Heilige Familie in Rohr

Studierende entwickeln Ideen für Kirche mit Café

19 Entwürfe haben Studierende der Hochschule für Technik Stuttgart für den Umbau von Heilige Familie in Rohr erarbeitet. Kirche und Gemeindehaus sind in die Jahre gekommen und der Investitionsbedarf ist erheblich. Deswegen sind Veränderungen notwendig. Wie diese aussehen könnten, haben Architekturstudentinnen und -studenten nun dem Kirchengemeinderat präsentiert. „Es ist spannend zu sehen, was alles möglich wäre“, sagt Andreas Marquardt, der leitende Pfarrer der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Vaihingen. Ausgewählte Arbeiten werden am Samstag, 15. Juli, um 16 Uhr in einer öffentlichen Gemeindeversammlung im Gemeindezentrum, Dürrlewangstraße 36, vorgestellt.

Über 6.500 Quadratmeter umfasst das Grundstück der Kirchengemeinde Heilige Familie in Stuttgart-Rohr, auf dem unter anderem die Kirche, das Gemeindehaus und die Kita untergebracht sind. Die Kosten für erforderliche Sanierungsarbeiten an den aus den 60er Jahren stammenden Gebäuden sind immens und machen die Entwicklung des Standorts notwendig. Eine Idee ist es, etwa die Hälfte der Grundfläche zu verkaufen und den Kirchenkomplex umzugestalten. Ein Vorhaben, das viel Raum für spannende Ideen und kreative Ansätze bietet und sich damit ideal für ein Studienprojekt eignete.

„Ausarbeitung hat großen Spaß gemacht“

„A„Wir suchen immer wieder Orte, deren Innenräume wir verändern können. Ein sakraler Raum, der für alle offen ist und alle betrifft, ist natürlich besonders spannend“, so Professor Peter Krebs von der Hochschule für Technik. Einen persönlichen Bezug zur Kirche haben viele seiner Studierenden nicht, weshalb die Bedenken anfangs groß waren. „Ein Kirchenraum ist nichts Alltägliches für mich, deswegen war es schwierig, einen Zugang zu finden“, sagt Eileen Weber. „Als die Idee aber erst einmal da war, hat die Ausarbeitung großen Spaß gemacht.“ Der Entwurf der Bachelorstudentin zeichnet sich dadurch aus, dass der Kirchenraum verkleinert wird und ein neues Innen und Außen entsteht. Denkverbote gab es keine. So haben sich die Studierenden auch für ein Café in der Kirche entschieden, dass in ihren Augen ein Gewinn für den Stadtteil und ein Zeichen einer offenen Gemeinde wäre. Diese Idee sowie die Wünsche der Gemeinde wurden in den Entwürfen auf ganz unterschiedliche Weise umgesetzt. „Wir suchen nicht das eine richtige Ergebnis, sondern die Vielfalt der Möglichkeiten. Das öffnet den Blick“, so Peter Krebs.

Präsentation der Arbeiten bei der Gemeindeversammlung am 15. Juli

Am Freitag, 7. Juli, wurden die Semesterarbeiten dem Kirchengemeinderat, Pfarrer und Leiter der Bauabteilung des Stadtdekanats Alexander Schmidt präsentiert. Die Anwesenden zeigten sich begeistert von der Kreativität der Studierenden. „Es sind frische und unvoreingenommene Planungsideen“, sagte Schmidt. „Die Entwürfe sind super. Jeder Einzelne hat etwas Besonderes“, so Pfarrer Andreas Marquardt. Einige ausgewählte Arbeiten werden am Samstag, 15. Juli, um 16 Uhr im Gemeindezentrum Zur Heiligen Familie mit Plänen und Modellen präsentiert. In der öffentlichen Gemeindeversammlung werden zudem der Handlungsbedarf und die geplante Vorgehensweise der Standortentwicklung erläutert, Professor Peter Krebs hält einen Impulsvortrag und es wird einen Rundgang mit Dialogstationen geben. Alle Interessierten sind zu der Veranstaltung eingeladen.

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