Mit Allerheiligen beginnt der „Totenmonat“ November. Es zählt wie Weihnachten und Ostern zu den katholischen Hochfesten und gilt dem Gedenken an die Heiligen. Sie sind nach katholischem Verständnis Fürsprecher vor Gott und können von den Gläubigen angerufen werden. Allerheiligen wird in der westlichen Kirche seit dem neunten Jahrhundert nach einer Festlegung durch Papst Gregor IV. am 1. November gefeiert.
An Allerseelen für alle Toten beten
Der eigentliche Totengedenktag ist jedoch Allerseelen, der am 2. November begangen wird. Die Hinterbliebenen beten für die Toten, damit sie die volle Gemeinschaft mit Gott erlangen. Abt Odilo von Cluny führte den Gedenktag vor mehr als 1.000 Jahren in seinen ihm unterstellten Klöster ein. Erst 1915 wurde der Gedenktag durch Papst Benedikt XV. offiziell festgesetzt. Weil der 2. November kein Feiertag ist, wird hierzulande der Toten aus praktischen Gründen am 1. November gedacht.
Allerheiligen ist vielerorts ein Feiertag
Allerheiligen ist in katholisch geprägten Ländern wie Italien, Spanien, Portugal, Kroatien, Polen und auf den Philippinen ein gesetzlicher Feiertag. In Mexiko feiern die Menschen rund um Allerheiligen den „Dia de los muertos“, eine Mischung aus christlichen und indigenen Traditionen. Auf Allerheiligen geht auch das über Irland und den USA importierte Halloween-Brauchtum am Vorabend des Feiertags zurück: Schließlich leitet sich das Getümmel von Gespenstern und Kürbissen ab von „All Hallows Eve“, also „aller Heiligen Abend“.
Am stillen Feiertag wird nicht getanzt
In Deutschland gilt Allerheiligen als gesetzlicher Feiertag nur in den vorwiegend katholischen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie in Bayern und Baden-Württemberg. Dort sind an Allerheiligen als so genanntem stillen Feiertag Tanzveranstaltungen verboten. Vor allem in Süddeutschland werden für den Tag süße Seelenzöpfe oder Seelenbrezeln gebacken und mit Mandeln oder Zucker bestreut.
Eucharistie feiern
In den Stuttgarter Gemeinden wird Allerheiligen mit Gottesdiensten und Andachten begangen. Eucharistiefeiern mit anschließendem Gräberbesuch gibt es um 9.30 Uhr in St. Christopherus (Salacher Str. 35) in Wangen und in Hl. Bruder Klaus v. Flüe (Albert-Schäffle-Str. 20) in Gablenberg sowie um 10.45 Uhr in St. Markus (Otto-Hirsch-Brücken 18) in Hedelfingen und um 11 Uhr in Herz Jesu (Schurwaldstr. 1) in Gaisburg.
Gräber segnen
Gräbersegnungen finden statt um 14 Uhr in St. Thomas Morus (Korianderstr. 34) auf dem Heumadener Friedhof und auf dem Friedhof Birkach von St. Antonius Hohenheim (Paracelsusstr. 87) in Plieningen sowie um 15 Uhr auf dem Bergfriedhof von St. Nikolaus (Werastr. 120) in Stöckach, auf dem Friedhof Stammheim von Zum Guten Hirten (Melchiorstr. 18) in Stammheim und auf dem Friedhof Degerloch von Mariä Himmelfahrt (Karl-Pfaff-Str. 50) in Degerloch.
Andachten und Gräber besuchen
Andachten mit anschließendem Gräberbesuch gibt es um 15 Uhr auf dem Friedhof Gehrenwald von St. Johannes (Kappelbergstr. 28) in Untertürkheim und auf dem Friedhof Zuffenhausen von St. Antonius (Markgröninger Str. 29) in Zuffenhausen. Um 14.30 Uhr wird der Verstorbenen im Rahmen eines Wortgottesdienstes auf dem Fangelbachfriedhof von St. Maria (Tübinger Str. 36) in Stuttgart-Süd gedacht.
Allerseelen einen Tag vorher feiern
Darüber hinaus werden bereits an Allerheiligen Allerseelenfeiern mit Gräberbesuch im Anschluss abgehalten: Um 14 Uhr in der Aussegnungshalle des Friedhofs Münster von St. Ottilia (Elbestr. 39) in Münster, um 14.30 Uhr auf dem Steigfriedhof von St. Rupert (Koblenzer Str. 11) in Hallschlag sowie um 15.30 Uhr auf dem Uff-Friedhof von Liebfrauen (Wildunger Str. 57) in Seelberg.