Die neuen Kirchengemeinderäte können sich über eine gute Mischung aus Erfahrung und frischem Wind freuen: 45 Prozent der Gewählten sind neu in den Gremien, 55 Prozent wurden wiedergewählt. Der Anteil von Männern und Frauen ist gleich verteilt: 50 Prozent der Gewählten sind Frauen, 50 Prozent Männer. „Wir sind dankbar für die vielen Frauen und Männer, die sich für eine lebendige Kirche engagieren und die bereit sind, für fünf Jahre Verantwortung zu übernehmen und mit zu entscheiden, wie die Stuttgart Stadtkirche in die Zukunft geht. Wir alle wissen, dass Gremienarbeit wichtig, aber nicht immer einfach ist“, sagt Stuttgarts Stadtdekan Christian Hermes.
„Wir freuen uns auf die Anstöße und Ideen aus den neu gewählten Gremien“
Auf die 462 Gewählten in den Kirchengemeinden (343 Frauen und Männer) und den Pastoralräten (191 Frauen und Männer) kommen wichtige Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Stuttgarter Entwicklungsprozess Next Steps und den diözesanen Entwicklungsprozessen zu. Sowohl auf Ebene der Diözese als auch auf Ebene des Stadtdekanats werden Ideen und Konzepte für eine Kirche entwickelt, die mit weniger Ressourcen auskommt und doch ein lebendiges kirchliches Leben an vielen Orten ermöglicht. „In den vergangenen Monaten haben sich viele Menschen in Stuttgart mit großem Engagement und vielen Ideen in den Prozess Next Steps eingebracht. Wir sind gespannt auf die Anstöße, die in den nächsten Monaten von den neu gewählten Kirchengemeinderäten und Pastoralräten kommen werden“, sagt Stadtdekan Hermes.
Wahlbeteiligung liegt höher als 2020
Die Wahlbeteiligung lag auch in Stuttgart mit 13,7 Prozent höher als vor fünf Jahren (10,8 Prozent). Über die höchste Wahlbeteiligung kann sich die Kirchengemeinde St. Barbara in Hofen freuen (32 Prozent), dicht gefolgt von St. Augustinus in Neugereut (29 Prozent). St. Bonifatius in Steinhaldenfeld ist die Gemeinde mit dem jüngsten Altersdurchschnitt (40,4 Jahre). Insgesamt liegt der Altersdurchschnitt bei den neu gewählten Kirchengemeinderätinnen und -räten bei 53 Jahren. Über die höchste Wahlbeteiligung bei den muttersprachlichen Gemeinden können sich die vier kroatischen Gemeinden freuen, allen voran die Kroatisch-katholische Gemeinde Sveti Martin mit 17,6 Prozent.
Gewählt wurde in 38 von 42 Ortsgemeinden
Wahlberechtigt in den Stuttgarter Ortsgemeinden waren etwa 92 000 Frauen und Männer. Hinzu kamen etwa 58.000 Katholikinnen und Katholiken anderer Muttersprache, die aufgerufen waren, neue Pastoralräte zu wählen. Gewählt werden konnte am vergangenen Wochenende in insgesamt 38 von 42 Stuttgarter Gemeinden sowie in 15 von 17 muttersprachlichen Gemeinden. „Die Wahl hat gut funktioniert dies auch dank vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfern, die im Vorfeld Wahlzettel eingetütet und am Wochenende in den Wahllokalen Dienst getan haben. Danke auch an alle für dieses wichtige Engagement“, sagt die Dekanatsreferentin Angela Schmid, die die Wahl für das Stadtdekanat begleitet hat.
In sechs Gemeinden nehmen Vertretungsgremien die Arbeit auf
Nicht gewählt werden konnte in den drei Gemeinden St. Maria, St. Josef und St. Antonius im Stuttgarter Süden, in St. Nikolaus im Stuttgarter Osten sowie in der slowenischen sowie in der eritreischen Gemeinde, weil sich im Vorfeld nicht genug Kandidatinnen und Kandidaten gefunden hatten. Aber auch in diesen vier Ortsgemeinden und den beiden muttersprachlichen Gemeinde wird es ein jeweils ein Vertretungsgremium geben. „Wir sind froh, dass sich dafür bereits Freiwillige finden und werden in diesen sechs Gemeinden schauen, ob die Wahl vielleicht schon im nächsten Jahr nachgeholt werden kann“, sagt die Dekanatsreferentin Angela Schmid.
Die Wahlergebnisse für die einzelnen Kirchengemeinden, für die muttersprachlichen Gemeinde, aber auch für die gesamte Diözese und das Stadtdekanat können Sie auf der Onlineplattform der Diözese abrufen.