Spiritualität

Station S: das Spirituelle Zentrum hat einen Namen

In der letzten Sitzung des Stadtdekanatsrats vor der Sommerpause sind noch einmal viele Themen behandelt worden. Das Spirituelle Zentrum hat jetzt einen Namen, das Jugendpastorale Zentrum soll im nächsten Jahr in die nächste Phase des Beteiligungsprozesses gehen. Die Jahresberichte von Hospiz und Sozialstation wurden vorgestellt. Und schließlich der neue diözesane Stellenplan und die Eckpunkte des Haushalts 2019 umrissen.

Das geplante Spirituelle Zentrum in St. Fidelis im Stuttgarter Westen hat jetzt auch einen Namen: Station S.  „Es ist ein Name, der für Sehnsucht, Stille, Spiritualität, für Transzendenz und Offenheit steht", erklärte der stellvertretende Stadtdekan Werner Laub dem Gremium. In St. Fidelis haben unterdessen die Bauarbeiten am Pfarrhaus Mitte Juli begonnen. Die Kirche wird von Oktober an umgebaut. Der letzte Gottesdienst vor dem Umbau wird am Sonntag, 16. September, gefeiert. Danach werden die Kirchenbänke herausgenommen. Sie werden an eine Gemeinde in Tansania gehen. Auch die liturgischen Gegenstände werden herausgenommen und im Diözesanmuseum eingelagert.

Zur Stuttgartnacht wird St. Fidelis noch einmal geöffnet

Die leer geräumte Kirche wird zur Stuttgartnacht am Samstag, 20. Oktober, noch einmal geöffnet. Geboten wird ein Programm, das einen Vorgeschmack auf die künftigen spirituellen Angebote geben soll. Eingeweiht werden soll das Spirituelle Zentrum im Advent 2019. „Wir rechnen mit einer Bauphase von einem Jahr“, sagte Alexander Schmidt, der Abteilungsleiter Bauen im kirchlichen Verwaltungszentrum. Wenn die Baumaßnahmen im Herbst 2019 abgeschlossen seien, bleibe noch Zeit, für eine Reinigung und das Stimmen der Orgel.

St. Nikolaus: Experimente im Kirchenraum

Aktuelle Informationen gab es auch zu dem Beteiligungsprozess Jugend- und Gemeindekirche St. Nikolaus im Stuttgarter Osten. In den vergangenen Wochen haben sich Jugendliche aus ganz Stuttgart und Gemeindemitglieder aus St. Nikolaus in drei moderierten Workshops Gedanken darüber gemacht, was eine Jugend- und Gemeindekirche braucht und wie sie aussehen könnte. „Alle waren sich darin einig, dass es vor allem mehr Flexibilität braucht, die Möglichkeit Räume im großen Kirchenraum zu schaffen“, berichtete Gerit Fehrmann von der Stadtleitung des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Nach den Sommerferien beginne die Planung für das nächste Jahr: An Ostern 2019 soll eine Art Experimentierphase in der Kirche starten. „Die Gemeinde und die Jugendlichen sollen die Möglichkeit haben, in der  Kirche unterschiedliche Formate auszuprobieren und mit dem Raum zu experimentieren“, berichtet der stellvertretende Stadtdekan Matthias Haas. Erst danach soll es an die Sanierung der Nikolauskirche im Stuttgarter Osten gehen. Geplant ist im nächsten Jahr zudem die Zusammenarbeit mit Theatergruppen und Chören aus dem Stadtbezirk.

Sozialstation: schwierige Suche nach Pflegekräften

Dem Stadtdekanatsrat vorgelegt wurden zudem die Jahresberichte von Hospiz und Sozialstation. Martin Nottebaum, der neue Pflegedienstleiter der Katholischen Sozialstation Stuttgart, berichtete, dass die größte Herausforderung die Gewinnung von Mitarbeitern sei. „Entscheidend ist, dass die Mitarbeiter zufrieden sind und gerne bleiben“, so Nottebaum. Da Pflegekräfte auf dem Arbeitsmarkt rar seien, setze die Sozialstation auf die Ausbildung junger Mitarbeiter. Zudem würden im Moment hauswirtschaftliche Kräfte in pflegerischen Aufgaben geschult, damit die Pflegekräfte von bestimmten Aufgaben entlastet werden könnten. Auch werde derzeit das Leitbild überarbeitet.

Höhere Kirchensteuereinnahmen erwartet 

Thema in der Sitzung war zudem der neue pastorale Stellenplan der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Die wichtigste Veränderung gegenüber dem alten Stellenplan ist die Öffnung für andere Berufsgruppen. Da nicht nur bei den Priestern, sondern auch bei den Pastoral- und Gemeindereferenten in den nächsten Jahren die starken Jahrgänge in den Ruhestand gehen werden, sollen die Teams in den Gemeinden für andere Berufsgruppen geöffnet werden.

Vorgestellt wurden außerdem die Eckdaten des Haushalts 2019. Grundlage für die Berechung der Kirchensteuerzuweisungen für das nächste Haushaltsjahr sind die Katholikenzahlen aus dem Jahr 2016. Das Stadtdekanat Stuttgart erhält auf dieser Basis für 2019 eine Steuerzuweisung der Diözese in Höhe von 16,8 Millionen Euro, was einer Steigerung um rund 3,5 Prozent entspricht.

 

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