Seelsorge

Roland Weeger leitet das Haus der Katholischen Kirche

Roland Weeger, der Leiter des Katholischen Bildungswerks in Stuttgart, hat am 1. Februar zusätzlich die Leitung des Hauses der Katholischen Kirche in der Königstraße übernommen. Der 49-jährige Theologe hat sich zum Ziel gesetzt, die Strahlkraft des mitten in der Stuttgarter Innenstadt gelegenen Hauses weiter zu verstärken. „Wir müssen uns als Kirche an diesem Ort in Diskurse der Stadtgesellschaft einbringen – und zwar auf Augenhöhe, nicht darüber und nicht darunter.

Roland Weeger, der Leiter des Katholischen Bildungswerks in Stuttgart, hat am 1. Februar zusätzlich die Leitung des Hauses der Katholischen Kirche in der Königstraße übernommen. Der 49-jährige Theologe hat sich zum Ziel gesetzt, die Strahlkraft des mitten in der Stuttgarter Innenstadt gelegenen Hauses weiter zu verstärken. „Wir müssen uns als Kirche an diesem Ort  in Diskurse der Stadtgesellschaft einbringen – und zwar auf Augenhöhe, nicht darüber und nicht darunter. Es geht mir darum, dass das Haus der Katholischen Kirche als ein Denk-, Frage- und Experimentierraum wahrgenommen wird und wir zeigen: Kirche ist offen und kann viel zum Leben in der Stadt beitragen.“ Hermann Merkle, der das Haus seit dessen Eröffnung im Januar 2009 geleitet hat, ist am 24. Januar offiziell verabschiedet worden.

Schaufenster der Kirche in der Königstraße

Hermann Merkle hat am 24. Januar offiziell den Schlüssel an seinen Nachfolger übergeben - fast auf den Tag genau neun Jahre nach der Eröffnung des Hauses der Katholischen Kirche (HdKK) in der Königstraße 7. „Das Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart ist bis heute bundesweit eine der größten Einrichtungen im Bereich Citypastoral“, stellte Merkle fest. Er nannte das Haus „in der heutigen Zeit unbezahlbar“. Merkle schätzt, dass jedes Jahr 100.000 Menschen in das Haus kommen, das unmittelbar an die Domkirche angrenzt.

Der Stuttgarter Stadtdekan Christian Hermes dankte Hermann Merkle, der das Haus als „Ort der Gastfreundschaft, Seelsorge, Information, Bildung und Kultur“ etabliert habe. „Das Haus der Katholischen Kirche ist unsere ,gute Stube´, unser ,Flagship-Store´ und unser Schaufenster mitten auf der Königstraße. Es ist in den vergangenen Jahren zu einem ganz wichtigen Ort geworden, auf den die Stuttgarter Katholiken stolz sind und mit dem sie sich identifizieren und an dem auch alle anderen eine offene und niederschwellige Kirche erleben“, sagte der Stadtdekan bei der Schlüsselübergabe. Merkles Nachfolger Roland Weeger ist für Hermes ein „Glücksfall, der viele richtig gute Ideen, neuen Schwung und neue Perspektiven“ einbringe.

Strahlkraft des Hauses in die Stadt verstärken

Für die inhaltliche Ausrichtung und Leitung des Hauses ist vom 1. Februar an der Theologe und Pädagoge verantwortlich. Der 49-jährige gebürtige Franke leitet seit 2010 das Katholische Bildungswerk Stuttgart und hat in dieser Funktion bereits daran mitgearbeitet, das HdKK in den Bereichen Bildung und Kultur zu prägen. Künftig wird Roland Weeger sowohl die Geschäftsführung des Bildungswerks als auch des Hauses der Katholischen Kirche innehaben. „Mir ist es ein Anliegen, die Synergieeffekte zwischen Bildungswerk und Haus zu verstärken. Ich bin der festen Überzeugung, dass beide Einrichtungen davon profitieren.“

Er hat sich vorgenommen, in der künftigen Doppelrolle die Strahlkraft des Hauses der Katholischen Kirche weiter zu verstärken und Potentiale dieses Hauses mitten in der Stadt voll auszuschöpfen. Im HdKK müsse spürbar und erlebbar sein, was es heiße, Kirche in der Stadt und für die Stadt zu sein. „Wir müssen uns als Kirche an diesem Ort in Diskurse der Stadtgesellschaft einbringen – und zwar auf Augenhöhe, nicht darüber und nicht darunter. Es geht mir darum, dass das Haus der Katholischen Kirche als ein Denk-, Frage- und Experimentierraum wahrgenommen wird“, so Roland Weeger. Dabei komme allen kirchlichen Einrichtungen und Diensten im Haus eine tragende Rolle zu. Und natürlich seien dazu viele Partner in der Stadt wichtig. Bei der Schlüsselübergabe machte der 49-Jährige deutlich, dass er sich darauf freue, in seiner neuen Doppelrolle an einem Haus weiterbauen zu dürfen, in das Menschen gerne kämen. "Weil sie hier einen guten Kaffee bekommen und weil sie sich hier gut aufgehoben fühlen oder einen Platz für die Krabbeldecke finden. Aber nicht nur deswegen – sondern auch weil sie sich zur Auseinandersetzung über Gott und die Welt anstiften lassen wollen."

Mieter tragen zur Atmosphäre im Haus bei

Zu den Mietern im Haus zählen unter anderen das Hochland Café, die Buchhandlung „Bücher und Kunst“ des Schwabenverlags, die Caritas Manufaktur, die Liga der freien Wohlfahrtspflege und die Katholische Nachrichtenagentur. Im Haus der Katholischen Kirche finden zudem die meisten Veranstaltungen des Katholischen Bildungswerks statt, das Diskussions- und Vortragsveranstaltungen sowie Workshops etwa zu Kirche, Religionen und Spiritualität genauso anbietet wie Kunstausstellungen. Zum Haus gehören außerdem Dompfarramt und Stadtdekanat. Und seit dem vergangenen Jahr bietet das Stiftungszentrum Stuttgart dort vielfältige Beratung an. Zentrale Anlaufstelle für alle Besucher im Haus der Katholischen Kirche ist die Infotheke im Atrium, wo Menschen Auskunft bekommen zu allen Fragen rund um die katholische Kirche in Stuttgart und darüber hinaus. Eine weitere Besonderheit ist der Raum der Stille, der einlädt, zur Ruhe zu finden sowie der große Eichentisch im Atrium, ein beliebter Treffpunkt für viele Besucher.

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