Sommerferien

Waldheim unter Pandemiebedingungen

Im katholischen Ferienwaldheim Bruderrain ist in diesem Sommer einiges anders: weniger Kinder, weniger Leiterinnen und Leiter, verkürzte Betreuungszeiten, strengere Putzpläne und keine gruppenübergreifenden Aktivitäten. Trotz der Einschränkungen und Herausforderungen kommt die beliebte Ferienfreizeit bei den Teilnehmenden an. „Die Kinder haben Spaß und die Betreuer sind auch zufrieden. Wir tun, was wir können“, sagt der Leiter des Degerlocher Waldheims Gerit Fehrmann.

Spielen, Lachen und Toben – auf den ersten Blick ist alles wie immer im katholischen Ferienwaldheim Bruderrain in Degerloch. Doch spätestens beim Mittagessen, das nur mit Maske und Handschuhen von den Betreuern ausgegeben werden darf, wird klar: In diesem Sommer ist einiges anders. 60 Mädchen und Jungen pro Woche verbringen hier in drei Abschnitten die Ferienfreizeit, sonst sind es bis zu 100. Die Betreuungszeiten wurden von 8 bis 18 Uhr auf 9 bis 16 Uhr verkürzt, die Halbtagsbetreuung an den Samstagen entfällt komplett. Schließlich kostet die Umsetzung der strengeren Hygienevorschriften deutlich mehr Zeit. Auch der Alltag der Kinder sieht anders aus: Das Programm findet ausschließlich in den Gruppen statt. „Die gemeinsamen Aktionen fehlen am meisten. Dass man mit dem ganzen Waldheim einen Ausflug ins Schwimmbad macht oder dass die Betreuer am Abend noch zusammensitzen, sowas stärkt einfach das Teamgefühl“, so der Leiter des Waldheims Gerit Fehrmann.

„Das Waldheim gehört zum Sommer einfach dazu“

Mit zwölf Betreuerinnen und Betreuern hat sich deren Zahl im Vergleich zum Vorjahr halbiert. Manche haben keinen Urlaub mehr oder sind in Kurzarbeit, andere konnten sich kein Waldheim unter Pandemiebedingungen vorstellen. Absagen war für Jana Lenz, die bereits seit neun Jahren als Gruppenleiterin im Waldheim tätig ist, keine Option. „Nur wegen Corona kann man das Waldheim nicht ausfallen lassen. Es gehört zum Sommer einfach dazu“, sagt die 23-Jährige.

Keine Langeweile trotz Einschränkungen

Auch für viele der Kinder ist das Waldheim Bruderrain fester Bestandteil ihrer Sommerferien. „Es ist ein bisschen wie eine Familie“, sagt der 13-jährige Ruben. Und trotz der Einschränkungen kommt keine Langeweile auf. Die Mädchen und Jungen basteln, batiken, spielen Räuber und Gendarm, Tischtennis, Fußball oder machen eine Schnitzeljagd. „Es ist mal eine Abwechslung und viel besser als zu Hause herumzusitzen“, so die elfjährige Julie.

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