Feiertag

An Allerheiligen besuchen viele Menschen die Gräber ihrer Angehörigen

Wenn in der Stadt die turbulenten Halloween-Feiern verklungen sind, beginnt ein stilles christliches Fest. Am 1. und 2. November gedenken die Menschen der Verstorbenen und der Heiligen. Wer an diesen Tagen auf den Friedhof geht, trifft auf viele Grablichter. Sie sind ein schönes Symbol für das Ewige Licht, das den verstorbenen Menschen leuchtet.

Es sind zwei Feste, die dicht beieinander liegen. Am nächsten Donnerstag, 1. November, feiern die Katholiken Allerheiligen, ein Fest, an dem aller Heiligen gedacht wird. Am Freitag, 2. November, folgt Allerseelen, an dem die Menschen ihrer Verstorbenen gedenken. In der Wahrnehmung vieler Menschen sind Allerheiligen und Allerseelen zu einem Doppelfest verschmolzen. Zu Allerheiligen werden die Gräber von Angehörigen und Freunden geschmückt und werden Kerzen angezündet. Die Blumen und grünen Zweige sind nicht nur Schmuck, sondern zugleich auch ein Symbol für die Hoffnung. Katholiken feiern Allerheiligen und Allerseelen aus der Überzeugung, dass durch Jesus eine Verbindung zwischen Lebenden und Toten besteht. Der Heiligen wird gedacht, weil sie ihr Leben in der Nachfolge Christi gelebt haben und für viele Menschen Vorbilder im Glauben sind. Beide Feste liegen im Totenmonat November.

Pfarrer segnet die Gräber

In fünf Bundesländern ist Allerheiligen ein gesetzlicher Feiertag. Deshalb ist es auch der Tag, an dem die Stuttgarter Kirchengemeinden zum Gräberbesuch auf die Friedhöfe einladen. Bei einer feierlichen Prozession durch die Friedhofsreihen segnet der Priester die Gräber. In der Liebfrauengemeinden in Bad Cannstatt zum Beispiel wird am 1. November morgens um 10 Uhr zu einer Eucharistiefeier in die Liebfrauenkirche (Wildunger Straße 57) eingeladen, am Nachmittag um 15.30 Uhr dann zu einer Allerseelenfeier auf den Uff-Kirchhof. In der Gemeinde Maximilian-Kolbe in Vaihingen beginnt die Eucharistiefeier in der Kirche (Holderbuschweg 29) um 9.30 Uhr; um 15 Uhr dann trifft sich die Gemeinde zum Totengedenken auf dem Buchrainfriedhof. In Herz-Jesu in der Schurwaldstraße im Stuttgarter Osten findet die Eucharistiefeier um 10.45 Uhr auf dem Gaisburger Friedhof statt. 

Weniger Gottesdienste an Allerseelen

Auch an Allerseelen am Freitag, 2. November, laden viele Stuttgarter Gemeinden zu Gottesdiensten ein. In St. Antonius in Zuffenhausen (Markgröninger Straße 29) zum Beispiel beginnt die Eucharistiefeier mit namentlichem Totengedenken um 18.30 Uhr, ebenfalls um 18.30 Uhr wird in St. Markus in Hedelfingen (Otto-Hirsch-Brücken 18) zur Eucharistiefeier geladen. In St. Hedwig in Möhringen beginnt die Heilige Messe um 19 Uhr.

Filmabend mit Musik in St. Josef

Die Kirchenmusik St. Josef in Feuerbach setzt sich mit dem Thema Gedenken und Tod auf eine besondere Weise auseinander. An Allerseelen wird der oscarprämierte Film "Nokan - Die Kunst des Ausklangs" im Gemeindezentrum (Oswald-Hesse-Straße 74) gezeigt. Beginn ist um 19.30 Uhr, Anschluss an den humorvollen und doch ernsten Film gibt es Musik und Gespräch. Am Sonntag, 4. November, wird der Chor von St. Josef im Gottesdienst um 11 Uhr der Verstorbenen musikalisch gedenken. Der Filmabend und das musikalische Gedenken finden statt im Rahmen der kirchenmusikalischen Reihe "Reisenotizen - von der Kunst, das Leben zu bestehen".   

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