Brief an OB

Stadtdekan warnt vor Pflegenotstand

Bis zum Jahr 2025 fehlen in Stuttgart mehr als 2000 Pflegeplätze. Diese Zahl ist lange bekannt. Dennoch ist aus Sicht des katholischen Stadtdekans Christian Hermes bisher wenig passiert. In einem Brief an Oberbürgermeister Fritz Kuhn, die Fraktionsvorsitzenden und die Kreisvorsitzenden der Parteien fordert der Kirchenmann außerordentliche Anstrengungen von Politik und Verwaltung, um den drohenden Pflegenotstand abzuwenden.

Im derzeit laufenden Wahlkampf sei von den Parteien zum Thema stationäre Pflegeplätze nicht viel Konkretes zu hören, stellt der Stadtdekan fest. Dabei gehöre die Schaffung einer ausreichenden Zahl von Pflegeheimplätzen zu den großen sozialpolitischen Herausforderungen der nächsten Jahre. Deshalb fordert Christian Hermes von den Kommunalpolitikern im Gemeinderat und in der Verwaltung eine Priorisierung des Themas und gemeinsame Anstrengungen - über die Parteigrenzen hinweg.

„Außerordentliche Anstrengungen nötig“

Es müsse in der Sache deutlich mehr nachgedacht und getan werden, so Hermes. „Auf dem üblichen politischen und administrativen Weg und mit der bislang eingesetzten Energie werden Sie nicht einmal ansatzweise die benötigten Platzzahlen erreichen“, schreibt der Stadtdekan. Ohne außerordentliche Anstrengungen werde die Stadt Stuttgart in einen gravierenden Pflegenotstand hineinsteuern. Um eine gute Lösung erreichen zu können, schlägt Hermes eine „zeitnahe, intensive und überparteilich-konzertierte Bearbeitung in einer mit ausreichenden Ressourcen ausgestatteten Projektstruktur“ vor.

DEN BRIEF IM ORIGINAL FINDEN SIE HIER.

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