21. Juli um 17.30 Uhr

Kundgebung „Stuttgart bleibt solidarisch“

Am Freitag, 21. Juli 2023, ruft ein breites Bündnis zur Kundgebung "Stuttgart bleibt solidarisch - für eine gute, humanitäre Unterbringung und Versorgung geflüchteter Menschen in Stuttgart" auf. Die Kundgebung beginnt um 17.30 Uhr vor dem Rathaus, Marktplatz 1. Von der Katholischen Kirche sprechen Gemeindereferentin Christine Göttler-Kienzle und Johannes Reich, Geschäftsführer der Geschäftsstelle des Katholischen Stadtdekanats.

Integration benötigt Raum. Das bedeutet: angemessene Unterkünfte mit Sozialräumen, die im Stadtgebiet verteilt sind. Und Massenunterkünfte sowie die Belegung von Turn-/Sporthallen und Versammlungsräumen, wenn irgend möglich zu vermeiden. Für diesen Stuttgarter Weg stand bislang eine breite Mehrheit im Stuttgarter Gemeinderat. Jüngste Äußerungen einiger im Gemeinderat, keinen weiteren Unterkunftsmöglichkeiten für geflüchtete Menschen zustimmen zu wollen, sind ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich solidarisch für eine humanitäre Aufnahme und gute Integration einsetzen. Diese Haltung ist nicht nur gegenüber den Menschen, die vor Krieg und Verfolgung zu uns geflohen sind, sondern auch gegenüber allen Stuttgarterinnen und Stuttgartern unverantwortlich.

Die Kundgebung setzt sich für eine angemessene und humane Unterbringung und Versorgung von geflüchteten Menschen in Stuttgart ein. Auch die Katholische Kirche in Stuttgart unterstützt das breite Bündnis.

Statement von Stadtdekan Christian Hermes

"Die Positionierung der CDU sehe ich mit großer Sorge und Irritation. Was soll das? Die CDU-Fraktion macht der eigenen Verwaltung, den Trägern der Flüchtlingshilfe, den Flüchtlingskreisen und schließlich den Geflüchteten nur das Leben schwer, denn die Stadt hat schlichtweg gar keine Möglichkeit, die Unterbringung abzulehnen. Bei allem Verständnis für die Sorgen der Stuttgarterinnen und Stuttgarter müssen doch alle vernünftigen und verantwortlichen Kräfte der Gesellschaft alles dafür tun, um die aktuell unabweisbaren Aufgaben möglichst gut, fair und transparent zu bewältigen. Darum muss es doch gehen! Ich frage die CDU, was denn ihre konkreten und konstruktiven Vorschläge in der Kompetenz der Kommune sein sollen. Und ich frage natürlich auch, was eine solche Positionierung bewirken wird, außer Stimmung zu machen und damit rechtspopulistische Ressentiments zu unterstützen, ob gewollt oder ungewollt", so Stadtdekan Christian Hermes.

Gemeinsam die große Aufgabe in Stuttgart weiter gut bewältigen

"Was wir jetzt beim Thema Unterbringung von geflüchteten Menschen brauchen sind nicht Ablehnung und Verunsicherung, sondern: Wir müssen gemeinsam schauen, wie wir die große Aufgabe in Stuttgart weiter gut hinbekommen", so Christine Göttler-Kienzle und Johannes Reich von der Katholischen Kirche. Die Gemeindereferentin steht seit vielen Jahren mit geflüchteten Menschen und Einrichtungen in Kontakt, vor allem im Stuttgarter Norden. "Es gibt keine Alternative dazu, geflüchteten Menschen, die nach Stuttgart kommen, eine Unterkunft zu verschaffen. Denn auch wenn es viele sind, die zu uns kommen oder auf dem Weg zu uns sind – es sind Menschen, die Menschenwürde und Rechte haben: auf Unterkunft, auf Schutz, auf Bildung, auf Unterstützung durch uns", so der Geschäftsführer der Geschäftsstelle des Katholischen Stadtdekanats.

Die Kundgebung wird von einem breiten Bündnis unterstützt:

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