Grießklößchensuppe ist die Spezialität von Helga Kirschner. Im Rahmen des Alltagsehrenamtes kocht sie Suppen, bereitet Nachtische zu, bringt den stationären Gästen das Essen und unterstützt bei den anfallenden Haushaltsaufgaben. „Wenn die Gäste sagen ‚Das war aber gut‘ oder ‚Kann ich noch einen Nachschlag haben?‘ freut mich das natürlich“, erzählt die 74-Jährige. „Mein Ehrenamt bedeutet mir, dass ich eine sinnvolle Aufgabe habe, mich gut einbringen kann und dass ich gebraucht werde. Mir geht es so gut, da kann ich auch ein Stück von meiner Zeit abgeben“, so die Rentnerin.
„So lange ich fit bin, mache ich weiter“
Angefangen hat sie 2007 zunächst samstags, beruflich war sie damals in der Buchhaltung tätig. Inzwischen ist das Ehrenamt ein fester Bestandteil in ihrem Wochenplan. Eine Aufgabe, bei der sie sich nicht nur einbringt, sondern auch etwas für sich mitnimmt. „Man wird wieder auf die richtige Schiene gesetzt, wenn man so manches Schicksal sieht. Es ist nicht nur ein Geben, sondern ich bekomme auch viel zurück“, ist Helga Kirschner überzeugt. Ans Aufhören denkt sie noch lange nicht: „So lange ich fit bin, mache ich weiter.“
20 Ehrenamtliche werden geehrt
Am Donnerstag, 10. Juli 2025, erhalten 20 Ehrenamtliche des Hospiz St. Martin die silberne Martinusnadel, darunter auch Sabine Novak. Sie ist Geschäftsführerin der katholischen Hospizstiftung Stuttgart und engagiert sich außerdem in verschiedenen Bereichen des Hospiz St. Martin. Außerdem werden Ehrenamtliche ausgezeichnet, die sich beim Stationären Hospiz, dem Ambulanten Hospiz für Erwachsene, dem Ambulanten Hospiz Kinder und Jugendliche und dem TrauerZentrum engagieren.
Die Martinusnadel in Silber: Ein Zeichen des Dankes
„Die Martinusnadel steht als Zeichen des Dankes für das Teilen von Zeit, Ideen und Begabungen und das Mitgestalten von Kirche“, erklärt Bischof Klaus Krämer von der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Der Name der Ehrennadel leitet sich vom Heiligen Martin von Tours ab, der bis heute für Wohltätigkeit und Nächstenliebe steht.
Verleihung beim Sommerfest
Die Verleihung der Martinusnadeln findet im Rahmen des Sommerfestes des Hospiz St. Martin am 10. Juli 2025 im Waldheim Möhringen statt. Dieses jährliche Fest wird für die rund 120 ehrenamtlichen Mitarbeitenden veranstaltet. Alle Geehrten erhalten neben der Martinusnadel eine individuell gestaltete Urkunde. Neben der Würdigung langjähriger Ehrenamtlicher werden auch neue Ehrenamtliche für ihre Tätigkeit in verschiedenen Bereichen beauftragt.
Ehrenamt im Hospiz St. Martin: Vielfältige Möglichkeiten
Ein Ehrenamt im Hospiz St. Martin verbindet Menschen, die etwas Sinnvolles tun und ihre Talente einbringen möchten. Dies geschieht auf vielfältigste Weise: Im Stationären Bereich begleiten und versorgen Ehrenamtliche Menschen bis zu ihrem Lebensende. Ehrenamtliche bringen sich auch in der Begleitung von sterbenden Erwachsenen in Krankenhäusern, Pflegeheimen und zu Hause ein. Im Ambulanten Hospiz Kinder und Jugendliche sind ehrenamtlich Mitarbeitende für Kinder, Jugendliche und Familien da, die von lebensverkürzenden Erkrankungen betroffen sind. Und im TrauerZentrum schenken sie trauernden Menschen aller Lebensphasen ihre Zeit, Empathie und Zuwendung.