station s

Mit Online-Impulsen den Kontakt zu den Menschen halten

Die Eröffnung des Spirituellen Zentrums station s liegt gerade einmal vier Monate zurück. Kaum gestartet und schon darf wegen der Corona-Pandemie keine Stille mittendrin, kein Qigong-Kurs, kein Ehevorbereitungskurs, kein Gottesdienst und auch kein anderes spirituelles Angebot mehr stattfinden. „Schon in diesen ersten Wochen haben viele Menschen den Weg zu uns gefunden – und wir merken, die Menschen suchen uns auch jetzt“, sagt Kirstin Kruger-Weiß aus dem Leitungsteam von station s. Um mit den Menschen in Kontakt zu bleiben, stellt station s jeden Donnerstag einen Online-Impuls ins Internet. Zusätzlich gibt es für Gründonnerstag, Karfreitag und die beiden Ostertage Impulse, die den Leidensweg Jesu bis zur Auferstehung nachzeichnen.

Stefan Karbach und Kirstin Kruger-Weiß vom Leitungsteam station s sowie der Kirchenmusiker Tobias Wittmann bei der Produktion einens Online-Impulses während der Corona-Pandemie. © Max Kovalenko/Lichtgut

Auf der Orgelempore in der Kirche St. Fidelis im Stuttgarter Westen sind Mikrofone aufgebaut. Es ist ein bisschen wie beim Radio: nicht nuscheln, deutlich sprechen, gut betonen. Nach dem Text füllt Orgelmusik den Kirchenraum. Das Spirituelle Zentrum meldet sich in diesen von der Corona-Pandemie geprägten Wochen jeden Donnerstag und jetzt auch in der Karwoche und an Ostern mit vier zusätzlichen Online-Impulsen, die zwischen zehn und 15 Minuten dauern. Die Handelnden sind Kirstin Kruger-Weiß und Stefan Karbach vom Leitungsteam station s sowie Tobias Wittmann, Kirchenmusiker und künstlerischer Leiter des Klangraums st. fidelis. „Die Angebote von station s leben vom gelungenen Miteinander und Ineinander von Text und Musik. Das spiegelt sich auch in der Art unserer Impulse wieder“, sagt die Theologin Kirstin Kruger-Weiß.

Ausgehend von einem Lied zum Anhören und Mitsingen, entfalten die beiden Theologen und der Kirchenmusiker Gedanken zum Tag und zeigen Bilder aus der Kirche St. Fidelis, in der station s beheimatet ist. „In den gemeinsamen Online-Impulsen mit station s möchten wir anklingen lassen, was sich in St. Fidelis mehr und mehr als Kern der gemeinsamen Suche entwickelt: das aufeinander Bezogensein und Ineinander-Fließen und von Spiritualität und Musik", sagt der Musiker Tobias Wittmann.

Die Osterkerze als Kunstwerk

In dem Impuls am Ostersonntag steht die Osterkerze im Mittelpunkt, die ihre ganz eigene Geschichte hat. Sie wurde von dem Stuttgarter Künstler Martin Bruno Schmid entworfen und mit Hilfe von zwei Zahntechnikern gestaltet. Inspiriert von der Kirche und passend zu der schwierigen Zeit hat Schmid aus dem Wachs der Kerze die Form des Kreuzes ausgefräst, zudem Alpha und Omega sowie die Jahreszahl 2020. Die entstandene Leere hat er mit hellgrauem Beton aufgefüllt. „Das Wachs der Kerze wird zerfließen, ist vergänglich. Der Stein aber überdauert die Kerze. Tod und Auferstehung sind auf eine sehr eindrückliche und berührende Weise in dieser Kerze dargestellt“, sagt Kirstin Kruger-Weiß.

Auch ohne persönliche Begegnung melden sich viele Menschen

Das Programm für das nächste Halbjahr ist bereits erschienen, wann wieder Kurse stattfinden können, ist unklar. Die Videoimpulse helfen, mit den Menschen in Kontakt zu bleiben, die station s schon erlebt, die Veranstaltungen und Gottesdienste dort besucht haben. „Gerade in dieser schwierigen Zeit erfahren wir, wie wichtig station s schon für viele geworden ist, wie sich Menschen mit uns verbunden wissen und sich uns anvertrauen. Diese Verbundenheit tut gut und ist tröstlich, gerade weil keine direkte Begegnung möglich ist “, sagt Kirstin Kruger-Weiß. Das Leitungsteam freut sich über Rückmeldungen zu den Online-Impulsen und hat gerade auch in dieser Zeit ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen.

Die Videoimpulse finden sich auf der Homepage von station s.

Kennen Sie unseren Newsletter?

Wir informieren Sie gerne über unsere aktuellen Themen. Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an.

ANMELDEN