Weihe am Samstag

Michael Pope wird zum Diakon geweiht

Durch Handauflegung und Gebet spendet Weihbischof Thomas Maria Renz am Samstag, 8. Juni, vier Männern die Diakonenweihe. Mit dabei ist der Degerlocher Jurist Michael Pope, der sich seit vielen Jahren in der Gemeinde Mariä Himmelfahrt engagiert - und sich künftig als Diakon im Zivilberuf weiter einbringen wird. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr in St. Georg in der Heilbronner Straße.

Die Weihe zum Ständigen Diakon erfolgt nach einer rund sieben- bis achtjährigen Vorbereitungszeit: Neben der dreieinhalb Jahre dauernden berufsbegleitenden Ausbildung sind theologische Studien sowie eine pastoral-praktische Ausbildung Voraussetzung für die Weihe. Ständige Diakone sind meist verheiratet und in der Diözese Rottenburg-Stuttgart in der Regel „im Zivilberuf“ und somit ehrenamtlich tätig. Zu den Aufgaben eines Ständigen Diakons gehört unter anderem der Dienst in der Liturgie. Das kann die Assistenz bei der Eucharistiefeier oder der Eheschließung sein, das Leiten von Beerdigungen, die Spende der Taufe. Es kann aber auch der Predigtdienst sowie der Dienst am Nächsten sein. Der Stuttgarter Michael Pope möchte die Seelsorge für Kranke und Benachteiligte in den Mittelpunkt stellen sowie das Gespräch mit Menschen, die über die klassischen Angebote keinen Zugang mehr zur Kirche finden.

Michael Pope lebt mit Frau und Tochter in Degerloch

Michael Pope wurde in Osnabrück geboren, er ist verheiratet und lebt seit 1995 mit seiner Frau und seiner Tochter in Stuttgart. Nach Jurastudium, Promotion in Freiburg und Referendariat in Niedersachsen arbeitete er in unterschiedlichen Bereichen der baden-württembergischen Landesverwaltung. Derzeit ist er als Referatsleiter im Innenministerium tätig. Der 56-Jährige ist Absolvent der Führungsakademie des Landes. In seiner Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt in Stuttgart-Degerloch war er Kantor, Lektor, Kommunionhelfer und Zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderats.

Drei weitere Diakone werden geweiht

Mit dem Stuttgarter Juristen werden am Samstag mit Jens Kubat aus Lauffen am Neckar, Armin Kaupp aus Lauterbach und Christian Handschuh aus Tübingen drei weitere Männer zu Diakonen geweiht. Christian Handschuh (43) wurde in Biberach an der Riß geboren, er ist verheiratet und lebt zusammen mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Tübingen. Nach dem Studium der Theologie, Anglistik und Geschichte in Tübingen hat er in Kirchengeschichte promoviert und bis 2018 in Köln als wissenschaftlicher Angestellter gearbeitet. Momentan habilitiert er sich in Eichstätt und arbeitet als Lehrstuhlvertreter für Kirchengeschichte an der Universität Passau. Nach seiner Weihe wird er als Diakon im Zivilberuf in der Kirchengemeinde St. Petrus in Tübingen-Lustnau tätig sein.

Jens Kubat engagiert sich in Lauffen

Jens Kubat (48) wurde in Dresden geboren, er ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Lauffen am Neckar. Er zog 1990 nach Baden-Württemberg und gründete als gelernter Schreinermeister vor 16 Jahren einen eigenen Schreinerbetrieb. Er ist als ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht Heilbronn tätig, sowie Mitglied der Prüfungskommission für das Schreinerhandwerk bei der Handwerkskammer Heilbronn. Er besucht seit über sechs Jahren regelmäßig Gefangene in der JVA in Stuttgart Stammheim. Nach seiner Weihe wird er als Diakon im Zivilberuf in der Kirchengemeinde St. Franziskus in Lauffen am Neckar tätig sein, einen Schwerpunkt möchte er bei der Trauerpastoral und im Beerdigungsdienst setzen.

Armin Kaupp bringt sich in St. Martinus in Dunningen ein

Armin Kaupp (46) wurde in Schramberg geboren, er ist verheiratet und lebt gemeinsam mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Lauterbach. In seiner Kirchengemeinde war er lange Zeit in vielfältiger Weise ehrenamtlich aktiv, unter anderem als Kirchengemeinderat und Katechet in der Vorbereitung von Jugendlichen auf das Sakrament der Firmung. Beruflich war der gelernte Handwerksmeister fast 20 Jahre Geschäftsführer des elterlichen Familienunternehmens ehe er 2015 zum Sozialamt des Landkreises Rottweil wechselte. Dort ist er für die Wohnsituation von geflüchteten Menschen mitverantwortlich. Nach seiner Weihe wird er als Diakon im Zivilberuf in der Kirchengemeinde St. Martinus in Dunningen tätig sein.

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