Sonstiges

Margit Gratz ist neue Hospizleiterin

Die Theologin und Mathematikerin hat vor vielen Jahren als Ehrenamtliche in der Hospizarbeit angefangen. Jetzt leitet sie das Hospiz St. Martin, das schwer kranken Menschen ambulante und stationäre Begleitung bietet. Sie verantwortet außerdem den Aufbau des neuen Zentrums für Trauer in Degerloch.

Als Ehrenamtliche angefangen

Die Theologin, promovierte Humanbiologin und Mathematikerin Margit Gratz hat im Oktober die Leitung des katholischen Hospizes St. Martin in Degerloch übernommen. Die 45-jährige Münchnerin hat in den vergangenen Jahren viel Praxiserfahrung in der Begleitung und Betreuung schwerkranker Menschen gesammelt. Zusätzlich hat die katholische Theologin wissenschaftlich gearbeitet und in dem Feld Spiritual Care promoviert. In Stuttgart leitet sie das Hospiz und koordiniert den Aufbau des Zentrums für Trauer, das in der Gemeinde Mariä Himmelfahrt in Degerloch entstehen soll.

Die Theologin und Palliative-Care-Fachkraft Margit Gratz hat viel praktische und theoretische Erfahrung vorzuweisen: „Ich bin seit vielen Jahren ehren- und hauptamtlich in der Hospizarbeit und dem Bereich Palliative Care tätig.“ Gratz leitete eine ambulante Hospizeinrichtung in Hamburg und war mehrere Jahre in der Einsatzleitung und palliativen Fachberatung in einem Hospizverein in der Nähe von München tätig. Zuletzt entwickelte sie für einen bundesweiten diakonischen Träger von Seniorenresidenzen ein Konzept zur Implementierung von Hospizkultur und Palliativkompetenz.

Spiritual Care - eine Disziplin zwischen Theologie und Medizin

Darüber hinaus wirkte sie beim Aufbau der Professur für Spiritual Care am Klinikum Großhadern der Universität München mit. Spiritual Care ist eine wissenschaftliche Disziplin an der Grenze zwischen Medizin, Theologie und Krankenhausseelsorge. Nach wie vor ist sie Mitglied im Vorstand des Bayerischen Hospiz- und Palliativverbandes und damit mit landespolitischer Arbeit befasst. Bevor Margit Gratz hauptberuflich in die Hospizarbeit eingestiegen ist, hat sie ehrenamtlich über viele Jahre als ehrenamtliche Hospizbegleiterin an verschiedenen Orten Erfahrungen gesammelt.

Zu den Aufgaben von Margit Gratz gehört neben der Leitung des stationären und ambulanten Hospizes der Aufbau des geplanten Trauerpastoralen Zentrums. Das Trauerpastorale Zentrum soll eine kompetente und verlässliche Anlaufstelle rund um Fragen zu Tod und Trauer werden. Schon jetzt werden Trauernde im Hospiz St. Martin in Trauergruppen und einzeln begleitet, diese wichtigen Angebote sollen weiter ausgebaut werden.

Angebote für Trauernde werden weiter ausgebaut

Zu den Schwerpunkten des Zentrums für Trauer wird es auch gehören, liturgische Formen des Abschiednehmens weiterzuentwickeln, um auf diese Weise den Trauernden zu helfen. Für die ersten Monate im Hospiz St. Martin hat sich Margit Gratz vor allem eines vorgenommen: „Kierkegaard hat den Gedanken formuliert, den Menschen dort anzutreffen, wo er sich befindet und dort anzufangen, bevor wir unterstützend für ihn tätig werden. Das gilt auch für Leitungsaufgaben: ,hören vor handeln‘ wird für mich handlungsleitend besonders für die erste Zeit im Hospiz St. Martin sein.“ Margit Gratz hat die Hospizleitung im vergangenen Oktober von der promovierten Theologin und Palliativ-Care-Fachkraft Angelika Daiker übernommen, die das Hospiz St. Martin aufgebaut und zehn Jahre lang geleitet hat.

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