16 Videos über das Matthäus-Evangelium sind bereits auf der Website von Mariä Himmelfahrt zu sehen. Gedreht wird an unterschiedlichen Orten unter Mitwirkung verschiedener Personen der Gesamtkirchengemeinde. So entstehen abwechslungsreiche Filme, die dazu einladen, das Matthäus-Evangelium mit zu erleben.
„In den letzten Jahren und Jahrzehnten ist viel Wissen und Gewissheit verloren gegangen. Über die katholische Kirche hören wir vermehrt schlechte Nachrichten. Deshalb wollen wir die gute Nachricht, die Frohe Botschaft von Jesus Christus in den Evangelien wieder in neuer Form bekannt machen“, sagt Klaus Käppler. Eine bessere Lebensregel gäbe es für ihn nicht und so wurde er aktiv: „Ich dachte mir, ich gehe auf die Wurzel unseres Glaubens zurück. Wir lesen das Evangelium von A bis Z, jedes Kapitel und jeden Satz.“ Dabei geht es ihm nicht nur um das Lesen, sondern auch darum, die Inhalte verständlich aufzubereiten. „Ich bin überzeugt davon, dass eine Person, die sich mit dem Evangelium auseinandersetzt, ein positives Bild von Kirche bekommt“, so Klaus Käppler.
Engagiertes und motiviertes Team produziert Videos
Anneliese Hecht übernimmt die Regie und kümmert sich um die Erschließung der Texte. „Wir wollen zeigen, wie lebendig und wie überraschend aktuell Bibel ist. Manchmal konfrontiert sie auch und fordert uns heraus“, so die Bibeltheologin. Sie arbeitete bis 2019 im Katholischen Bibelwerk und erhielt 2020 das Ehrenzeichen des Papstes „Pro Ecclesia et Pontifice“. Mit im Team ist außerdem Adelheid Häussler, die für Organisatorisches zuständig ist.
Freitags um 18.00 Uhr in Mariä Himmelfahrt
Zusätzlich zu den Videos wird vor Ort das Evangelium gelesen: In den Gottesdiensten, die freitags um 18 Uhr in Mariä Himmelfahrt in Degerloch gefeiert werden, legt Pfarrer i. R. Libert Hirt das jeweilige Kapitel theologisch aus.
Zu Fuß nach Jerusalem
Bis Ende des Jahres geht es bei den Videos weiter um das Matthäus-Evangelium. Klaus Käppler war Jesus auch schon auf ganz andere Weise auf der Spur. Nach seiner beruflichen Tätigkeit ist er von Degerloch nach Jerusalem gepilgert. In 36 Etappen, verteilt auf zehn Jahre (2004-2014), hat der Rentner 6.260 Kilometer zurückgelegt. „Das war ein ganz großes Erlebnis. Unterwegs macht man sich viele Gedanken, auch darüber, wie man das Evangelium bekannter machen kann.“ So hängt das Video-Projekt nicht unmittelbar, aber auch, mit dem größten Reiseabenteuer seines Lebens zusammen.