Die Solarenergie, die von Stuttgarts Kirchendächern aus produziert wird, kommt bei allen an: Der Strom wird vollständig ins Netz eingespeist, so dass alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter von dieser nachhaltigen Energie profitieren können. Das Stadtdekanat Stuttgart setzt auf das Dachpachtmodell und arbeitet dabei überwiegend mit der diözesaneigenen DRS regenerative Energie GmbH (DRS-E) zusammen. Die bisherigen Anlagen generieren insgesamt pro Jahr knapp 300.000 Kilowattstunden Solarstrom; in zwei Jahren soll die Produktion durch weitere, bereits beschlossene Anlagen auf weit über 1.000.000 Kilowattstunden jährlich steigen. Der ins Netz eingespeiste Strom erspart Stuttgart dann so viel CO₂, wie es etwa 20 % der energiebedingten CO₂-Emissionen der katholischen Kirche hier entspräche.
Solaranlage auf dem Dach von St. Christophorus
Die Solaranlage wurde auf dem Satteldach mit 30° Neigung angebracht. Weitere Details:
- Erwarteter Jahresertrag: 157.000 kWh (deckt den Bedarf von ca. 45 Haushalten)
- Jährliche CO₂-Einsparung: 60 Tonnen (vergleichbar mit der Pflanzung von 2440 Bäumen)
- Einspeisung: Volleinspeiseanlage
Mit regenerativen Wärmeerzeugern zur Klimaneutralität
Um den CO₂-Ausstoß deutlich zu reduzieren und das ausgerufene Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, sollen bis 2035 alle Wärmeerzeugungsanlagen im Stadtdekanat mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Die Umstellung auf regenerative Wärmeerzeuger im Rahmen des „Heizungskonzepts“ des Stadtdekanats, das heißt in den Objekten mit den höchsten Emissionen, wird den energiebedingten CO₂-Ausstoß bereits bis zum Jahr 2030 um ca. 65 Prozent senken. Außerdem werden weitere Objekte angegangen. Eine Wärmepumpe wird beispielsweise derzeit im Rahmen der Sanierung von Mariä Himmelfahrt in Stuttgart-Degerloch eingebaut.