Gottesdienste werden gefeiert

Weihnachten mit Sicherheitsabstand

Corona prägt in diesem Jahr auch das Weihnachtsfest. Trotz aller Beschränkungen ist es möglich, an Heiligabend und den beiden Weihnachtsfeiertagen Gottesdienste in der Gemeinschaft, aber mit Maske, Abstand und ohne gemeinsames Singen zu feiern. Auch für die Stuttgarter Gottesdienste gelten strenge Abstands- und Hygienemaßnahmen, um die Besucher zu schützen. Wichtig zu wissen: Wer einen Gottesdienst oder eine Krippenfeier besuchen möchte, muss sich bei der jeweiligen Gemeinde anmelden, da nur eine begrenzte Zahl an Besuchern zugelassen werden darf. Möglich ist das Mitfeiern aber auch vom heimischen Wohnzimmer aus. Übertragen werden beispielsweise Christmetten und Weihnachtsgottesdienste aus der Domkirche St. Eberhard, aus St. Georg und aus St. Elisabeth. Viele Gemeinden bieten über die Feiertage zudem die Möglichkeit, zu bestimmten Zeiten eine Seelsorgerin oder einen Seelsorger telefonisch zu erreichen. Sollte die 7-Tages-Inzidenz in Stuttgart allerdings auf mehr als 300 Neuansteckungen steigen, dürfen keine öffentlichen Gottesdienste mehr gefeiert werden.

Das Kind in der Krippe der Kirche St. Johannes in Untertürkheim© Von Heinz Heiss

Zum Heiligabend gehört für viele Familien die Krippenfeier am Nachmittag, die in diesem Corona-Jahr vielerorts im Freien gefeiert wird – ohne großes Schauspiel mit vielen Kindern, auch ohne gemeinsames Singen, aber dennoch mit der anrührenden Geschichte von der Geburt des Jesuskindes. In der Herz-Jesu-Kirche im Stuttgarter Osten werden die Familien um 16 Uhr rund um die Kirche zu einem Stationenweg mitgenommen, bei dem sie auf die Hirten genauso wie auf die Engel und die Krippe treffen werden, aber eben mit Abstand. In der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Neckar finden am Nachmittag vier Krippenfeiern im Freien auf dem Gelände des Waldheims Villa Lerchenheide in Bad Cannstatt statt, die ersten beiden richten sich an kleinere Kinder, die anderen beiden an größere. Kreativ geworden angesichts der Kontaktbeschränkungen ist die Gemeinde St. Theresia in Weilimdorf, wo die Organisatorinnen das Krippenspiel schon in den Herbstferien vor dem zweiten Lockdown mit wenigen Kindern aufgezeichnet haben. Angeschaut werden kann das weihnachtliche Schattenspiel auf der Homepage der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Nordwest. Noch einen anderen Weg geht die Gemeinde St. Antonius in Kaltental. Dort haben die Verantwortlichen das Krippenspiel als zehn Minuten langes Hörspiel aufgezeichnet. Die Geschichte kann auf dem Kirchplatz an einer dort aufgebauten Krippe zwischen 11 und 18 Uhr angehört werden, aber immer nur von einer Familie.

Zuhause und doch gemeinsam den Heiligabend begehen

Zuhause für sich und doch gemeinsam feiern die Gläubigen an Heiligabend um 17 Uhr in Bad Cannstatt und in Münster. Dort läuten um 17 Uhr alle Kirchenglocken und laden die Menschen zum Feiern der Geburt Jesu Christi ein. Auf der Homepage der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Neckar findet sich ein Vorschlag für die Gestaltung eines Gottesdienstes zuhause. Von Heiligabend an findet sich zudem eine Aufzeichnung der Weihnachtsbotschaft auf der Homepage. „Die Menschen können zuhause feiern, beten und singen, in der Gewissheit, dass sie es mit vielen anderen in der Gemeinschaft tun“, sagt die Pastoralreferentin Silke Jourdan. Bereits um 16.30 beginnen zeitgleich die kurzen ökumenischen Open-Air-Gottesdienste auf dem Burgholzhof, in den Birkenäckern, auf der Altenburg und im Hallschlag. Dort wird die Menschwerdung Gottes unter freiem Himmel gefeiert, allerdings mit Anmeldung, begrenzter Teilnehmerzahl und Hygienekonzept.

Christmette aus St. Eberhard wird live übertragen

Auch in diesem Corona-Jahr sind die Menschen in Stuttgart zu den Christmetten eingeladen, die aufgrund einer Ausnahmeregelung auch noch nach 19.30 Uhr gefeiert werden dürfen. In der Heiligen Nacht feiern die Christen die Geburt Jesu Christi. Gott möchte den Menschen nahe sein und sie erlösen, indem er sich klein macht wie ein hilfloses Kind. Dieses Neugeborene steht auch im Mittelpunkt der Christmette, die um 21 Uhr mit dem Stadtdekan Christian Hermes in St. Eberhard gefeiert wird und auf dieser Homepage live übertragen wird. Eine frühe Christmette um 17 Uhr mit dem stellvertretenden Stadtdekan Werner Laub wird auf dem YouTube-Kanal der Gemeinde übertragen, die Christmetten mit dem stellvertretenden Stadtdekan Michael Heil um 18 und um 22 Uhr in St. Georg wird auf dem Facebook-Kanal der Gemeinde gestreamt, so dass die Gläubigen auch vom Wohnzimmer aus dabei sein können. Auch viele der muttersprachlichen katholischen Gemeinden übertragen Gottesdienste auf ihren jeweiligen Kanälen.

Erster Weihnachtsfeiertag mit Pontifikalamt

Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag, 25. und 26. Dezember, bieten viele Gemeinden noch einmal zusätzliche Gottesdienste an, um trotz begrenzter Teilnehmerzahl mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, einen Gottesdienst mitzuerleben. Das Pontifikalamt in diesem Jahr mit Weihbischof Gerhard Schneider wird traditionell am ersten Weihnachtsfeiertag um 10 Uhr in der Domkirche St. Eberhard gefeiert. Der Gottesdienst wird auf dem Facebook-Kanal der Katholischen Kirche in Stuttgart live übertragen. Darüber hinaus findet in St. Eberhard ein Weihnachtsgottesdienst um 8 Uhr und um 12 Uhr statt. Zusätzlich zu den Gottesdiensten finden sich in vielen Gemeinden digitale Angebote. In der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Nordwest zum Beispiel, zu der vier Gemeinden in Feuerbach, Weilimdorf und Giebel gehören, bietet der leitende Pfarrer Matthias Hambücher vom 20. Dezember bis 10. Januar dreimal wöchentlich Glaubensgespräche per Video an. Immer dienstags, donnerstags und sonntags kommen Interessierte um 17 Uhr zu einem Glaubensgespräch per Video unter dem Motto „Bibel teilen – Glauben teilen" zusammen. Es wird gemeinsam gebetet, gesungen und über die Bibelstelle des Tages gesprochen. Eine Anmeldung ist über die Homepage der Gemeinde möglich.

Seelsorgerinnen und Seelsorger sind zu festen Zeiten erreichbar

Wer aufgrund der Pandemielage keinen Gottesdienst besuchen möchte oder kann, findet auf der Homepage der Diözese Rottenburg-Stuttgart und auch auf den Homepages der Stuttgarter Gemeinden Vorschläge, wie ein Gottesdienst zuhause gestaltet werden kann, sowie Gebete, Lieder und Impulse. Wer ein seelsorgerliches Gespräch sucht, für den bieten viele Gemeinden zu festen Zeiten über die Feiertage die Möglichkeit, mit einer Seelsorgerin oder einem Seelsorger zu telefonieren. Die Zeiten finden sich auf den Homepages der jeweiligen Gemeinden.

Diözese zieht Grenze für öffentliche Gottesdienste

Sollte die Zahl der Neuinfektionen in Stuttgart allerdings über die 300er Marke steigen, dann dürfen wie beim ersten Lockdown im Frühjahr keine öffentlichen Gottesdienste mehr gefeiert werden. Dies gilt, wenn an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine 7-Tages-Inzidenz von mehr als 300 Neuansteckungen je 100.000 Einwohner auftreten sollte. Ab diesem Punkt wäre nur mehr die Feier von Gottesdiensten mit bis zu zehn Mitwirkenden zum Zweck der Live-Übertragung oder zum digitalen Abruf möglich.

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