Frau an der Spitze

Regina Neuhöfer wird neue Verwaltungsleiterin

Das katholische Verwaltungszentrum bekommt in diesem Sommer eine neue Leitung: die Diplom-Verwaltungswirtin Regina Neuhöfer. Die 45-Jährige ist die erste Frau an der Spitze der größten ortskirchlichen Verwaltung im Land. Sie tritt damit die Nachfolge von Hubert Hiller an, der sich am 1. September in den Ruhestand verabschieden wird.

Regina Neuhöfer wird im September die neue Leiterin des katholischen Verwaltungszentrums.

Regina Neuhöfer wird zum 1. September dieses Jahres die Leitung des katholischen Verwaltungszentrums in Stuttgart übernehmen. Der Stadtdekanatsrat hat die Diplom-Verwaltungswirtin in seiner jüngsten Sitzung einstimmig gewählt. Die 45 Jahre alte Katholikin bringt viel Erfahrung mit, die sie im Rathaus von Korntal-Münchingen gesammelt hat. Dort leitet sie derzeit noch den Fachbereich „Familie, Bildung und Soziales“. Regina Neuhöfer ist seit 2012 Fachbereichsleiterin in der Kommunalverwaltung, hat zuvor als persönliche Referentin des Bürgermeisters gearbeitet und in Elternzeit die Geschäftsstelle des Gemeinderats von Korntal-Münchingen verantwortet.

„Frau an der Spitze ist ein deutliches Zeichen“ 

Die Verwaltungswirtin freut sich auf die neue Aufgabe und auf die Begegnung mit den Menschen im Stadtdekanat und in den Kirchengemeinden: „Ich kenne Verwaltung seit mehr als 20 Jahren aus Sicht einer Stadt mit knapp 20 000 Einwohnern, also einer klassischen Kommunalverwaltung. Die Verwaltungsleitung im Stadtdekanat bietet für mich einen Perspektivenwechsel und ganz neue Aufgaben vereint mit Bereichen, in die ich meine bisherige Berufserfahrung einbringen kann.“ Der Stadtdekan Christian Hermes begrüßt es, dass künftig eine Frau an der Spitze der kirchlichen Verwaltung stehen wird. „Das ist ein wichtiges Zeichen, nicht zuletzt weil die überwiegende Mehrheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Stadtkirche Frauen sind. Unsere Kirche kann von einer größeren Diversität in der Leitung nur profitieren. Mit Regina Neuhöfer bekommen wir eine erfahrene und breit qualifizierte Verwaltungsfachfrau, die in vielen verschiedenen und für uns wichtigen Bereichen Leitungserfahrung gesammelt hat, von der Liegenschaftsverwaltung bis zum Bereich Familie, Bildung und Soziales.“

Stadtkirche beschäftigt 1500 Mitarbeiter

Der Wechsel an der Spitze erfolgt im Sommer. Hubert Hiller, der das katholische Verwaltungszentrum seit 2010 leitet und seit 2004 an der Spitze der Gesamtkirchenpflege Stuttgart-Mitte stand, verabschiedet sich Ende August in den Ruhestand. Regina Neuhöfer wird bereits zum 1. Juli ihren Dienst antreten, so dass eine gründliche Einarbeitung gewährleistet ist. Das Verwaltungszentrum ist ein kirchliches Rathaus im Kleinen. Dort werden die Haushaltspläne des Stadtdekanats und der zwölf Gesamtkirchengemeinden erstellt und die Rechnungen geführt, die kirchlichen Gebäude verwaltet sowie Neu- und Umbauten von Kirchen, Gemeindezentren und Kindertagesstätten geplant. Das Verwaltungszentrum ist beispielsweise auch für die Organisation der 65 katholischen Kindertagestätten in Stuttgart zuständig und verwaltet die etwa 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der katholischen Stadtkirche. Von diesen arbeiten 75 Mitarbeiter in dem Verwaltungszentrum  in der Werastraße im Osten in den Abteilungen Personal, Finanzen, Soziales sowie Bauen und Liegenschaften.

„Mein Glaube trägt mich beruflich und privat“

Regina Neuhöfer hat sich für die ersten Monate auch schon einige Ziele gesetzt: „Ein Ziel ist natürlich, mich möglichst schnell einzuarbeiten, die vorhandenen Strukturen und die aktuell laufenden Projekte und Aufgaben kennenzulernen. Nicht weniger wichtig ist mir aber das Kennenlernen und der Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung und zu den Kirchengemeinden.“

Privat möchte sich die Mutter von drei Kindern weiterhin in der Kirchengemeinde ihres Wohnorts im Landkreis Ludwigsburg engagieren. „Mein katholischer Glaube trägt mich sowohl in meinem Berufs- als auch im Privatleben“, sagt die 45-Jährige. Wichtig ist ihr eine gute Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinderäten. Was den ehrenamtlichen Gremienmitgliedern wichtig ist und was sie von der Verwaltung erwarten, weiß sie nicht zuletzt auch deshalb, weil ein Familienmitglied selbst Kirchengemeinderat ist.

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