Für die „Sternenkinder“ hat die Stadt Stuttgart eine Gemeinschaftsgrabstätte eingerichtet. Kinder unter 500 Gramm werden dort zweimal im Jahr anonym in einer Urnenbestattung beigesetzt. Die Trauerfeier gestalten evangelische und katholische Klinikseelsorgerinnen und Klinikseelsorger gemeinsam; diesmal sind es Pfarrerin Angelika Spieth aus dem Krankenhaus Bad Cannstatt und ihre katholische Kollegin Christina Kneifel aus der Frauenklinik im Klinikum Stuttgart. Eingeladen sind alle Eltern, die um ein Sternenkind trauern, sowie deren Angehörige und zwar unabhängig davon, ob sie einer Religionsgemeinschaft angehören oder nicht.
Trauerfeier auf dem Pragfriedhof
Die Trauerfeier beginnt auf dem Pragfriedhof (Friedhofstraße 44 in 70191 Stuttgart-Nord) an der großen Treppe vor der Feierhalle. Von dort aus gehen Trauernde und Klinikseelsorgerinnen gemeinsam zum Grab, wo die „Kleinsten der Kleinen“ beigesetzt werden. „Wir legen Wert auf eine Trauerfeier, die den Angehörigen und ihrer Trauer Raum gibt und Trost anbietet. Die einzelnen Elemente sind christlich geprägt und gleichzeitig so offen, dass sich auch Menschen Anknüpfungspunkte finden können, die einer anderen Religion oder keiner Kirche mehr angehören“, so die evangelische Pfarrerin Angelika Spieth. Beteiligt an der Trauerfeier sind die Frauenklinik des Klinikums Stuttgart, das Marienhospital, das Robert Bosch Krankenhaus, die St. Anna Klinik und die Rems-Murr-Kliniken Winnenden und Schorndorf.
Die Kosten für Grabstätte und Grabpflege übernimmt das städtische Friedhofsamt Stuttgart. Auch der städtische Bestattungsdienst unterstützt die Trauerfeier. Den Eltern entstehen bei der Urnenbestattung keine Kosten.