Für 5 Jahre gewählt

Wer Stuttgart im Diözesanrat vertritt

Der Diözesanrat und der Priesterrat sind neu gewählt worden. Susanne Babila, Thomas Bönisch, Raphael von Deym und Anne-Maria Sontheimer gehören in den nächsten fünf Jahren dem Diözesanrat an und vertreten die Interessen der Katholikinnen und Katholiken aus der Landeshauptstadt. Ebenfalls in dem diözesanen Gremium vertreten sind drei Priester aus Stuttgart, darunter auch Stadtdekan Christian Hermes. Zu den Aufgaben des Diözesanrats gehört es, über den Haushalt und die Verwendung der Kirchensteuermittel zu entscheiden.

Nahaufnahmen von den vier Stuttgartern, die 2025 in den 12. Diözesanrat gewählt wurden: Susanne Babila, Thomas Bönisch, Raphael von Deym und Anne-Maria Sontheimer

Über ihre Wiederwahl in den Diözesanrat freuen sich die Journalistin Susanne Babila (Foto links oben), der Informatiker Thomas Bönisch (rechts oben) sowie der Vorstand des Stuttgarter Caritasverbandes Raphael Graf von Deym (links unten). Erstmals in das diözesane Gremium gewählt wurde die Sozialpädagogin Anne-Maria Sontheimer (rechts unten), die über die weiteren Berufe hauptamtlich in der Gesamtkirchengemeinde Stuttgarter-Neckar tätig ist. „Ich freue mich über das große Vertrauen. Ich möchte Stuttgarts Kirchengemeinden eine Stimme geben. Und es ist mir ein Anliegen, als Teil einer neuen Berufsgruppe in der Diözese den Blick für multiprofessionelle Teams in den Kirchengemeinden einzubringen, um deren Stärken zu nutzen.“ 

Mit 66 Prozent deutlich höhere Wahlbeteiligung 

Die Wahlbeteiligung lag bei 66 Prozent (im Vergleich zu 52,8 Prozent im Jahr 2021). Der katholische Stadtdekan Christian Hermes kommentiert die Wahl: „Eine steigende Wahlbeteiligung in einer so schwierigen Zeit ist ein wichtiges Zeichen. Die Möglichkeiten demokratischer Beteiligung in unserer Kirche werden wahrgenommen - gerade in dieser Zeit, in der unsere Kirche vor großen Herausforderungen steht."

Susanne Babila geht mit vielen Ideen in die nächste Amtszeit: „Ich werde mich im Diözesanrat dafür stark machen, dass trotz Sparmaßnahmen und strukturellen Umbrüchen Kirche weiterhin vor Ort ist - mit Gottesdiensten, spirituellem Leben, Seelsorge und gemeinsamen Festen.“ Thomas Bönisch bringt auch weiterhin seine Affinität zu Zahlenwerken und Haushaltsplänen ein und kann auf seine langjährigen Erfahrungen im Kirchengemeinderat und dem Stadtdekanatsrat zurückgreifen. „Es ist mir ein Anliegen, den speziellen Stuttgarter Blickwinkel in die Diskussionen und Entscheidungen auf diözesaner Ebene einzubringen.“ Caritasdirektor Raphael von Deym freut sich ebenfalls, auch weiterhin auf diözesaner Ebene mitzuwirken und mitzuentscheiden: „Auf dem anspruchsvollen Weg der Veränderung, auf dem sich unsere Kirche befindet, möchte ich aktiv mitgehen, so gut ich kann Verantwortung übernehmen und immer wieder für einen weiten Blick werben. Dabei ist es mir wichtig die Menschen im Blick zu behalten – innerhalb und außerhalb der Kirchengemeinden.“

Vier weitere Vertreter aus Stuttgart

Als Vertreter der Gemeinden anderer Muttersprache wurde zudem Ante Prusina von der kroatischen Gemeinde Blaženi Alojzije Stepinac in den Diözesanrat gewählt. Ante Prusina ist bereits Mitglied im Stuttgarter Stadtdekanatsrat. 

Drei Stuttgarter Vertreter haben es zudem in den Priesterrat geschafft: Stadtdekan Christian Hermes, Ante Ivan Rozić als Vertreter der muttersprachlichen Seelsorger und Paul Magino, der frühere Dekan von Esslingen-Nürtingen, der im Ruhestand nach Stuttgart gezogen ist und jetzt als Vertreter der  Ruhestandsgeistlichen in den Priesterrat gewählt worden ist. Der Priesterrat als Personalvertretung der Geistlichen in der Diözese ist Teil des Diözesanrates. Zu den Aufgaben des Priesterrates gehört es, mit dem Bischof und dem Diözesanrat Fragen der Seelsorge zu beraten. 

Hintergrund: der Diözesanrat 

Der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart vereint in seinem Rottenburger Modell drei Gremien in einem: Als Katholikenrat vertritt er „die Basis". Er kann im Namen der Katholikinnen und Katholiken in der Diözese zu wichtigen Angelegenheiten öffentlich Stellung beziehen. Als Pastoralrat berät er den Bischof und die Diözesanleitung in pastoralen Fragen und bei der Schaffung diözesaner Einrichtungen. Er fördert die Arbeit der kirchlichen Gremien und Verbände und entsendet Vertreterinnen und Vertreter in überdiözesane Gremien. Als Kirchensteuervertretung entscheidet er über die Höhe und Verwendung der Kirchensteuer in der Diözese. Er beschließt die Zuweisung von Kirchensteuermitteln an die Kirchengemeinden sowie den Diözesanhaushalt. Und er fasst Beschlüsse zur Kirchenentwicklung. Wie wichtig das Gremium ist, macht Stadtdekan Hermes deutlich: „Diözesanräte gibt es in allen Diözesen; nirgendwo aber haben sie so viel Mitspracherechte und Gestaltungsmöglichkeiten wie in Rottenburg-Stuttgart - und das schon seit fünfzig Jahren." Der zwölfte Diözesanrat konstituiert sich am 20. März 2026. 

Kennen Sie unseren Newsletter? 

Wir informieren Sie gerne über unsere aktuellen Themen. Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an. 

Anmelden