Hier das abschließende Statement des Stuttgarter Stadtdekans: "Der Synodale Weg war und bleibt vor allem ein gemeinsamer Lernweg unserer Kirche in Deutschland und weltweit. Dieser Weg war in den vergangenen sechs Jahren anstrengend und oft steinig, aber aller Mühe wert. Wir haben uns gemeinsam dem Schrecken des Missbrauchs gestellt und theologisch gut verantwortete Schlüsse daraus gezogen: zur Prävention und Aufarbeitung, zum Kirchen- und Amtsverständnis, zur Gleichberechtigung und anderem.
Denn wir wissen: Nur wenn wir glaubwürdig Machtmissbrauch verhindern und eine Theologie und Moral vertreten, die dem Evangelium und den Menschen gerecht wird, können wir Vertrauen gewinnen.
Notwendige Schritte werden verschleppt
Es ist ärgerlich zu sehen, wie in einigen Diözesen notwendige Schritte verschleppt und vermieden werden, obwohl die Bischöfe sie selbst beschlossen haben. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Zurecht schauen unsere Mitglieder und schaut die Gesellschaft kritisch hin. Wer in dieser Situation meint, sich durchlavieren oder Zeit lassen zu können, wird die Quittung von den Gläubigen bekommen.
Wenn auch noch viel zu tun bleibt, sehen wir zum Glück auch Fortschritte und eine sich entwickelnde Kultur der Synodalität. Ob das genügt? Viel Zeit haben wir nicht mehr, wenn es hierzulande mit unserer Kirche gut weitergehen soll. Um so wichtiger wird es sein, konsequent dran zu bleiben. Ich bin froh, dabei gewesen zu sein, und entschlossen, diesen Weg mit vielen gemeinsam weiter zu gehen."