„Alle sind eingeladen, einen Moment des Friedens miteinander zu teilen“, sagt Schwester Nicola Maria. Umrahmt von Friedensbannern und Musik können die Passantinnen und Passanten eine Kerze an dem Friedenslicht aus Bethlehem entzünden. „Eine Kerze bringt noch keinen Frieden, aber sie weckt die Sehnsucht nach gelingenden Beziehungen und einem friedvollen Miteinander. Wir brauchen in den Erschütterungen dieser Welt im Moment viel Widerstandskraft, um hoffnungsvoll und getrost zu bleiben“, so die evangelische Citydiakonin Doris Beck. Für sie ist es ein starkes Zeichen, dass die Kerzen mit dem Licht von Bethlehem entzündet werden: „Die Kraft Gottes ist es, die in uns Frieden schafft und zwischen uns wirksam wird.“
Gemeinsam für den Frieden eintreten
Weihnachten und der Wunsch nach Frieden sind für Schwester Nicola Maria untrennbar miteinander verbunden. „Wir wünschen uns ein friedvolles Weihnachten, nicht nur bezogen auf den Frieden in der Welt, sondern auch auf den Frieden im Familienkreis und in uns selbst. Das Friedenslicht ist ein Symbol der Hoffnung. Es regt zum Nachdenken an, wie ich selbst friedvoll bin und den Frieden in die Welt hinaustrage“, so Schwester Nicola Maria.„Es tut gut, sich mit den Menschen zu verbinden, die für Frieden beten und sich dafür einsetzen. Die Kerze, die ich anzünde, kann ein Anstoß sein, einen konkreten kleinen Schritt des Friedens im Alltag zu gehen“, ist sich Doris Beck sicher. Beteiligt an der Friedensaktion sind neben der Katholischen Citypastoral und den Evangelischen Citykirchen Stuttgart die Domgemeinde St. Eberhard, die Jungen Erwachsenen von jetzt.stuttgart sowie die Evangelische Jugend Stuttgart (EJUS) und das Katholische Jugendpastorale Zentrum YouCh.
Hintergrundinformationen zur Aktion Friedenslicht aus Bethlehem
Ins Leben gerufen wurde die Aktion Friedenslicht 1986 vom Österreichische Rundfunk (ORF). Seitdem wird das Licht von einem Kind an der Geburtsgrotte von Jesus in Bethlehem entzündet und über Wien weiterverteilt. Dieses Jahr steht die Aktion unter dem Motto „Auf der Suche nach Frieden“. Das Friedenslicht soll ein Zeichen und Anlass sein, hinzusehen, wo mutige Menschen sich für Frieden und Verständigung einsetzen und versuchen, im eigenen Umfeld für ein friedvolles Miteinander im Großen wie im Kleinen zu sorgen.
Pfadfinderinnen und Pfadfinder verteilen das Friedenslicht in den Gemeinden
In Deutschland ist die Aussendung seit vielen Jahren eine Gemeinschaftsaktion der Pfadfinder. Auch die Stuttgarter Stämme aus Obertürkheim, Hofen und Möhringen holen das Friedenslicht am Sonntag, 17. Dezember, bei der Aussendungsfeier ab. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder geben es dann an die Gläubigen weiter, zum Beispiel nach der Christmette an Heiligabend.