entsteht in den nächsten Jahren das Zentrum für Trauerpastoral, das in enger Anbindung an das Hospiz St. Martin liturgische und seelsorgerliche Angebote für Menschen in Trauer machen wird. Die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hospiz gelegene Kirche Mariä Himmelfahrt wird saniert. Ganz in der Nähe wird zudem in der Reutlinger Straße die Kindertagesstätte neu gebaut. Zum Gemeindeleben zählen beispielsweise ein Chor, eine Schola und eine aktive Jugendleiterrunde. Eine Besonderheit ist die langjährige Zusammenarbeit mit der Diözese Masaka in Uganda.

Die Nähe zur Universität ist prägend

Die Gemeinde St. Antonius in Hohenheim ist durch die Nähe zur Universität geprägt. Die Fluktuation in der Gemeinde ist vergleichsweise hoch, da viele Studenten nach Abschluss ihres Studiums wieder wegziehen. Die Nähe zur Uni sorgt aber auch für eine große Internationalität in der Gemeinde. Angesiedelt in St. Antonius ist die Ökumenische Hochschulgemeinde. Ein wesentlicher Bestandteil des Gemeindelebens ist der Eine-Welt-Ausschuss, der sich etwa um den Verkauf von Produkten aus fairem Handel kümmert. Dass sich kirchliches Leben verändert, ist auch in St. Antonius sichtbar: Die Vinzenz-Pallotti-Kirche in Birkach ist abgerissen worden, auf dem Grundstück entsteht ein Quartier mit Wohnungen für Studierende, Flüchtlinge und Familien.

Die höchste Zahl an Kommunionkindern

Die Gemeinde St. Michael in Sillenbuch konnte sich in den vergangenen Jahren regelmäßig über die höchste Zahl an Kommunionkindern freuen. In Sillenbuch leben viele Familien, die Kindergottesdienste sind gut besucht, bei den Ministranten und den Sternsingern fehlt es nicht an Nachwuchs. Auch die ältere Generation ist in der Gemeinde gut aufgehoben. Zum samstäglichen Gottesdienst im Augustinum kommen viele Menschen aus dem Stadtbezirk. Auch eine Bücherei gehört zur Gemeinde. Wichtig für das Selbstverständnis der Gemeinde ist die Kirchenmusik, zu der neben dem klassischen Kirchenchor auch ein Gospel- und ein ökumenischer Kinderchor zählen. Die Gemeindemitglieder sind auch da, wenn es beispielsweise darum geht, mit Spenden die Reinigung der Orgel in St. Michael zu finanzieren.

Eine kleine, aber feine Gemeinde

St. Thomas Morus in Heumaden hat im Jahr 2017 das 50-jährige Weihejubiläum ihrer Kirche gefeiert. Geografisch am Rand von Stuttgart gelegen, ist Thomas Morus die kleinste der vier Fildergemeinden. Als klein, aber fein sehen die Heumadener ihr Gemeindeleben an, zu dem aktive Senioren- und Frauenkreise, eine Ministrantengruppe und ein Jugendausschuss gehören, der in dem sozial stark gemischten Stadtteil regelmäßig zu Freizeitangeboten einlädt. Zur Gemeinde gehört neben der Kindertagesstätte mit der Wilden 13 ein offener Jugendtreff, der auch für viele Migranten eine wichtige Anlaufstelle ist. Zur Internationalität in Heumaden trägt die Französischsprachige Katholische Gemeinde "Paroisse Catholique francophone Sainte Thérèse" bei, zu der französischsprachige Katholiken aus Stuttgart und der Region gehören. Die Beziehungen zwischen der Ortsgemeinde und den französischsprachigen Katholiken ist eng, es gibt gemeinsame Feiern und regelmäßige Treffen.

Ich schätze die vielen Möglichkeiten, die ich habe, Gottesdienst zu feiern.

(Stefan Karbach, Leitender Pfarrer)
Interview mit Pfarrer Stefan Karbach, GKG Stuttgart Johannes XXIII.

„Vertrauen bildet sich nur über gemeinsame Erfahrungen“

Was ist das Besondere an Ihrer Gesamtkirchengemeinde?

Wir haben in allen vier Gemeinden ein hohes Potential an engagierten Menschen. Zugleich ist der Weg, den wir als Gesamtkirchengemeinde miteinander gehen, noch kurz. Das Leben in den vier Gemeinden ist vielfältig, es gibt unterschiedliche Schwerpunkte. Wir überlegen intensiv, was wir in Zukunft gemeinsam machen können und was in den einzelnen Gemeinden verbleiben soll. Viele Menschen haben die Sorge, dass die Identität der Gemeinden verloren gehen könnte. Darauf wollen wir Rücksicht nehmen.

Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit?

Das Leben als Pfarrer ist vielseitig und nie langweilig. Ich schätze die vielen Möglichkeiten, die ich habe, Gottesdienst zu feiern. Ich freue mich über die Zusammenarbeit in einem engagierten Team von Hauptamtlichen ganz unterschiedlichen Alters und ganz unterschiedlicher Herkunft. Auch die Zusammenarbeit mit den Zweiten Vorsitzenden und den Kirchengemeinderäten empfinde ich als sehr beflügelnd.

Wie funktioniert das Zusammenleben unter dem Dach Gesamtkirchengemeinde?

Es ist ein langsames aufeinander Zugehen, aber man kann schon jetzt sagen, das Vertrauen wächst. Vertrauen bildet sich nur über gemeinsame Erfahrungen und lässt sich nicht per Dekret verordnen. Wir sind zum Beispiel dabei zu schauen, wie wir die Katechese zusammen gestalten können. Zu meiner Investiturfeier und zum 50-jährigen Kirchweihjubiläum von St. Thomas Morus hat sich ein gemeinsamer Projektchor zusammengefunden, der auch bei anderen Anlässen wieder zusammenkommen kann. Auch unser Gemeindeblatt umfasst schon alle vier Gemeinden und geht an alle katholischen Haushalte in der Gesamtkirchengemeinde. Wir sind auf einem guten Weg.

Welche Bedeutung hat Kirche in Ihren Stadtbezirken?

Wir bringen uns als Kirche in allen vier Stadtbezirken ein, beispielsweise in der Mobilen Jugendarbeit und beim Freundeskreis Asyl. Wir sind gut vernetzt und werden auch geschätzt und wahrgenommen.

Ihre Gesamtkirchengemeinde hat sich bei der Namensgebung nicht an der Geografie, sondern an einer starken Persönlichkeit orientiert. Was ist der Grund für diese Entscheidung?

Die vier Gemeinden haben entschieden, dass sie keine geografische Angabe machen wollen, sondern ein Vorbild in den Namen nehmen wollen. In allen Gemeinden wurden die Mitglieder nach Vorschlägen gefragt, es gab Predigtreihen zu den Persönlichkeiten, die in Frage kamen. Die Entscheidung fiel auf den Reformpapst Johannes XXIII., einem Papst des Aufbruchs, der spirituell und konzeptionell neue Wege beschritten hat und sich für eine offene und zeitgemäße Kirche stark gemacht hat.

Stuttgart Johannes XXIII.

Leitender Pfarrer Stefan Karbach
Zentrales Pfarrbüro Mariä Himmelfahrt
Karl-Pfaff-Straße 44
70597 Stuttgart

Tel.: 0711 76 96 21-2
Fax: 0711 76 96 21-35
E-Mail: degerloch(at)stuttgart-johannes23.de

Übersicht der Gottesdienste

10. Dez
Montag, 10. Dezember 2018 um 07:30 Uhr Eucharistiefeier

Eucharistiefeier

St. Michael
Kleinhohenheimer Straße 11
70619 Stuttgart - Sillenbuch
11. Dez
Dienstag, 11. Dezember 2018 um 07:30 Uhr Eucharistiefeier

Eucharistiefeier

St. Michael
Kleinhohenheimer Straße 11
70619 Stuttgart - Sillenbuch
12. Dez
Mittwoch, 12. Dezember 2018 um 09:30 Uhr Eucharistiefeier

Werktagsmesse

St. Thomas Morus
Korianderstraße 34
70619 Stuttgart - Heumaden
12. Dez
Mittwoch, 12. Dezember 2018 um 18:30 Uhr Eucharistiefeier

Eucharistiefeier

St. Michael
Kleinhohenheimer Straße 11
70619 Stuttgart - Sillenbuch
13. Dez
Donnerstag, 13. Dezember 2018 um 07:30 Uhr Eucharistiefeier

Eucharistiefeier

St. Michael
Kleinhohenheimer Straße 11
70619 Stuttgart - Sillenbuch
13. Dez
Donnerstag, 13. Dezember 2018 um 19:00 Uhr Eucharistiefeier

Werktagsmesse der franz. Gemeinde

Französische Gemeinde in St. Thomas Morus
Korianderstraße 34
70619 Stuttgart - Heumaden

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