Gemeinsam zusammensitzen, auf der Wiese Hausaufgaben machen, Stockbrot backen, Feste feiern und Kräuterbeete pflegen – die Möglichkeiten des neuen Gartens werden vielfältig sein. Ziel ist, dass sich Menschen treffen, dass Begegnung und Austausch stattfindet, dass Kita-Kinder sich hier genauso wohl fühlen wie Gemeindemitglieder. Es soll ein Raum entstehen, der für alle Menschen da ist, unabhängig von Alter, Herkunft und Religion. Dafür muss der Garten jedoch erst aus seinem Dornröschenschlaf erwachen.
Mitmachwochenende am 18. und 19. Juli
Im Juli, August und September wollen die Projektbeteiligten gemeinsam graben, bauen, sägen, schrauben, streichen und pflanzen. Das erste Mitmachwochenende findet am 18. und 19. Juli 2026, jeweils von 11 bis 19 Uhr, statt. Interessierte sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen und mitzumachen. „Orto“ ist übrigens italienisch und bedeutet Gemüsegarten, Küchengarten oder Gärtnerei.
Gemeinsam einen offenen Garten anlegen
„Wir wollen gemeinsam einen offenen Garten für alle anlegen. Die Menschen sollen sich wohlfühlen, den Garten zu betreten und dort zu verweilen, wiederzukommen und mitzumachen“, sagt Pastoralreferent Magnus Meyer, der die unterschiedlichen Akteure vernetzt. „Baubotanisch gedacht ist der Garten kein fertiger Raum, sondern ein Prozess aus Wachstum, Verbindung und Pflege. Gemeinschaft entsteht als Gefüge aus Beziehungen, Praktiken und räumlichen Erfahrungen, das sich über die Zeit verdichtet und verändert“, erklärt Hannes Schwertfeger vom Bureau Baubotanik. Er freut sich darauf, gemeinsam mit vielen Engagierten Kräuterbeete, Schattenplätze, Sitzgelegenheiten, eine Grillstelle, Spielmöglichkeiten und mehr zu gestalten, so dass ein Garten für alle entsteht. „ORTO ermöglicht die individuelle und kollektive Aneignung, ohne eine bestimmte, festgelegte Nutzung vorzuschreiben“, sagt Ania Corcilius von salon populaire und ist gespannt, wie sich das Projekt entwickelt.
Preisträger von „The Churchground Project"
Als Preisträger des Wettbewerbs „The Churchground Project“ wird ORTO von der Berthold Leibinger Stiftung gefördert.