Viele Eltern trauern um ein Kind, das nicht lebend zur Welt kommen durfte oder das sie verloren haben: durch eine Fehlgeburt oder durch die Entscheidung zu einem Schwangerschaftsabbruch. Die Trauerfeier beginnt an der großen Treppe vor der Feierhalle auf dem Pragfriedhof im Stuttgarter Norden. Von dort aus gehen die Eltern und die anderen Angehörigen gemeinsam zum Grab. Klinikseelsorgerinnen und -seelsorger aus Stuttgart und dem Rems-Murr-Kreis gestalten die ökumenische Trauerfeier und nehmen sich anschließend Zeit für persönliche Gespräche.
Den Schmerz mit anderen teilen
Herzlich eingeladen sind betroffene Eltern, die in den vergangenen Monaten ein Sternenkind verloren haben, sowie deren Verwandte und Freunde. Es kann Trost und Hilfe sein, einen konkreten und liebevoll gestalteten Ort für die eigene Trauer zu haben, an dem man den Schmerz mit anderen teilen kann. Trauerfeier und Bestattung finden unter Einhaltung der Corona-Reglen und durchgängig im Freien statt. Die Kosten für Grabstätte und Grabpflege übernimmt das städtische Friedhofsamt Stuttgart. Dies bedeutet aber, dass eine individuelle Grabgestaltung nicht möglich ist.