Prävention

Unser Institutionelles Schutzkonzept

Das Thema Prävention und Schutzauftrag ist in unserer Institution ein fest verankertes Thema. Unser Präventionskonzept beinhaltet eine stetige Weiterarbeit am Thema durch die Mitarbeiter/-innen im Stadtdekanat, in allen Kirchengemeinden und katholischen Einrichtungen.

Den Schutzauftrag, den unsere Kirche gegenüber Minderjährigen aber auch erwachsenen Schutzbefohlenen hat, setzen wir in verschiedenen Maßnahmen um. Die genauen Details können Sie unserem Institutionellen Schutzkonzept entnehmen.

Wir schulen unsere Mitarbeiter regelmäßig

Entsprechend den staatlichen Regelungen wie dem Bundeskinderschutzgesetz sowie der Präventionsordnung und dem Bischöflichen Gesetz der Diözese Rottenburg-Stuttgart schulen wir verpflichtend unsere Mitarbeiter/-innen zum Schutzauftrag. Die Schulungen werden durchgeführt für alle Mitarbeitenden im Stadtdekanat und den zu uns zugehörigen katholischen Einrichtungen, für alle pastoralen Mitarbeiter/-innen, für pädagogische, pflegerische und alle weiteren nichtpastoralen Berufsgruppen. Ebenso werden geschult ehrenamtlich Mitarbeitende der Kirchengemeinden, die mit Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen zusammenarbeiten.

Auf gemeinsame Standards verpflichtet

Alle diese Personen unterzeichnen außerdem einen Verhaltenskodex sowie eine Selbstauskunft. In ihnen verpflichten wir uns auf einen gemeinsamen Standard, wie wir als Kirche mit Menschen umgehen, wie wir sie im Notfall schützen und was uns in unserem Handeln Grundlage ist.
Ebenso legen alle neben- wie hauptamtlichen Mitarbeiter/-innen, die direkt in der Kinder-und Jugendarbeit oder in der Arbeit mit erwachsenen Schutzbefohlenen tätig sind, erweiterte polizeiliche Führungszeugnisse vor. Arbeiten ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eng mit Schutzbefohlenen zusammen, legen auch sie ein erweitertes Führungszeugnis vor.

Beratungs-und Beschwerdewege

Im Verdachtsfall existiert im Stadtdekanat Stuttgart ein offizieller Beratungs- und Beschwerdeweg:

Betroffene oder ihre Angehörigen können direkt Kontakt aufnehmen mit den Ansprechpersonen im Stadtdekanat, der unabhängigen Fachkraft beim Kinderschutzbund Stuttgart oder den von der Diözese Rottenburg-Stuttgart beauftragten Ansprechpersonen der Kommission für sexuellen Missbrauch.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter suchen das vertrauliche Gespräch mit der Leitung oder im Kollegenkreis zur Überprüfung der eigenen Wahrnehmung und des Gefährdungsrisikos. Im konkreten Verdachtsfall erfolgt eine umgehende Kontaktaufnahme mit dem oder der rechtlich Verantwortlichen, in der Regel der Einrichtungsleitung.

Diese/-r übernimmt die Verantwortung und Federführung für das weitere Vorgehen und stellt den Kontakt zur „Insoweit erfahrenen Fachkraft“ – für das Stadtdekanat hat der Kinderschutzbund diese Aufgabe übernommen –  beziehungsweise den von der Diözese beauftragten Ansprechpersonen der Kommission sexueller Missbrauch (KSM) her. Alternativ können auch alle Mitarbeiter/-innen die unabhängigie Fachperson beim Kinderschutzbund oder die diözesanen Ansprechpersonen in der Kommission sexueller Missbrauch (KSM) kontaktieren.

Weitere Schritte wie zum Beispiel die Kontaktaufnahme mit Eltern bzw. Personensorgeberechtigten, dem Jugendamt oder der Polizei erfolgen in Absprache mit der diözesanen Ansprechperson.

Qualitätssicherung in der Präventionsarbeit

Wir sorgen dafür, dass Prävention bei uns stetiges Thema ist und dass die Maßnahmen zur Prävention von allen Einrichtungen umgesetzt, regelmäßig überdacht und gegebenenfalls angepasst werden.

Wir überprüfen unsere Arbeit im Gespräch mit Schutzbefohlenen – wo sie sich bei uns wohl fühlen, wo nicht – und wie sie uns jederzeit rückmelden können, wenn sie Verbesserungsvorschläge für uns haben.

Unser Schutzkonzept bedeutet, an guten Strukturen stetig zu arbeiten, konstruktiv mit Kritik umzugehen und das Verbesserungspotential zu nutzen. Wir arbeiten mit ganzer Kraft daran, Schutzbefohlene wirklich zu schützen und zu stärken.

Prävention im Stadtdekanat Stuttgart

Als Kirche wollen wir ein guter und sicherer Ort für alle Menschen sein. In unserer Arbeit mit Schutzbefohlenen ist es unser Ziel Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzbefohlenen zu stärken. Sie sollen sich als freie, respektierte, selbstmächtige, verantwortliche und ihrer Würde und Rechte bewusste Menschen erleben und entfalten können.

Die Arbeit im Bereich der Prävention fördert daher einen achtsamen und respektvollen Umgang aller miteinander. Unser Menschenbild schließt diesen wohlwollenden und Grenzen achtenden Umgang miteinander ganz grundlegend ein.

Trotzdem war in der Vergangenheit nicht immer gewährleistet, dass Menschen in der Kirche Respekt, Sicherheit und Schutz erleben konnten. Übergriffe und sexueller Missbrauch verletzten die Integrität und Würde einzelner Menschen und schädigten deren gesunde leibliche und seelische Entwicklung erheblich. Heute arbeiten wir deshalb bewusst und intensiv am Thema „Prävention“.

Schulungstermine

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