Am dritten Wochenende im Monat stehen die Sammelboxen in der Johanneskirche in Untertürkheim. Viele Menschen kennen den Termin inzwischen und bringen gezielt etwas vorbei. Dabei beteiligen sich längst nicht nur Mitglieder der Kirchengemeinde, die Aktion hat viele Unterstützerinnen und Unterstützer im Stadtbezirk.
Aus der einmaligen Sammlung heraus gewachsen
Die Idee dazu hatte Angelika Maderthaner, die Gewählte Vorsitzende der Kirchengemeinde St. Johannes Evangelist. Sie stammt aus dem Saarland und brachte die Idee aus ihrer dortigen Kirchengemeinde mit: „Menschen, die mit wenig Geld auskommen müssen, brauchen nicht nur an Erntedank Unterstützung, sondern das ganze Jahr über. Deshalb war es uns wichtig, aus einer einmaligen Sammlung etwas Regelmäßiges zu machen“, sagt Angelika Maderthaner, die noch immer dankbar dafür ist, dass ihre Idee so viel Unterstützung erfährt über die Kirchengemeinde hinaus erfährt.
Auch in Möhringen, Vaihingen und Büsnau wird gesammelt
Auch die Kirchengemeinden St. Hedwig in Möhringen und Maria Königin des Friedens in Büsnau sammeln dauerhaft Lebensmittel und Drogerieartikel für die Schwäbische Tafel. In beiden Kirchen stehen das ganze Jahr über Spendenboxen. „Wenn genug zusammengekommen ist, bringt unser Mesner die Spenden direkt zum Möhringer Tafelladen. Wir sehen die langen Schlangen vor dem Tafelladen und sind froh darüber, helfen zu können“, sagt Diakon Michael Jakob von der Gesamtkirchengemeinde St. Hedwig und St. Ulrich.
Schwäbische Tafel: kontinuierliche Unterstützung ist wichtig
Bei der Schwäbischen Tafel stößt das Engagement der Gemeinden auf viel positive Resonanz. „Wir sind sehr dankbar für die kontinuierliche Unterstützung, die für unsere Klientinnen und Klienten sehr wichtig ist. Immer mehr Menschen kommen zu uns in die Tafelläden, um über die Runden zu kommen. Es sind vor allem die haltbaren Lebensmittel und Drogerieartikel wie Zahnbürsten und Seife, die wir gerade von den Kirchengemeinden bekommen“, sagt Christine Hodor, Logistikleiterin der Schwäbischen Tafel.
Kleine Extras im Advent und an Ostern
Je nach Jahreszeit kommen zu den haltbaren Lebensmitteln und den Drogerieartikeln besondere Spenden hinzu. Im Advent sind es beispielsweise Schokolade oder Zutaten fürs Plätzchenbacken, rund um Ostern gibt es ebenfalls kleine Extras – insbesondere für Kinder. So soll neben dem Nötigen auch etwas dabei sein, das Freude macht. Die Gemeinde Maximilian Kolbe in Vaihingen ruft deshalb gezielt an Weihnachten, Ostern und eben auch an Erntedank zu Spenden für die Schwäbische Tafel auf. Organisiert wird die Aktion in Maximilian Kolbe seit vielen Jahren von einem engagierten Ehepaar aus der Gemeinde.
Jeden Monat teilen
In St. Johannes in Untertürkheim hat die Gemeinde ihre zehnjährige Unterstützung passenderweise an Erntedank gefeiert. „Wir freuen uns, dass die Idee Wurzeln geschlagen hat. Es ist schön zu wissen, dass wir Monat für Monat teilen“, sagt Angelika Maderthaner.