Kita Asemwald

Erzieherinnen stellen Osternester vor die Türen

Die Kindertagesstätten sind geschlossen. Offen ist lediglich die Notbetreuung für nur wenige Kinder. Die Erzieherinnen aber sind im Hintergrund noch immer tätig - und sind vor allem eines: darauf bedacht, mit den Kindern und ihren Familien Kontakt zu halten. Im Asemwald haben die drei Erzieherinnen in den vergangenen Tagen Osternester fertig gebastelt, gefüllt und den Kindern vor die Haustür gestellt - als Osterüberraschung.

Marita Arnold und ihre Kolleginnen haben die Osternester der Kinder fertig gebastelt und den Familien vor die Tür gestellt. © Lief Piechowski/Lichtgut

Die Kindertagesstätte war schon wegen Corona geschlossen. Zurückgeblieben waren auch die halb fertig gebastelten Osternester der Kinder. „Kurz vor der Schließung haben wir angefangen, mit den Kindern Nester aus Eierkartons und großen Joghurtbechern zu basteln“, erzählt Marita Arnold, die Leiterin der katholischen Kindertagestätte im Asemwald. 19 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren besuchen die eingruppige Kindertagesstätte, betreut werden sie von drei Erzieherinnen. „Es hat mich so traurig gemacht, dass ich mir dachte, wir können die Kinder doch nach Ostern nicht mir ihren halb fertigen Osternestern empfangen.“ Also haben sich die Erzieherinnen daran gemacht, die Nester fertig zu basteln, zu füllen und vor die Haustür der Kinder zu stellen. „Vorher haben wir natürlich alle Familien informiert", sagt Marita Arnold, die die Kinder vermisst und die auch bedauert, dass sie in diesem Jahr die Osterzeit mit den Kindern nicht begehen konnte.

Statt der Nestersuche im Garten eine Überraschung vor der Tür

Normalerweise beginnen die Erzieherinnen in der Woche vor Palmsonntag damit, den Kindern die Geschichte vom Einzug Jesu in Jerusalem zu erzählen. „Wir spielen die Geschichte in der Kita nach, legen Palmwedel auf den Boden und dann darf jedes Kind in die Stadt einziehen.“ Gemeinsam mit den Kindern gehen die Erzieherinnen in der Karwoche dann auch in die benachbarte Kapelle, erzählen und lesen vom Leidensweg Jesu und begleiten ihn dann bis zur Auferstehung. „Wir machen das natürlich auf eine Weise, die die Kinder verstehen“, sagt Marita Arnold, die seit elf Jahren die Kita im Asemwald leitet. Der Höhepunkt der Osterfeiern in der Kita ist jedes Jahr an Gründonnerstag das gemeinsam Osterfrühstück, an das sich dann die Nestersuche in dem großen Garten anschließt. „Da müssen die Kinder immer eine ganze Weile suchen, der Garten ist groß und die Freude auch“, sagt Marita Arnold. 

Die Kinder wissen, woher die Nester kommen

Bevor Marita Arnold die Osternester vor die Türen gestellt hat, hat die Teamleiterin kurz überlegt, ob noch ein Zettel dazu müsse, von wem das Osternest eigentlich ist. Dann aber war sie sich sicher:  „Die Kinder wissen das. Sie freuen sich über eine Überraschung aus der Kita." Ihr ist es wichtig, den Kontakt zu den Kindern und den Familien zu halten. „Wir müssen zeigen, wir sind immer noch da. Wenn eine Frage ist, können uns die Kinder und die Eltern auch anrufen. Wir sind abwechselnd in der Einrichtung.“

Im nächsten Jahr zieht die Kita um

Im nächsten Jahr wird die Kita Asemwald in das neue Pallotti-Areal umziehen, das das Siedlungswerk im Moment baut. Dann werden die zwei katholischen Kindertagesstätten in Birkach zusammengelegt und auch mehr Plätze für die Familien im Stadtteil angeboten. Vier Gruppen wird es dann geben. „Wir freuen uns schon auf den Umzug. Schön ist, dass wir schon an den Planungen beteiligt waren.“

Kennen Sie unseren Newsletter?

Wir informieren Sie gerne über unsere aktuellen Themen. Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an.

ANMELDEN