Die Idee zu diesem Projekt stammt von Claudia Ebert, Seelsorgerin bei Menschen mit Behinderung. In den vergangenen beiden Jahren hat sie an Schulen, in Pflegeeinrichtungen, im Kinderhospiz und an vielen weiteren Orten gemeinsam mit Menschen mit und ohne Behinderung mehr als 1.000 Glückspilze aus Ton geformt. „Beim Tonen der Glückspilze lenken wir unseren Blick auf das, was geht. Jede und jeder kann etwas, das zeigen die Glückspilze eindrücklich“, sagt Claudia Ebert.
Die Entstehung der Pilzköpfe
Jeder Pilzkopf entsteht durch das Tonen mit den Händen, wobei die Form einer offenen Hand entsteht. Auf der Unterseite jedes Pilzkopfes steht der Name der Person, die ihn geformt hat. Jeder Glückspilz ist damit ebenso einzigartig wie der Mensch, der ihn geschaffen hat. „Niemand kann sehen, ob der Glückspilz von einem Menschen mit oder ohne Behinderung geformt wurde. Die 1.000 Glückspilze sagen: Der Mensch ist, so wie er ist, wunderbar!“, betont die Seelsorgerin. In den getonten Glückspilzen hat Claudia Ebert das Thema „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ leichter verständlich gemacht und in die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung gebracht.
Von der Generalprobe zur großen Ausstellung
In Stuttgart stehen nun 100 Glückspilze auf der Wiese zwischen den Wohngruppen der Stiftung Liebenau und der Kirche St. Peter (Winterbacher Straße 36, Bad Cannstatt). Trotz des trockenen Bodens, der das Einstecken der Pilze erschwerte, haben die Schülerinnen und Schüler mit voller Tatkraft ihre Mini-Ausstellung in Bad Cannstatt wachsen lassen. Mit den heutigen Erfahrungen im Gepäck reisen sie am Montag, 22. Juni, nach Ellwangen und bauen dort die große Glückspilzausstellung auf.
1.000 Glückspilze auf der Landesgartenschau
Von Dienstag, 23. Juni, bis Freitag, 3. Juli 2026, können die 1.000 Glückspilze auf der Landesgartenschau besichtigt werden. „1.000 Glückspilze mit 1.000 Menschen zu tonen und auszustellen, macht den Gedanken sichtbar: Jede und jeder von uns ist wertvoll und wichtig“, freut sich Claudia Ebert über die gelungene Generalprobe in Bad Cannstatt. Durch das Projekt ist sie mehr denn je überzeugt: „Teilhabe macht glücklich!“
Glückspilze finanzieren inklusive Taizé-Fahrt
Im Anschluss an die Ausstellungen in Ellwangen und Bad Cannstatt werden die Glückspilze gegen eine Spende abgegeben. Der Erlös fließt in die inklusive Taizé-Fahrt, die Claudia Ebert für 2027 organisiert.
Beitrag von regio-tv.de
Regio-TV war in Stuttgart mit der Kamera dabei, hier der Link zum Beitrag: www.regio-tv.de/