Stuttgart-Ost

Umbau der Jugend- und Gemeindekirche St. Nikolaus im Zeitplan

Durch die Kirchenfenster mit den warmen Pastelltönen fallen Sonnenstrahlen, der Altar steht schon an seinem neuen Platz und auf dem Boden ist bereits erkennbar, wo später das Kreuz sowie die Stationen des Kreuzwegs sein werden. Es herrscht eine rege Betriebsamkeit im Inneren der katholischen Kirche St. Nikolaus (Werastr. 120, Stuttgart-Ost), die derzeit von einer Gemeindekirche in eine Jugend- und Gemeindekirche umgebaut wird. Die Umbauarbeiten sind in vollem Gange und liegen im Zeitplan. Am Freitag, 5. Dezember, kommt der Heilige Nikolaus und verteilt kleine Gaben.

Architekt Aaron Werbick, Jugendseelsorger Maximilian Magiera und Pfarrer Josef Laupheimer (v.l.n.r.)
Architekt Aaron Werbick, Jugendseelsorger Maximilian Magiera und Pfarrer Josef Laupheimer (v.l.n.r.)

Mobile Bänke, ein Kreuz, das an sieben Stationen aufgestellt werden kann, und flexible Wände – nach dem Umbau wird in der Jugend- und Gemeindekirche St. Nikolaus vieles in Bewegung sein können. Das rechte Seitenschiff bietet Raum für Begegnung, Austausch und Gemeinschaft, hier können beispielsweise auch Workshops abgehalten werden. Auf der linken Seite lädt das kontemplative Seitenschiff zum Gebet, zur Stille und zum Erleben des Kreuzwegs mit seinen acht Stationen ein. „Kirchenräume sind gerade auch für junge Menschen beeindruckend. Hier können sie spirituelle Erfahrungen machen und ihren Glauben auf vielfältige Weise erleben“, sagt Jugendseelsorger Maximilian Magiera. Schon jetzt ist erkennbar: Die Kirche wird hell, einladend und voller Möglichkeiten sein.

Einladende Kirche für alle Generationen

Die Kirche wird tagsüber geöffnet sein, sodass Menschen, die Ruhe suchen, sie hier finden. Und auch diejenigen, die Gemeinschaft erleben wollen, sind in St. Nikolaus an der richtigen Adresse, sei es bei den vielfältigen Gottesdiensten oder im neuen Gruppenraum am Ort der früheren Sakristei. Von der Kinderkirche bis hin zu Jugend-, Gemeinde- und Seniorentreffen steht dieser Raum allen Gruppen offen. St. Nikolaus will eine einladende Kirche sein, so wie der Heilige Nikolaus, der Schutzpatron der Kirche, den Menschen zugewandt war. „Wir wollen das Miteinander von Jung und Alt, von nah und fern fördern und wünschen uns, dass die Menschen hier eine spirituelle Heimat finden und wir alle gemeinsam zur Ehre Gottes den Raum mit Leben füllen“, blickt Josef Laupheimer, Leitender Pfarrer der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Ost, voller Zuversicht in die Zukunft. Das spirituelle Leben von St. Nikolaus wird bereichert durch die Scalabrini-Missionarinnen, die im Gemeindehaus wohnen und in der Kirche ihre Gottesdienste mit jungen Menschen aus aller Welt feiern werden.

Flexible Nutzung des Kirchenraumes

Realisiert wird der Umbau nach den Plänen des Architekturbüros Prinzmetal. 2018 wurde der erste Beteiligungsprozess initiiert, in der Erprobungszeit von September 2019 bis Sommer 2024 wurde mit verschiedenen Modellen getestet, welche Gestaltungsformen in der künftigen Jugendkirche, die weiterhin auch Gemeindekirche bleibt, möglich sind. Bewährt haben sich beispielsweise mobile Bänke. „Es wird eine Grundaufstellung geben mit Zentrierung auf das Kreuz, den Altar und die Bänke. Für verschiedene Anlässe kann dann flexibel umgebaut werden“, erklärt Architekt Aaron Werbick. In die Bögen der Seitenschiffe sind nun Querstangen eingebaut, sodass mit Vorhängen kleine Räume abgeteilt werden können. Ein Trinkwasserbrunnen kann bei Workshops als Wasserquelle genutzt werden und ein Hublift ermöglicht einen barrierefreien Zugang vom Kirchenraum zum Chor und zum Gruppenraum. Die großen Veränderungen und die vielen Details machen diese Kirche zu einem besonderen Ort.

Umbauarbeiten 2026

Im neuen Jahr wird der Sichtestrich verlegt, und schon bald darauf ziehen die neuen Einbaumöbel – eine ausgewogene Kombination aus warmem Holz und frischen Farben – ein. „So nimmt St. Nikolaus nach und nach wieder Gestalt an – vertraut und doch neu“, freut sich Aaron Werbick.

Nachhaltiger Umbau

Das Frieren im Winter gehört der Vergangenheit an: Innovative Dämmungen und eine Wärmepumpe sorgen künftig für Wohlfühlatmosphäre. Auf dem Dach produziert eine Photovoltaik-Anlage Solarenergie und auch die Beleuchtung wird künftig energiesparender sein.

Zur Geschichte der Kirche St. Nikolaus

Von den vier Ostgemeinden ist St. Nikolaus die älteste, gebaut ab August 1895 von Baurat Ulrich Pohlhammer, geweiht von Bischof Paul Wilhelm von Keppler kurz vor der Jahrhundertwende im Jahr 1899. Die Kirche brannte im Krieg aus und wurde in ihrer heutigen Form wiederaufgebaut. Zuletzt wurde die Kirche in den 1970er-Jahren renoviert. Es gibt durch den Umbau viele Veränderungen, aber einiges bleibt auch bestehen, wie zum Beispiel der Tabernakel, der im Zweiten Weltkrieg heil blieb, obwohl die Kirche weitgehend zerstört wurde. Die Kirchengemeinde St. Nikolaus gehört zur Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Ost mit insgesamt rund 10.000 Katholikinnen und Katholiken.

Kosten für den Umbau

Die Kosten für den Umbau liegen bei 3,95 Millionen Euro, große Anteile tragen das Katholische Stadtdekanat Stuttgart und die Diözese Rottenburg-Stuttgart. 140.000 Euro muss die Gemeinde über Spenden aufbringen.

Spenden für die Gemeinde St. Nikolaus

Die Gemeinde freut sich über jede Unterstützung. Konto der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Ost: IBAN DE 52 6005 0101 0004 3945 78, BIC SOLADEST600, Verwendungszweck: Spende für die Jugend- und Gemeindekirche St. Nikolaus

St. Nikolaus vor der Baustelle am 5. Dezember

Am Freitag, 5. Dezember 2025, kommt der heilige Nikolaus um 16 Uhr auf den Hof vor der Kirchenbaustelle. Bei dieser Nikolausfeier erzählt der Heilige seine Geschichte und verteilt kleine Nikolausgaben. Der Nachwuchschor des collegium iuvenum Stuttgart (cis) wird singen. Eingeladen sind Klein und Groß, Jung und Alt, aus dem Quartier und darüber hinaus. 

 

Weitere Infos zum Umbau sind hier zu finden: https://stuttgart.bdkj.info/themen/jugendkirche

 

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