Begegnung

„Der Wind bläst hier ein bisschen rauer“

Wer in einer so vielfältigen und nicht per se frommen Großstadt wie Stuttgart wahrgenommen werden wolle, dürfe nicht verhuscht in der Ecke stehen und auch nicht mit Allüren aus alten Zeiten auftreten, meint der Stadtdekan Christian Hermes.

© Katharina P. Müller

Herr Hermes, Sie sind auf dem Land aufgewachsen, im beschaulichen Örtchen Weisenbach im Murgtal. Wie fühlen Sie sich als Stadtdekan und Großstadtpfarrer, dessen Kirche inmitten einer der belebtesten und längsten Einkaufsstraßen in Deutschland steht?

Ich fühle mich in Stuttgart sehr wohl und empfinde es als Bereicherung, auf meinem bisherigen Weg Kirche und Menschen in ganz verschiedenen Strukturen erleben zu können: dörflichen, kleinstädtischen und nun eben auch großstädtischen. Wobei in Stuttgart wie in vielen anderen Städten auch gilt: Die Menschen leben überall in kleinen, überschaubaren Lebenswelten, und die brauchen sie auch, das ist in Vaihingen oder Feuerbach nicht anders als in meinem Schwarzwälder Heimatdorf. Einzigartig und wirklich großstädtisch ist allerdings das, was man „City“ nennt, also der Innenstadtbereich, da gelten ganz eigene Gesetze. Darauf müssen wir uns einstellen mit dem Haus der Katholischen Kirche oder der Domkirche St. Eberhard, deren Pfarrer ich seit 2011 ja auch bin.

Spielt die Kirche in einer Metropole wie Stuttgart eine andere Rolle als in ländlichen Regionen?

Kirche wird in der Stadt und im öffentlichen Bewusstsein nicht so selbstverständlich wahrgenommen und muss sich ganz anders behaupten. Der Wind bläst hier ein bisschen rauer und manchmal auch von vorne oder von der Seite. Das geht anderen Organisationen aber auch so. Wer in einer so vielfältigen und auch nicht per se frommen Stadt überhaupt wahrgenommen werden und etwas bewegen will, darf nicht verhuscht in der Ecke stehen und auch nicht mit Allüren aus alten Zeiten auftreten, sondern muss intelligent und flexibel mit Wind und Wellen arbeiten. Wenn man in diesem Wind aber auch das Wehen des Gottesgeistes in der Kultur von heute wahrnehmen kann, ermutigt uns das, gut und klug die Segel zu setzen. Ehrlich gesagt: Ich finde das spannender als windstille Gemütlichkeit.

Nur noch 50 Prozent der Stuttgarter gehören einer der beiden großen Kirchen an. Ist das für einen Stadtdekan Grund zur Sorge?

Religiös zu sein, ist heute eine Option, keine volkskirchliche Selbstverständlichkeit mehr. Menschen entscheiden sich, Mitglied sein zu wollen oder ihr Kind taufen zu lassen - oder eben auch nicht. Säkularisierung und Entkirchlichung schreiten voran, ob uns das gefällt oder nicht. Statt ängstlich auf die Statistik zu starren, wollen wir die Chancen dieser qualitativen Veränderung sehen. Natürlich verlieren wir Mitglieder, worauf wir unsere Gemeinden inhaltlich, organisatorisch und wirtschaftlich einstellen. Andererseits bedeutet es heute aber auch mehr, sich zu dieser Kirche zu bekennen. Zu sagen: Ich gehöre zur Kirche, das ist ein starkes Statement, im privaten und im gesellschaftlichen Umfeld. In der Vielfalt und manchmal auch dem Vielerlei und der Orientierungslosigkeit einer modernen Gesellschaft können wir unser Profil klären und erkennbar machen. Eine profillose Kirche braucht niemand. Dabei gehören wir mit etwa 25 Prozent der Einwohner Stuttgarts nach wie vor zu einer der mit Abstand größten gesellschaftlichen Gruppen und erreichen jeden Sonntag rund 12.000 Menschen in unseren Gottesdiensten.

Woran Sie als Pfarrer der Domgemeinde St. Eberhard, der Sie ja auch sind, selber einen Beitrag leisten. Ist es Lust oder Last, neben dem Amt des Stadtdekans auch noch als Seelsorger zu arbeiten?

Ich bin froh, dass ich nicht „nur“ Stadtdekan bin, sondern auch meinen originären Dienst als Priester und Pfarrer tue: Gottesdienste feiere, predige, Kinder taufe, Paare traue, Menschen in ihren Problemen als Seelsorger zur Verfügung stehe. Letzteres ist in St. Eberhard, einem Zentrum für die Beichte weit über die Region Stuttgart hinaus, eine anspruchsvolle Aufgabe. Täglich kommen hier viele Menschen, um sich im Sakrament der Versöhnung, der Beichte, Rat in Krisen zu holen, um Dinge loszuwerden, die ihnen auf der Seele lasten, eine neue Lebensperspektive zu gewinnen. Es macht für mich großen Sinn, dass der Stadtdekan auch Pfarrer der zentralen Kirche in der City ist. Das garantiert jeden Tag die nötige Bodenhaftung und den Kontakt zur Basis.

Was kann Kirche den Menschen im 21. Jahrhundert geben? Welche Botschaften hat sie für den aufgeklärten Großstadtmenschen?

Die Grundbotschaft des Evangeliums ist doch die Hoffnung auf Heil für den Menschen im Reich Gottes. Aus dieser sehr biblisch-theologischen Sprache übersetzt bedeutet das: Glück und Sinn des menschlichen Lebens sind nicht in den Mächten, Wirklichkeiten und Maßstäben dieser Welt zu finden, die uns alltäglich dirigieren und bestimmen. Es gibt etwas Größeres, das wir nicht selbst machen können, sondern das uns geschenkt wird. Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität, Menschenwürde, Freiheit, Wahrheit, Achtung und Liebe sind Werte Jesu und der Bibel, die nicht von dieser Welt sind, aber in dieser Welt wirksam werden sollen. Sie sind immer wieder gefährdet, unter die Räder zu kommen, im gesellschaftlichen und auch im kleinen privaten Leben. Und doch sind sie unbezahlbar für eine menschliche Gesellschaft. Auch heute und vielleicht ganz besonders in einer Großstadt. Dafür sollen wir Zeugen und Anwälte sein, Mahner, Motoren und Motivatoren.

Muss sich Kirche verändern?

Natürlich muss sie das, denn nur so kann sie sich treu bleiben. Wir sind kein religiöser Brauchtumsverein, sondern haben eine Mission in der Welt von heute und unter den Bedingungen von heute zu erfüllen. Statt Antworten auf die Fragen von gestern zu geben, sollten wir die Fragen von morgen stellen und mit den Menschen nach Antworten suchen. Dabei würde ich mir manchmal mehr Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigene Botschaft wünschen. Lassen wir uns von denen nicht ins Bockshorn jagen, die das Christentum für rückständig und überholt betrachten. Wenn ich mir unsere Welt anschaue, auch ihre Unübersichtlichkeit und Orientierungsprobleme, die ethischen Fragen des Lebens und Zusammenlebens, Fragen der sozialen Gerechtigkeit, der Ökologie, aber auch der technologischen und wirtschaftlichen Entwicklung, dann empfinde ich unsere Botschaft als äußerst zeitgemäß und notwendig.

Wie hat sich die katholische Kirche in Stuttgart in den vergangenen Jahren entwickelt? Welche Schritte stehen noch bevor?

Wir haben 2011 einen großen Veränderungsprozess „Aufbrechen − Katholische Kirche in Stuttgart“ begonnen und sind nun in der Umsetzung der getroffenen Beschlüsse. Entsprechend unserem Leitwort, dass wir „Kirche in der Stadt und Kirche für die Stadt“ sein wollen, wurde und wird dabei eine neue pastorale Ausrichtung entwickelt. Für bestimmte Aufgaben bilden wir Zentren und Schwerpunkte, zum Beispiel für Kirchenmusik, Jugendarbeit, Trauerpastoral und Spiritualität. Wir haben Strukturen reformiert, unsere Verwaltung verbessert, den Auftritt des Stadtdekanats im Internet mit einer neuen Webseite neu und frisch gestaltet. Und wir entwickeln eine Vielzahl kirchlicher Standorte weiter, meist mit zusätzlicher Nutzung als Kindertagesstätte oder für soziale Einrichtungen. Manches müssen wir auch sein lassen, um Zeit und Energie für das zu haben, was wichtig ist. Alles zielt letztlich darauf, dass die Menschen bei uns das finden können, was sie suchen und brauchen.

Wenn sie es denn finden. In ländlichen Regionen gibt es an hohen Festtagen wie Fronleichnam und anderen kirchlichen Veranstaltungen kaum ein Vorbeikommen, in der Stadt ist die Konkurrenz an Angeboten aller Art dagegen groß und das „Geschäft Kirche“ ungleich schwerer. Welches sind ihre Höhepunkte im Gemeindeleben und wie werden sie angenommen?

Niemand spricht gerne von „Geschäft“. Doch ob es uns gefällt oder nicht: Wir sind ein Angebot auf dem bunten Markt der religiösen und anderen Möglichkeiten, das Leben zu gestalten. Und wenn wir unsere wunderschöne Fronleichnamsfeier im Rosengarten am Neuen Schloss feiern und dann in einer langen Prozession um den Eckensee zur Königsstraße pilgern, fragen sich so manche Jogger, Spaziergänger und Passanten, was das für eine Demo ist. Ich sage dann immer: Wir sind diejenigen, wegen denen Ihr heute frei habt. Andererseits liegt darin auch eine Chance. Fronleichnam ist nichts anderes, als buchstäblich zu demonstrieren, dass Gott nicht in Kirchen eingeschlossen sein will, sondern bei den Menschen dieser Welt. Deshalb tragen wir in einer Monstranz, dem kunstvollen Zeigegefäß, das eucharistische Brot durch die Stadt und bringen Gott auf die Straße. Gott ist ja auch nicht stationär, sondern dynamisch.

Sie gehen dabei vielfach auch neue Wege. Mit dem „Talk am Dom“ haben Sie vergangenes Jahr ein Format gestartet, bei dem Sie in die Rolle des Dialogpartners schlüpfen. Was hat Sie dazu bewogen, auf diese Art und Weise den Austausch mit Menschen zu suchen?

Ich bin neugierig auf Menschen und liebe es, vielfältigste Kontakte zu knüpfen, quer durch alle Milieus und Themenbereiche. In den vergangenen Jahren durfte ich so viele interessante Menschen kennenlernen, mit denen ich über ihre Themen und auch über Gott und die Welt in anregende Gespräche gekommen bin. Irgendwann habe ich mir gesagt: Das könnte doch auch andere interessieren. Und tatsächlich läuft diese Reihe recht gut. Wichtig ist mir dabei, dass ich nicht nur neutral wie ein Journalist jemanden interviewe, sondern aus meiner Rolle und meinem Profil heraus einen Dialog führe. Mir macht der Talk großen Spaß, den Besuchern offenbar auch.

Soll oder muss sich ein Stadtdekan auch politisch einmischen, wenn es einen Anlass dazu gibt?

Unbedingt. Es ist ein großer Irrtum und eine kirchenfeindliche Propaganda des 19. Jahrhunderts, dass Religion Privatsache ist und sich aus der Politik herauszuhalten hat. Als ob Jesus sich herausgehalten hätte. Seine Botschaft vom Reich Gottes ist hochgradig politisch. Dieses Reich beginnt nicht nach dem Tod im Jenseits oder irgendwann am Ende der Zeiten oder über den Wolken, sondern es wächst hier und jetzt und gerade unter den Bedingungen dieser Welt und dort, wo Menschen sich dafür stark machen. Selbstverständlich hat die Kirche zu fachspezifischen Fragen keine besondere Kompetenz und darf sich auch nicht mit bestimmten Parteien identifizieren. Aber sie hat eine viele Jahrhunderte alte ethische und moralische Kompetenz und in der freiheitlichen Ordnung des Grundgesetzes auch die Freiheit, ihre Meinung zu sagen, wo Fragen der ethischen Orientierung, der Menschenwürde, der Gerechtigkeit berührt sind. Als zum Beispiel in der Flüchtlingskrise Rechtspopulisten Hass und Feindschaft zu schüren versucht haben, habe ich dagegen klar und deutlich Position bezogen. Und das würde ich jederzeit wieder tun. Das wurde von vielen auch als wichtiges Signal wahrgenommen.

Ende vergangenen Jahres haben Sie die Koordinatoren-Rolle des Rats der Religion übernommen, der auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise entstanden ist. Was hat der Rat bisher erreicht in seinen Integrationsbemühungen und wie stellt sich die Lage in Stuttgart dar?

Der Rat ist ein wichtiges Instrument der Begegnung, des Austausches und der Zusammenarbeit der gesellschaftlich relevanten Religionsgemeinschaften in Stuttgart. Ergänzend zu vielen ökumenischen und interreligiösen Gesprächskreisen, die tolle Arbeit an der Basis leisten, geht es hier um einen regelmäßigen Kontakt zwischen den leitenden Vertretern und auch der Landeshauptstadt in Person eines Bürgermeisters. So können wir Integration fördern, unsere gemeinsamen Interessen und Themen abstimmen, von multireligiösen Feiern über die Seelsorge in Krankenhäusern und den Schulunterricht bis hin zu gemeinsamen Stellungnahmen zu wichtigen Anlässen. Der Rat will damit auch in die Stadtgesellschaft das Signal geben: In dieser internationalen Stadt mit einem hohen Anteil an Migranten kommen die Religionsgemeinschaften gut miteinander aus und leben in Vielfalt friedlich miteinander.

Im Jahr 2012 hat Ihnen der Papst den Titel eines „Päpstlichen Ehrenkaplans“ verliehen, seither dürfen Sie sich „Monsignore“ nennen. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?

Das ist ja keine persönliche Auszeichnung, sondern traditionell mit dem Amt des Stadtdekans von Stuttgart verbunden. Mir persönlich ist der Titel, abgesehen, dass viele ihn originell finden, eine schöne Erinnerung an die Verantwortung, die ich in meinem Amt habe: Eben nicht nur die Stuttgarter Perspektive einzunehmen, sondern meinen Dienst im gesamtkirchlichen Kontext zu sehen. Papst Benedikt, der mir den Titel verliehen hat, und Papst Franziskus machen mir das auf sehr verschiedene Weise leicht. Gerade Papst Franziskus kennt mit Buenos Aires die kirchliche und gesellschaftliche Situation einer Großstadt, gegenüber der Stuttgart ja ein „Großstädtle“ ist. Am „Dress“ des Monsignore fallen die pinkfarbenen Umsäumungen auf, die vor allem meine Patenkinder lustig finden. Gerne lasse ich mich aber auch von dem sehr bodenständigen Humor meiner Mutter vor jeder Ehrenkäsigkeit bewahren, die die Ernennung damals mit einem Witz über die Gemeinsamkeit von Priester und Spargel quittierte: Wenn sie violett werden, sind sie ungenießbar. Ich hoffe sehr, dass dies in meinem Fall nicht zutrifft.

Was waren Ihre Beweggründe, als junger Mensch katholische Theologie und Philosophie zu studieren?

Ich bin in der kirchlichen Jugendarbeit groß geworden, der ich viel verdanke. Religion und Philosophie haben mich schon in der Schule fasziniert: Die großen Fragen nach dem Woher, Wohin und Wozu und so weiter. Fragen nach den Grenzen der Erkenntnis, nach dem Guten und Gerechten, nach Gott. Ich bin zugleich in einer großen religiösen Geborgenheit und Selbstverständlichkeit aufgewachsen und habe die Frage der Glaubwürdigkeit des Glaubens mit aller philosophischen Strenge gestellt – oder vielleicht gerade deshalb. Ich empfinde mich auch heute spirituell in einer ganz unzweifelhaften Gegenwart Gottes wie ein Fisch im Wasser und weiß zugleich, dass ich dies letztlich gar nicht stichhaltig begründen könnte. So seltsam sich das vielleicht anhören mag: Theologie heißt für mich, über das nachzudenken, was wir in unserer Welt nie ganz verstehen können, was uns aber betrifft und zu denken gibt: Gott, wir selbst, andere Menschen, der Sinn des Ganzen. Glaube heißt für mich: Mich gehalten wissen in dem, was doch Geheimnis bleibt. Diese sozusagen negative Glaubensgeborgenheit, die sowohl emotionaler als auch rationaler Natur ist, empfinde ich als großes Geschenk einerseits und zugleich beständige Herausforderung.

Sind Sie deshalb auch Priester geworden?

Als die Frage der Studienwahl aufkam, war es für mich sehr klar, dass ich Theologie studiere, aber keinesfalls, dass ich Priester werde. Ich bin damit sehr ergebnisoffen umgegangen, was ich jedem nur empfehlen kann. Man muss sich erst am Ende entscheiden, vor der Weihe, nicht am Anfang. In einem Auslandsstudienjahr bei den Jesuiten in Paris kam dann die Philosophie hinzu. Schließlich habe ich aber im Staatskirchenrecht meinen Doktor gemacht, weil mich die rechtlichen und politischen Fragen sehr interessiert haben. Immer mehr hat sich geklärt, dass ich als Priester für die Sache Gottes und der Menschen da sein will. Damit bin ich sehr glücklich. Aber das Philosophenherz hat bis heute nicht aufgehört zu schlagen und fühlt sich übrigens in der Stadt Hegels sehr gut aufgehoben. Wunderbar der Satz aus der „Phänomenologie des Geistes“ am Stuttgarter Hauptbahnhof: „Dass die Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist“. Eine Stadt, die so etwas auf den Bahnhof schreibt, kann keine schlechte Stadt sein.

Die Fragen stellten Nicole Höfle und Markus Heffner.

Nach seinem Diplom 1995 arbeitete Christian Hermes als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Philosophische Grundfragen der Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Ab 1997 war er wissenschaftlicher Koordinator des DFG-Graduiertenkollegs Ars und scientia im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit sowie theologischer Mitarbeiter und später persönlicher Referent von Bischof Walter Kasper. Im Jahre 1999 wurde er persönlicher Referent von Diözesanadministrator Weihbischof Johannes Kreidler und im Jahr 2000 persönlicher Referent von Bischof Gebhard Fürst.

Im Jahre 2002 wurde Hermes zum Diakon geweiht. 2003 war seine Priesterweihe mit anschließendem Vikariat in Leutkirch im Allgäu in der Seelsorgeeinheit St. Martin. 2004 führte er sein Vikariat in Tübingen in der Gemeinde St. Petrus fort, mit einer Teilfreistellung zur Promotion. Seine Dissertation an der Katholisch-Theologischen Fakultät zu dem staatskirchenrechtlichen Thema „Konkordate im vereinigten Deutschland“ schloss er 2008 mit „summa cum laude“ ab.

Zwischen 2007 und 2011 war er Pfarrer von St. Elisabeth und St. Clemens (Leiter der Seelsorgeeinheit Stuttgart 4). Im Jahre 2010 wurde er stellvertretender Stadtdekan von Stuttgart. Seit 2011 ist er Stadtdekan von Stuttgart und Dompfarrer der Domkirche St. Eberhard Stuttgart, Vorsitzender des Caritasrates des Caritasverbandes für Stuttgart, Mitglied im Aufsichtsrat der St. Martinus Krankenkasse, Mitglied im Caritasrat des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart und des Personalausschusses des Caritasrates, Moderator der Dekanekonferenz der Diözese, Mitglied im Priesterrat der Diözese, Mitglied im Diözesanrat und darin im Geschäftsführenden Ausschuss und im Finanzausschuss. Weitere Informationen zur Vita finden sich hier.

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