Degerloch

Sanierung der Kirche Mariä Himmelfahrt: Heimweh und Vorfreude

Im Innenraum der Kirche Mariä Himmelfahrt in Degerloch steht derzeit ein großes Gerüst, und an der Decke, die abgeschliffen und gestrichen wurde, ist schon die neue energiesparende LED-Beleuchtung zu sehen. Die Renovierungsarbeiten schreiten voran.

Bernhard Bayer und Frank Metzger stehen vor dem Durchbruch von der Kirche Mariä Himmelfahrt zum Friedhof
Bernhard Bayer und Frank Metzger vor dem Durchbruch von der Kirche Mariä Himmelfahrt zum Friedhof

Obwohl das große Gerüst im Innenraum noch viel verdeckt, ist eines bereits sichtbar: Durch die Renovierung wird die Kirche Mariä Himmelfahrt deutlich heller. Der Innenputz ist fertig, und die Wandflächen sind weiß gestrichen. Auf dem Boden sind die Markierungen für den Altar zu sehen, der künftig nicht mehr im Chorraum, sondern im Kirchenschiff steht. Nach der Renovierung wird es keine festen Kirchenbänke mehr geben, sondern Stühle, die je nach Bedarf umgestellt werden können.

Alpha und Omega im Kirchenraum

Durch die Versetzung des Altars ins Kirchenschiff wird auch der Chorraum größer und der vorhandene Bogen zu einem Omega, dem letzten Buchstaben des griechischen Alphabets, weitergeführt. So bekommt der Bogen eine weitere symbolische Ebene und zugleich bleibt der Blick auf das Mosaik des Künstlers Wilhelm Geyer, das die Himmelfahrt Mariens zeigt, erhalten. Auch das Alpha, der erste Buchstabe des griechischen Alphabets, wird im Eingangsbereich in die Raumgestaltung aufgenommen. Alpha und Omega erinnern an den Lebensanfang und das Lebensende.

Barrierefreier Zugang und Tür zum Friedhof

Bald wird das Raumgerüst abgebaut, dann können die Ausbauarbeiten beginnen. Der Bodenbelag wird erneuert und außerdem ein Aufzug eingebaut. Dieser ermöglicht vom Kirchvorplatz aus einen barrierefreien Zugang zur Kirche und zum TrauerZentrum. Auch am anderen Ende der Kirche tut sich einiges: Der Durchbruch für die Tür, die die Kirche mit dem Pfarrgarten und dem danebenliegenden Friedhof verbindet, ist bereits vollzogen. Umgebaut wird nach den Plänen des Architekturbüros Schneider Hoffmann aus Karlsruhe, das im Oktober 2021 den ersten Preis im Architektenwettbewerb gewonnen hat. „Wir sind sehr glücklich mit den Umbauplänen. Der Zugang zum Friedhof ist ein absoluter Gewinn und unschätzbar wichtig“, sagt Bernhard Bayer, der Vorsitzende der Gesamtkirchengemeinde Johannes XXIII., und schaut sich im Pfarrgarten um. Bereits ersichtlich sind die atriumförmig angelegten Sitzgelegenheiten, die künftig auch für spirituelle Angebote genutzt werden. Noch ist hier Baustelle, aber der Gartenbauer kann bald mit seinen Arbeiten – sowohl auf dem Vorplatz als auch im Pfarrgarten – beginnen.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Auf der Südseite des Kirchendachs ist schon die neue Photovoltaikanlage zu sehen, die via Dachpachtmodell Sonnenergie ins Netz speist. Die Beheizung der renovierten Kirche erfolgt mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Durch die wassergeführte Fußbodenheizung wird der Energiebedarf deutlich gesenkt. „Bei der Sanierung legen wir großen Wert auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz“, erklärt Frank Metzger, Architekt des Katholischen Verwaltungszentrums. „Ich bin überzeugt, dass wir die Gedanken unserer Vorfahren gut fortführen, nicht nur durch Bewahrung, sondern auch mit neuen Ideen und Perspektiven. Dass wir die Kirche als Gemeinde gemeinsam mit dem TrauerZentrum nutzen, ist zukunftsweisend und bringt uns nur Vorteile“, ist sich Bernhard Bayer sicher.

Vorfreude auf die Wiedereröffnung wächst

Während des Umbaus ist die Gemeinde Mariä Himmelfahrt zu Gast bei den evangelischen Nachbargemeinden in der Versöhnungskirche und der Michaelskirche. „Wir sind den beiden Gemeinden sehr dankbar, dass wir so selbstverständlich ihre Kirchen nutzen dürfen und dort eine unglaubliche Gastfreundschaft erleben. Das hat für neue Perspektiven in der Ökumene gesorgt. Und dennoch haben wir Heimweh nach Mariä Himmelfahrt und freuen uns schon jetzt auf die Wiedereröffnung“, sagt Dominik Weiß, Leitender Pfarrer der Gesamtkirchengemeinde Johannes XXIII. 

Spenden willkommen

Die Kosten für die Sanierung der Kirche sind mit 3,58 Millionen Euro angesetzt, von denen die Gemeinde Mariä Himmelfahrt etwa 120 000 Euro über Spenden aufbringen muss. Die mit 525 000 Euro veranschlagten Kosten für die neue Orgel, die planmäßig nach der Wiedereröffnung eingebaut wird, trägt die Kirchengemeinde selbst. Für die Renovierung und die neue Orgel sammelt die Gemeinde Spenden. Infos finden Sie unter www.mariaehimmelfahrt.de/spenden. Bilder der Kirchenrenovierung sehen Sie unter www.mariaehimmelfahrt.de/news/kirchenrenovierung.

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