Facebook-Serie

Sommer auf Katholisch

Sommerzeit ist Reisezeit. Wir stellen sechs Katholikinnen und Katholiken vor, die ihren Urlaub sozial oder spirituell gestalten. Die Franziskanerin Ina Franziska radelt mit einer Mitschwestern jeden Sommer von Ordensgemeinschaft zu Ordensgemeinschaft, der Student Philipp Linhart leitet im Team das Zeltlager von St. Georg mit rund 60 Kindern und Jugendlichen, Michael Guntermann verbringt seinen Sommer im Waldheim und Stuttgarts Stadtdekan Christian Hermes zieht sich jeden Sommer für ein paar Tage in Schweigeexerzitien zurück. Woche für Woche stellen wir auf Facebook in der Reihe „Sommer auf katholisch“ eine Person vor. Los geht es am 28. Juli.

Drei Jahre lang hat Philipp Linhart als Jugendlicher am Zeltlager von St. Georg teilgenommen, dann hat er als Betreuer mitgemacht und jetzt gehört er zur Lagerleitung. Die Vorbereitung läuft schon Monate vorher, damit 60 bis 70 Kinder und Jugendliche, 20 Betreuerinnen und Betreuer und ein Küchenteam die ersten beiden Wochen der Sommerferien entspannt und doch aktiv in der Natur verbringen können. In diesem Jahr werden die Zelte wieder in Seedorf bei Rottweil aufgeschlagen. „Im Ort kennen uns die Menschen schon. Wir hören von vielen Seiten, schön, dass ihr wieder da seid“, erzählt der Student der Betriebswissenschaften.

Ohne Internet und fließend Wasser, aber mit intensiver Gemeinschaft

Für Philipp Linhart sind die beiden Wochen im Jahr eine besonders intensive, soziale und spirituelle Zeit. Wer mitfährt, muss sein Handy zuhause lassen, auch die Betreuer. Für Notfällte gibt es ein altes Tastenhandy ohne Internetzugang. Ohne Zugang zum Internet und auch ohne fließend Wasser kommen die Kinder, Jugendlichen und die Erwachsenen aus, fürs Waschen und Zähneputzen geht es zum Fluss. Jeder Tag beginnt mit einem Morgenkreis, tagsüber werden Schnitzeljagden, Badeausflüge, Wanderungen und Erkundungen in der Natur angeboten. Abends treffen sich alle wieder zum Singen am Lagerfeuer. „Ich erlebe Gemeinschaft an keinem anderen Ort und zu keiner Zeit im Jahr so intensiv wie im Zeltlager. Alle schauen aufeinander, wir leben unseren Glauben in der Gemeinschaft“, sagt der 21-Jährige.

Radeln von Kloster zu Kloster

Schwester Ina Franziska erlebt viele Gemeinschaften in ihren Sommerurlauben. Unterwegs ist sie jeden Sommer mit ihrer Mitschwester Luzia, gemeinsam radeln die beiden von Kloster zu Kloster, von Ordensgemeinschaft zu Ordensgemeinschaft. „Wir fragen vorher an, ob wir eine Unterkunft bekommen können und wir bezahlen auch dafür, wenn man uns lässt“, erzählt die Ordensfrau. Wenn es möglich ist, nehmen sie an den Stundengebeten der Ordensleute teil und auch an den gemeinsamen Mahlzeiten. „Auf diese Weise bekommen wir einen guten Einblick in die Lebensweise anderer Ordensgemeinschaften und lernen viele wunderbare Menschen kennen“, sagt die Franziskanerin.

Und wenn es mal nicht nach Plan läuft und starker Regen oder Gewitter die Weiterfahrt unmöglich machen, findet sich immer ein Unterschlupf. „Dann fragen wir bei den katholischen Gemeinden an oder bei dem nahegelegenen Kloster. Bisher sind wir immer aufgenommen worden. Das ist eine sehr schöne Erfahrung, die mich immer aufs Neue mit Dankbarkeit erfüllt.“

Mehr Menschen bei unserer Facebook-Reihe "Sommer auf katholisch"

Jede Woche in den Sommerferien stellen wir auf Facebook in der Reihe „Sommer auf katholisch“ eine Person vor, die auch in den Ferien ihren Glauben lebt. Los geht es am Donnerstag, 28. Juli, mit dem indischen Pfarrer Abin Sunny. Er ist zurzeit als Urlaubsvertretung in der Gesamtkirchengemeinde Stuttgarter Madonna.

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