Bereits seit 2006 ist Michael Heil in Stuttgart tätig, zuletzt zehn Jahre lang als Pfarrer in den Gemeinden von Stuttgart-Mitte und seit diesem Jahr auch als Administrator für die Gemeinden im Stuttgarter Süden. Seit 2018 ist der 48-Jährige zudem als stellvertretender Stadtdekan unter anderem für die Bereiche Jugendpastoral und Kirchenmusik zuständig. Die Landeshauptstadt ist ihm ans Herz gewachsen, deshalb freut er sich, bleiben zu können und doch an einem neuen Ort zu beginnen: in der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Nordwest, die die Gebiete Feuerbach, Weilimdorf und Giebel umfasst. „Die Stuttgarter Kirche steht vor großen Veränderungen. Die anstehenden Aufgaben möchte ich gemeinsam mit den vielen ehrenamtlich Engagierten, den Gemeindemitgliedern und dem erfahrenen Pastoralteam beherzt angehen. Wichtig wird dabei die Kooperation mit den Einrichtungen und Menschen vor Ort sein“, sagt Pfarrer Heil.
„Mit Veränderung sind viele Chancen verbunden“
Es ist ein persönlicher Aufbruch in Zeiten der Veränderung. Den Gemeinden im Stadtdekanat Stuttgart, genauso wie den Gemeinden in anderen Regionen der Diözese stehen große Herausforderungen bevor. Die Zahl der Kirchenmitglieder geht ständig zurück, das pastorale Personal wird knapp, die zu verwaltenden Strukturen sind neu zu denken. „Veränderungen machen Angst, sind aber immer auch mit großen Chancen verbunden. Ich bringe viele Erfahrungen ein, die ich in den vergangenen Jahren gewonnen habe durch meine Tätigkeit als stellvertretender Stadtdekan und auch aufgrund der vielen Administraturen, die mir Einblick in die unterschiedlichsten Gemeinden gewährt haben. Auf diese Erfahrungen kann ich bauen“, sagt der 48-Jährige.
„Die Menschen sind mir ans Herz gewachsen“
Michael Heil wird sich zum Jahreswechsel aus den Gemeinden St. Georg, St. Eberhard und St. Konrad in Stuttgart Mitte sowie von der Administratur im Stuttgarter Süden mit den Gemeinden St. Josef, St. Antonius und St. Maria verabschieden. In St. Eberhard wird der Abschiedsgottesdienst am Sonntag, 11. Januar 2026, gefeiert. Von der Gemeinde St. Georg wird sich Michael Heil am Sonntag, 18. Januar 2026, im Gottesdienst verabschieden. „Die Menschen in den Gemeinden in Mitte und im Süden sind mir ans Herz gewachsen. Das macht den Abschied natürlich schwer. Was mich tröstet, ist die Zuversicht, sich auch künftig immer wieder zu begegnen“, sagt Michael Heil.
Wie geht es in den Gesamtkirchengemeinden weiter?
In der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Nordwest verabschiedet sich der Leitende Pfarrer Matthias Hambücher derzeit von den Gemeinden. Er startet am 27. Juli 2025 als Leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit 11 “Kornwestheim“ im Dekanat Ludwigsburg. In der Interimszeit bis zur Investitur von Pfarrer Michael Heil wird Manfred Griesbeck, Leitender Pfarrer der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Nordstern, die Administratur für Stuttgart-Nordwest übernehmen.
In der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Süd wird es folgende Lösung geben: Zum 1. Januar 2026 wird Stadtdekan Christian Hermes Leitender Pfarrer der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Süd sowie Pfarradministrator der Gemeinde St. Maria. Ab Januar 2026 wird zudem Pfarrer Claus Schmidt als Pfarradministrator der Kirchengemeinden St. Josef in Stuttgart-Süd und St. Antonius in Stuttgart- Kaltental eingesetzt. Seine seelsorgerlichen Dienste als Pfarrvikar wird er weiterhin in allen drei Gemeinden ausüben. Die Gesamtkirchengemeinden Stuttgart-Süd und Stuttgart-Mitte werden noch stärker kooperieren beispielsweise bei der Vorbereitung von Erstkommunion und Firmung.