Seit dem Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin sind Kirchen- und Katholikentage für Kai Oßwald und seine Familie fester Bestandteil des Kalenders. Das verlängerte Wochenende um Christi Himmelfahrt ist alle zwei Jahre für das Großereignis reserviert. „Mich faszinieren der Festivalcharakter, die Begegnungen mit Menschen und die besonderen Gottesdienste“, erklärt er. Doch Oßwald ist nicht nur Gast: Seit sechs Jahren engagiert er sich auch ehrenamtlich. Als Quartiermeister koordiniert er ein zehnköpfiges Team und ist Ansprechpartner für Mitarbeitende des Katholikentags sowie für den Hausmeister der Schule, in der die Helfenden übernachten.
Vorfreude auf den Katholikentag
„In Stuttgart waren in meinem Quartier Familien untergebracht, in Erfurt große Jugendgruppen und in Würzburg werden es rund 260 ehrenamtliche Helfende des Katholikentags sein“, berichtet Kai Oßwald, der mit seiner Familie auch in der Schule übernachtet. Um auf die Aufgabe vorbereitet zu sein, hat er bereits zwei Online-Schulungen absolviert und wurde im Schutz- und Fürsorgekonzept unterwiesen. Brandschutz, Hygiene, Nachtwache, Frühstück – es gibt viel zu beachten und zu organisieren. Trotzdem bleibt auch Zeit, um die Veranstaltungen und Gottesdienste des Katholikentags zu besuchen. „Auf engem Raum erlebt man den Glauben intensiv: Viele Themen werden diskutiert, und ich komme mit vielen Christen ins Gespräch. Ich werde mir im Programm bestimmt auch einen Gottesdienst nach einem besonderen Ritus aussuchen“, so der Katholik, der sich auch in Stuttgart ehrenamtlich engagiert, zum Beispiel als Gewählter Vorsitzender des Stadtdekanatsrats.
Hab Mut, steh auf
Zum Katholikentag in Würzburg reist Kai Oßwald nicht allein; auch seine Frau und seine zwei Töchter sind dabei und engagieren sich ehrenamtlich. „Der Katholikentag bietet für alle Generationen etwas, und es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Es ist eine intensive und gleichzeitig sehr schöne Zeit“, weiß er aus Erfahrung und blickt voller Vorfreude auf die Zeit vom 13. bis 17. Mai in Würzburg. Das Motto des 104. Deutschen Katholikentags „Hab Mut, steh auf“ passt für ihn perfekt: „Lass dich nicht unterkriegen, auch wenn es im Glauben oder in der Kirche mal schwierig ist, sondern steh auf und mach mit.“