„Die Eltern erleben, dass sie mit dem Verlust nicht alleine sind. Die gemeinsame Trauer kann hilfreich sein“, erklärt Hubertus Busch, katholischer Klinikseelsorger im Olgahospital Stuttgart, der bei der Trauerfeier mitwirken wird.
Gemeinschaftsgrabstätte für die Kleinsten der Kleinen
Für die Kleinsten der Kleinen hat die Stadt Stuttgart eine Gemeinschaftsgrabstätte auf dem Pragfriedhof eingerichtet. Kinder unter 500 Gramm werden dort zweimal im Jahr anonym in einer Urnenbestattung beigesetzt. Die Trauerfeier gestalten evangelische und katholische Klinikseelsorgerinnen und Klinikseelsorger gemeinsam. Dieses Mal übernehmen das Pfarrerin Annette Säuberlich aus dem Olgahospital und Hubertus Busch. Unabhängig von ihrer Konfession sind alle Eltern, die um ein Sternenkind trauern, sowie deren Angehörige und Freunde zu der Trauerfeier eingeladen.
Trauerfeier auf dem Pragfriedhof
Die Trauerfeier beginnt auf dem Pragfriedhof (Friedhofstraße 44 in 70191 Stuttgart-Nord) an der großen Treppe vor der Feierhalle. Von dort aus führt der Trauerzug zum Urnengrab, wo die „Kleinsten der Kleinen“ beigesetzt werden. „Wir legen Wert auf eine Trauerfeier, die den Angehörigen und ihrer Trauer Raum gibt und Trost anbietet. Die einzelnen Elemente sind christlich geprägt und gleichzeitig so offen, dass die Eltern und ihre Angehörigen Anknüpfungspunkte finden können, auch wenn sie einer anderen Religion oder keiner Kirche mehr angehören“, so die evangelische Krankenhausseelsorgerin Annette Säuberlich.
Gemeinsame Trauerfeier für die Kleinsten der Kleinen
Beteiligt an der Trauerfeier sind die Frauenklinik des Klinikums Stuttgart, das Marienhospital, das Robert Bosch Krankenhaus, die St. Anna Klinik und die Rems-Murr-Kliniken Winnenden und Schorndorf. Die Kosten für Grabstätte und Grabpflege übernimmt das städtische Friedhofsamt Stuttgart. Den Eltern entstehen bei der Urnenbestattung keine Kosten. Dies bedeutet aber auch, dass eine individuelle Grabgestaltung nicht möglich ist.