„Im Gebet und in der Gemeinschaft können wir der Dunkelheit unsere Kerzen entgegenhalten“, sagt Juliane Löffler, Leiterin des TrauerZentrums, das zum Hospiz St. Martin gehört. „Mit einem Lichtritual gedenken wir der Verstorbenen und geben den Angehörigen Halt und Hoffnung“, so die Trauerexpertin. Vor dem Altar wird ein blaues Samttuch ausgebreitet, auf dem die Trauernden ein brennendes Teelicht abstellen können.
Bereits seit vielen Jahren findet die Gedenkfeier am dritten Advent statt. Ein Termin, der sich bewährt hat. „Viele Trauernde sind dankbar, in der Weihnachtszeit nicht allein gelassen zu werden und sich mit anderen austauschen zu können“, so Juliane Löffler weiter. Alle Trauernden sind eingeladen, ganz unabhängig davon, wie lange der Trauerfall bereits zurückliegt. Organisiert wird die Feier von den vier Bereichen des Hospiz St. Martin: dem Stationären Hospiz, dem Ambulanten Hospiz Erwachsene, dem Ambulanten Hospiz Kinder und Jugendliche sowie dem TrauerZentrum.
Im Anschluss an die Feier sind alle Trauernden sowie die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Hospiz St. Martin in den Gemeindesaal (direkt neben der Kirche) eingeladen. Dort gibt es bei Weihnachtsgebäck und Punsch Raum für Begegnung und Gespräche untereinander sowie mit ausgebildeten Trauer- bzw. Sterbebegleiter/innen.