Weißer Sonntag

900 Kinder feiern ihre Erstkommunion

Am Weißen Sonntag und den darauffolgenden Sonntagen feiern in den katholischen Kirchen in Stuttgart etwa 900 Mädchen und Jungen ihre Erstkommunion. Traditionell empfangen die Kinder an diesem Tag ihre erste Heilige Kommunion. Damit werden sie symbolisch in die Mahlgemeinschaft mit Gott und der Gemeinde aufgenommen.

In der Regel gehen die Jungen und Mädchen in der dritten Klasse mit neun Jahren zur Erstkommunion. In den Wochen vorher bereiten sie sich in kleinen Gruppen auf den Tag vor. Bei den Vorbereitungstreffen beschäftigen sich die Kinder mit zentralen Fragen des Glaubens und der Gottesdienstgestaltung: Wer ist dieser Gott? Warum bin ich getauft? Wie hat Jesus gelebt? Wie ist eine Messe aufgebaut?

Kinder beschäftigen sich mit Fragen des Glaubens

Der Weiße Sonnag leitet sich von den weißen Gewändern ab, die die Neugetauften in der Frühzeit des Christentums trugen. Seine heutige Bedeutung als Tag der Erstkommunion bekam der Weiße Sonntag erst nach dem Trienter Konzil im 16. Jahrhundert. Und erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde er verbindlich als Tag der feierlichen Erstkommunion festgesetzt. In diesem Jahr fällt der Weiße Sonntag auf den 28. April.

Feiern finden nicht nur am Weißen Sonntag statt

In Stuttgart finden nicht nur am Weißen Sonntag, sondern auch davor und an den darauffolgenden Sonntagen Erstkommunionfeiern in den Kirchen statt. Den Anfang macht die Gemeinde Herz Jesu im Osten, wo bereits am Ostermontag, 22. April, um 10 Uhr, insgesamt 24 Kinder die Erstkommunion empfangen werden. Die Gemeinde Thomas Morus in Heumaden macht in diesem Jahr am Samstag, 1. Juni, um 17 Uhr den Abschluss. Dort werden 20 Kinder in die Mahlgemeinschaft aufgenommen. Über die größte Gruppe an Erstkommunionkindern kann sich St. Elisabeth im Stuttgarter Westen freuen. Dort werden im Gottesdienst am Weißen Sonntag, 28. April, um 10 Uhr insgesamt 42 Mädchen und 23 Jungen ihre erste Heilige Kommunion empfangen. „Die Kinder und ihre Familien erfahren, dass die Kirche eine große Gemeinschaft ist. Am Tisch des Mahles zu sein, hat eine Bedeutung für das Leben und ist für die Kinder etwas ganz Besonderes“, sagt der stellvertretende Stadtdekan Werner Laub, der zugleich Pfarrer von St. Elisabeth und Leiter der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-West/Botnang ist.

Kinder tragen meist ein einheitliches Gewand

Die Erstkommunikanten tragen wie die Täuflinge bis heute an ihrem Festtag weiße Gewänder. Diese symbolisieren die Brautschaft mit Christus. Da die Kleidung gegenüber dem eigentlichen Anlass immer stärker in den Vordergrund gerückt ist, sind viele Gemeinden dazu übergegangen, in Anlehnung an die frühchristlichen Täuflinge, die Kinder in ein einheitliches weißes Gewand, die so genannte Albe, zu kleiden.

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