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2019 soll die neue Kirche stehen.

In St. Peter wird am 2. Juli der Grundstein gelegt

In Stuttgart entsteht der aktuell einzige Kirchenneubau in der Diözese

Ende März haben die Bauarbeiten für die neue Kirche mit Gemeindezentrum begonnen, im Juli wird symbolisch der Grundstein gelegt. Die katholische Gemeinde lädt am Sonntag, 2. Juli, um 11 Uhr zu einem Gottesdienst in die evangelische Wichernkirche (Theodor-Veiel-Straße 98). Nach der Messe zieht die Gemeinde zur Baustelle von St. Peter in die Winterbacher Straße, wo um 12.30 Uhr die Grundsteinlegung gefeiert wird. Im Anschluss erwartet die Besucher ein kleiner Imbiss und die Gelegenheit, die Baustelle anzuschauen. Auf dem Memberg entsteht derzeit der einzige Kirchenneubau in der Diözese.   

Martin Kneer hat sich vorgenommen, im Amt zu bleiben, bis die neue Kirche eingeweiht ist, auch wenn dies noch mindestens anderthalb Jahre dauern wird. Der 73 Jahre alte Pfarrer freut sich auf den Neuanfang: „Unser Gemeindeleben wird durch den Neubau gewinnen.“ Neu gebaut wird seit März nicht nur eine Kirche mit hundert Plätzen, sondern darin integriert ein Gemeindezentrum, eine größere Kindertagesstätte und das Pfarrbüro. „Unser Gemeindezentrum wird der einzige öffentliche Ort im Stadtviertel sein, das bietet viele Chancen“, sagt Martin Kneer, der die Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Neckar leitet, zu der auch St. Peter gehört. Unmittelbar neben der neuen Kirche mit Gemeindezentrum baut die Stiftung Liebenau ein Wohnheim für 24 behinderte Menschen sowie eine Werkstatt. „Die unmittelbare Nähe zu den behinderten Menschen eröffnet uns neue Perspektiven für unser Gemeindeleben. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Liebenau werden wir schauen, welche Kooperationen möglich sind“, sagt Kneer. Die behinderten Menschen und ihre Betreuer sind denn auch zum Gottesdienst und zur Grundsteinlegung am 2. Juli eingeladen.

Der Gottesdienst wird am 2. Juli um 11 Uhr in der evangelischen Wichernkirche gefeiert. Die evangelische Wicherngemeinde gewährt der Gemeinde St. Peter während der Bauzeit Asyl. Alle sechs Wochen findet der katholische Gottesdienst in der evangelischen Kirche statt, an den anderen Sonntagen wird der Gottesdienst im Interimsquartier in der Argonnenstraße 14 gefeiert. In dem Wohngebäude befinden sich während der Bauzeit auch die Gemeinderäume, das Pfarramt und der Kindergarten. „Das Gemeindeleben läuft im Interimsquartier weiter, wenn auch mit gewissen Einschränkungen. Die Übergangszeit ist für alle Haupt- und Ehrenamtlichen eine Herausforderung, aber wir haben gute Lösungen gefunden“, so Pfarrer Kneer.   

Der Neubau von Kirche und Gemeindezentrum auf dem Memberg in Bad Cannstatt soll im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen sein. Die Investitionskosten belaufen sich auf insgesamt 6,3 Millionen Euro, von denen die Gemeinde mit ihren 2000 Katholiken rund 1,4 Millionen selbst aufbringen muss. St. Peter ist im Moment der einzige Kirchenneubau in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Zuletzt ist in Frommern im Zollernalbkreis eine katholische Kirche neu gebaut worden. Auch wenn St. Peter ohne Kirchturm geplant ist, wird der Neubau deutlich als ein sakrales Gebäude zu erkennen sein. „Gut sichtbar sein wird die Erhöhung über dem Altarraum, durch die Licht in den Kirchenraum hineinfällt. Das Gebäude hat eine zeitgemäße und klare Architektursprache. Dennoch wird es Nischen im Raum geben, etwa für die Taufe und für das Gebet, wie es in der Geschichte der katholischen Kirchenbauten bekannt ist. Durch die Lichtführung und die Inszenierung werden die Besucher spüren, dass sie sich an einem sakralen Ort befinden“, versichert Alexander Schmidt, der Leiter der Bauabteilung im kirchlichen Verwaltungszentrum. Die Gestaltung des Innenraumes mit Altar, Tabernakel und Taufbecken wird die Landauer Künstlerin Madeleine Dietz übernehmen, die ihr Können bereits in der katholischen Kirche St. Antonius in Kaltental gezeigt hat. Der Neubau der Kirche St. Peter wird ergänzt durch einen 50 Quadratmeter großen Gemeinderaum sowie einen Jugendraum. Bei größeren Veranstaltungen hat die Gemeinde die Möglichkeit, den Gemeinderaum durch das Foyer zu erweitern. Ebenfalls zu dem Neubau gehören ein Pfarrbüro und eine Kindertagesstätte mit vier Gruppen, darunter auch für unter Dreijährige. Der bestehende Regelkindergarten wird dann in eine Kindertagesstätte mit längeren Öffnungszeiten und mehr Betreuungsplätzen umgewandelt werden.
 
Die Bauarbeiten auf dem Memberg sind ein gutes Stück vorangeschritten. Der Keller ist betoniert, die Fundamente für das Erdgeschoss des Kirchenneubaus werden gerade ausgegossen. Im nächsten Schritt wird die Kellerdecke eingezogen. Dann ist alles bereit für die Grundsteinlegung. In die Zeitkapsel im Grundstein soll unter anderem eine aktuelle Ausgabe des Gemeindebriefs eingelegt werden. Die liturgische Feier der Grundsteinlegung wird der katholische Stadtdekan Christian Hermes zusammen mit Pfarrer Martin Kneer leiten. „Schon ganz zu Beginn des Baus wird im Ritus der Grundsteinlegung deutlich gemacht, dass wir nicht nur irgendein Gebäude bauen, sondern eine Kirche. Ebenso wichtig ist es zu sagen, dass die Kirche aus Stein die ,lebendigen Steine´, nämlich die Gemeindemitglieder braucht und dabei immer auf Christus als den Grundstein und hier in St. Peter auch auf Petrus, den Felsen, bauen kann“, so der Stadtdekan.




Das Programm vom Sonntag, 2. Juli, im Überblick


-    11 Uhr Festgottesdienst in der evangelischen Wichernkirche, Theodor-Veiel Straße 98

-    12 Uhr gemeinsamer Weg von der Wichernkirche zur Baustelle in der Winterbacher Straße 36

-    12.30 Uhr Feierliches Einlegen der Zeitkapsel in den Grundstein, Segnung und Grußworte

-     Anschließend Imbiss im Interimsquartier in der Argonnenstraße 14

-    14 Uhr Stunde der offenen Tür im Kindergarten St. Peter im Interimsquartier



 
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