Tanz in Mariä Himmelfahrt

Ballett vom Feinsten in der Kirche

In der katholischen Kirche Maria Himmelfahrt in Degerloch wurde dies an drei Abenden vom 12. bis 14. Juni eindrucksvoll erlebbar. Mit der Tanzperformance CHIMERE verwandelte sich der Kirchenraum in einen Ort der Bewegung, der Begegnung und der großen Fragen des Lebens. Möglich wurde dieses außergewöhnliche Projekt durch die Ballettbegeisterung und das Engagement von Pfarrer Dominik Weiß sowie die Zusammenarbeit mit dem Choreografen und Regisseur Alessandro Giaquinto. Gemeinsam brachten sie eine Kunstform in den Kirchenraum, die ohne Worte auskommt – und dennoch viel zu sagen hat.

Henrik Erikson, erster Solist beim Stuttgarter Ballett in tänzerischer Pose bei der Tanzoperformance CHIMERE in der katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt in Degerloch

Denn die Fragen, die CHIMERE aufgeworfen hat, sind auch die Fragen, die Menschen seit jeher in Kirchen tragen: Wer bin ich? Was verbindet uns miteinander? Was bleibt? Was verwandelt sich? Was trägt uns durch Freude und Verlust? Was passiert nach dem Tod? Maria Himmelfahrt ist ein Ort, an dem Menschen heiraten, ihre Kinder taufen lassen, trauern und beten. Ein Ort für die Höhen und Tiefen des Lebens. Genau diese Erfahrungen spiegelte auch die Performance wider. Für Dominik Weiß war es ein ganz besonderes Projekt: “Im Eingang unserer Kirche findet sich das Alpha, im Chorraum das Omega, Anfang und Ende, Geburt und Tod. Wir feiern in der Kirche Taufen und Hochzeiten und wir nehmen in Trauerfeiern Abschied von Menschen. Die Kirche steht für das Leben, den Tod und die Auferstehung. Die Kirche bietet Raum für unser Gebet, für Stille, für Freude, für Klage. Wir konnten an drei Abenden erleben, wie der Tanz in CHIMERE Fragen an unseren Glauben, an unser Menschsein, an unser Leben stellen kann”, so der Leitende Pfarrer der Gesamtkirchengemeinde Johannes XXIII. 

Besucherinnen und Besucher waren eingeladen 

Mehr als 400 Besucherinnen und Besucher ließen sich bei zwei Aufführungen und einer Generalprobe auf diese besondere Erfahrung ein. Die beiden herausragenden Tänzer des Stuttgarter Balletts, Henrik Erikson und Mizuki Amemyia, schenkten dem Publikum eine beeindruckende Darbietung voller Kraft, Sensibilität und Hingabe. Möglich gemacht wurde die Veranstaltung durch zahlreiche Sponsoren aus Stuttgart und der Region. Und weil Kunst und Spiritualität vom Austausch leben, klang der Abend bei einem Glas Wein der Degerlocher Weingärtner aus. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen – über das Gesehene, über die Fragen des Lebens und darüber, was Menschen miteinander verbindet.

Neue Orgel und Renovierung mit einer Spende unterstützen

Die Degerlocher Kirche selbst hat mir der Renovierung eine Verwandlung erfahren und wurde erst Anfang dieses Jahres wiedereröffnet. Derzeit wird noch die neue Orgel eingebaut. Die Kirche ist Ort des Glaubens, der Kunst, Begegnung und Inspiration. 

Wer dazu beitragen möchte, dass dieser besondere Ort weiter wächst und erstrahlt, kann die neue Orgel und die Kirchenrenovierung mit eine Spende unterstützen. Informationen hierzu finden sich auf der Homepage der Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt

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