Vier Fragen an vier Räte

Wir brauchen unterschiedliche Blickwinkel

Was bewegt Menschen, sich in der Kirche zu engagieren, ihre Zeit in Gremien zu verbringen und das Gemeindeleben mitzugestalten? Drei Frauen und ein Mann beantworten stellvertretend für die vielen Kirchengemeinderäte vier Fragen, die sich neue Kandidatinnen und Kandidaten stellen könnten. Eines zeigt sich dabei klar: Alle sind mit dem Herzen dabei und bringen ihre je eigenen Talente ein. Vier Fragen an Elisabeth Schick-Ebert (52), Unternehmensberaterin und Kirchengemeinderätin in Maximilian Kolbe seit 2005 (dritte Periode) sowie "Gewählte Vorsitzende".

Kann ich etwas bewegen im KGR?

Man kann eine Menge bewegen, denn man gestaltet das Gemeindeleben aktiv mit. Man kann Gruppen ins Leben rufen, neue Formate gründen, Gottesdienst-Formen anpassen oder eine Vortragsreihe mit tollen Referenten konzipieren. Auch die Diskussion im KGR ist wichtig. Schließlich geht es darum, was mit der Kirchengemeinde passiert.

Was mache ich, wenn ich keine Zeit mehr habe?

Grundsätzlich sollte schon die Bereitschaft da sein, für fünf Jahre zu kandidieren. Aber wenn sich die Umstände ändern, kann man ein Mandat auch niederlegen. Es ist auch möglich, eine Zeitlang zu pausieren. Wenn man einen guten Grund hat, wird dafür jeder Verständnis haben.

Wie katholisch muss ich sein?

Ich finde es wichtig, dass die Pluralität im KGR abgebildet wird. Jeder und jede hat einen anderen Zugang zum Glauben. Der Kirchengemeinderat sollte daher auch nicht nur eine bestimmte Gruppe im Blick haben. Wir zählen 3300 Mitglieder, die Christentum auf unterschiedliche Weise leben. Nur ein kleiner Teil ist eng mit der Gemeinde verbunden. Gerade deshalb brauchen wir Menschen mit unterschiedlichen Talenten und Blickwinkeln, die Lust haben etwas zu bewirken.

Kann ich mich mit einem Spezialthema beschäftigen?

Absolut. Es macht ja auch Sinn, die Arbeit aufzuteilen und die eigenen Stärken und Vorlieben einzubringen. Man kann sich um die Homepage kümmern, fotografieren, Feste organisieren, Sternsinger betreuen, sich um Finanzen kümmern oder Wortgottesfeiern leiten. Da findet sich für jeden ein guter Platz.

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